đŸ’”đŸ„›đŸ„ Warum auch „Keine Anbindehaltung“ Tierleid bedeutet


💔🐄⛓ Etwa ein Drittel der MilchkĂŒhe Deutschlands lebt bzw. vegetiert in der sogenannten „Anbindehaltung“. In dieser Haltungsform sind die Tiere zum Großteil des Jahres in einer Stallung angebunden- also mittels einer Kette oder einem Seil an einer Steh- und LiegeflĂ€che fixiert.


Die Bewegungsfreiheit der fixierten Tiere ist beinahe gÀnzlich eingeschrÀnkt- eine Interaktion mit Artgenossen ist kaum möglich. Die Tiere können sich nicht frei im Stall bewegen. Sie fristen ein Dasein in stehender- oder liegender Position und vollkommener Reizarmut.


đŸ„› Einige LebensmitteleinzelhĂ€ndler:innen (LEHs) kennzeichnen ihre Milch nun mit der Aufschrift „keine Anbindehaltung“, sofern diese nicht aus einer Anbindehaltung stammt. Vor allem Discounter-Riesen wie Aldi und Lidl hĂ€tten diesen Deklarations-Zusatz fĂŒr ihre Eigenmarken aufgenommen. Die „top agrar“ interpretiert diese Deklarationsweise als „Stigmatisierung der Anbindehaltung“:👉 LEH: Kennzeichnung fĂŒr "keine Anbindehaltung“ | top agrar online


Auch wenn wir es grundsĂ€tzlich begrĂŒĂŸen, dass fĂŒhrende LebensmittelmĂ€rkte Produkte wie die nicht aus Anbindehaltung stammende Milch explizit kennzeichnen, um ihrer Kundschaft die Auswahl hin zu mehr „Tierwohl“ zu erleichtern, so betrachten wir das Ganze auch mit Sorge: Eine Kennzeichnung wie diese suggeriert potenziellen KĂ€ufer:innen, dass sie ein „Tierleid-freies“ Produkt kaufen- dass sie mit ihrem Kauf etwas „Gutes“ tun und kein industrielles Tierleid fördern. Die Kennzeichnung vermittelt fĂ€lschlicherweise einen „Ethisch korrekten“ Produktinhalt, den man guten Gewissens kaufen und konsumieren könne.


đŸ’”đŸ„đŸ„› Doch auch in der Laufstallhaltung – aus welcher der absolute Großteil der Milch stammt – leiden KĂŒhe und sind gezwungen, ein artwidriges Dasein zu fristen und bis auf den letzten Milchtropfen ausgebeutet zu werden. Ihr Bewegungsradius ist stark begrenzet, so können sich Tiere innerhalb dieser Haltungsform nur in einzelnen Stall-Modulen frei bewegen. Auch sie sind gezwungen, jĂ€hrlich ein Kalb zu gebĂ€ren, das ihnen meist schon kurz nach der Geburt gewaltvoll entrissen wird, damit ihr Euter stets prall gefĂŒllt ist.

Auch in der Laufstallhaltung werden KĂŒhe tĂ€glich maschinell abgemolken und laufen im Falle eines körperlichen Zusammenbruchs Gefahr, zum Sterben vor dem Hof abgelegt- oder todkrank zum Schlachter geschleift zu werden.
Auch ohne Anbindehaltung liegt die durchschnittliche Lebenserwartung einer Milchkuh bei gerade mal 5,5 Jahren, wo sie, bei guten Lebensbedingungen, ein Alter von ĂŒber 20 Jahren erreichen könnte.


đŸ’”đŸ„â—ïž „Keine Anbindehaltung“ ist nicht gleichbedeutend mit „Kein Tierleid“! Entscheide dich statt fĂŒr „Keine Anbindehaltung“ fĂŒr „Keine Kuhmilch“ – probier’s vegan & trinke Pflanzenmilch. đŸ’šđŸŒŸđŸ„›