đŸ„ŠđŸ…đŸ„• Vegetarisches „EinheitsmenĂŒâ€œ – Freiburgs Grundschulen und Kitas bald fleischfrei!

đŸ‘đŸ„Š „Veggie“ an Breisgauer Schulen und Kitas:

Trotz teils heftiger Kritik seitens der ElternbeirĂ€te, habe sich der Freiburger Gemeinderat am Dienstag „mehrheitlich“ auf eine rein vegetarische Verköstigung an den Schulen und stĂ€dtischen Kitas der badischen Stadt verstĂ€ndigen können – und deren EinfĂŒhrung fĂŒr das kommende Schuljahr avisiert. Eine Erweiterung des einheitlichen Essens-Angebotes auf weiterfĂŒhrende Schulen werde zudem nicht ausgeschlossen.

Wo GrundschĂŒler:innen und zu beaufsichtigenden Kindern gegenwĂ€rtig auch Fleisch- und Fischhaltiges in den SpeisesĂ€len der Schulen und Kitas vorgesetzt wird, bewog vor allem eine kĂŒnftige Kosteneinsparung die Stadt Freiburg dazu, das Essensangebot in naher Zukunft einheitlich vegetarisch zu gestalten. Auch solle mehr „Bio“ in den Mittagsmahlen verarbeitet werden. Die Pioniers-Entscheidung der Stadt Freiburg erfahre nicht nur Zuspruch: „Den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern wird vorgeschrieben, was sie zu essen haben“, kritisierte Gerlinde Schrempp von den Freien WĂ€hlern (3 Sitze) bei der Debatte im Gemeinderat. Stadtrat Franco Orlando von der Fraktion der FDP und BFF (BĂŒrger fĂŒr Freiburg; 4 von 48 Sitzen) hatte schon zuvor erklĂ€rt, der Stadtspitze unter dem parteilosen OberbĂŒrgermeister Martin Horn sei „Fleischkonsum ein Dorn im Auge“. Im Gemeinderat hat GrĂŒn-Rot eine Mehrheit.

“Eine fĂŒr die Zukunft veranschlagte Preiserhöhung fĂŒr das Freiburger Schulessen stoße vor allem dem Elternbeirat Baden-WĂŒrttemberg sauer auf – dieser wĂŒrde mit seinen EinwĂ€nden nicht zurĂŒck halten und kritisiere den ohnehin schon beachtlichen Gesamtkostenaufwand fĂŒr Eltern, welcher mit einem rein vegetarischen Angebot und der Mehrverwendung von Bio-zertifizierten Zutaten angeblich zu steigen drohe - so moniert der Elternbeirats-Vorsitzende etwa: „Mit welcher Rechtfertigung soll denn vegetarisches Essen mehr kosten als fleischhaltiges Essen? Bio-Siegel? Lachhaft“. Er erkenne eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe in der Änderung der „Essgewohnheiten“ und betont: „Damit wĂ€ren Subventionen hier mehr als angebracht.“

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đŸ„ŠđŸ…đŸ„• Auch wenn die Änderungs-PlĂ€ne Freiburgs keinen Komplettausschluss von Tierleid, welches Kindern auch mit der Vegetarisierung des Schul-Essens noch in Form von Milch- und Eihaltigem vorgesetzt wird, gewĂ€hrleisten, begrĂŒĂŸen wir diesen grĂŒnen Vorstoß der Stadt ausdrĂŒcklich. Mit einem rein vegetarischen Essensangebot fĂŒr Kinder in mit Erziehungsauftrag betrauten Einrichtungen kann einer fleischlastigen Fehlkonditionierung hinsichtlich der sich schon in jungen Jahren manifestierenden ErnĂ€hrungsprĂ€ferenz vorgebeugt werden – so wird fleischloses Essen zur SelbstverstĂ€ndlichkeit, vegetarisch „normal“ und vegan nicht abwegig.

Wir hoffen, dass noch viele weitere StĂ€dte dem Freiburger Beispiel folgen werden. 👍💚