đŸ’”đŸ¶đŸ± Ausgesetzt: die „LĂŒckenbĂŒĂŸer“ der Pandemie


Im Zuge des pandemischen Geschehens und den daraus resultierenden Lockdown-Phasen haben sich viele Menschen einen tierischen „LĂŒckenbĂŒĂŸer“ angeschafft, der ihnen die Zeit im Home-Office versĂŒĂŸen soll. Ihrer Liebe und DauerprĂ€senz ĂŒberdrĂŒssig, geben Besitzer*innen unzĂ€hlige der schwanzwedelnden, miauenden, und fiependen Begleiter*innen auf *Lockdown*Zeit in Tierheimen ab, oder setzen diese kuzerhand aus. Die Meldungen von Hunden, Katzen und weiteren Kleintieren, welche angebunden an RaststĂ€tten oder gar eingepfercht in Kartons aufgefunden werden, ĂŒberschlagen sich zusehends.


Zu allem Übel stehen nun auch die Sommerferien vor der TĂŒr
 Die alljĂ€hrliche Abgabe- und Aussetz-Schwemme zur Urlaubszeit dĂŒrfte das „Coronatier“-Problem um ein Vielfaches verschĂ€rfen- zahllose Tierheime sind bereits jetzt schon heillos ĂŒberfĂŒllt- ihre Aufnahme-KapazitĂ€ten sind vollends erschöpft: „Bundesweit berichten die ersten Tierheime bereits von Aufnahmestopps. Hier arbeiten die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen am Limit.“


Ein regelrechter „Welpenboom“ erwuchs aus dem Wunsch nach tierischer Ansprache wĂ€hrend des Lockdowns. Der illegale Welpenhandel florierte wie nie zuvor:„In den vergangenen Wochen hat der Hamburger Tierschutzverein mehr als 70 Tiere in Obhut genommen. Der Anstieg hat auch mit Corona zu tun. "Bei den Hunden ist die Situation, dass viele abgegeben wurden, aber auch dass viele aus dem Welpenhandel, der fĂŒr Corona produziert hat, dass also dort viele HĂ€ndler aufgeflogen sind". Diese Tiere landeten nun auch im Tierheim. "Wir blicken mit sehr viel Sorge auf die nĂ€chsten Monate, weil wir nicht wissen, was auf uns zu kommt". Sowohl im Hundebereich als auch bei Katzen und Kleintieren rechnet das Tierheim "mit dem Schlimmsten."- so Urte Inkmann, tierĂ€rztliche Leiterin des Hamburger Tierschutzvereins.👉 "Corona-Tiere": Erst geliebt, dann im Tierheim | NDR.de - Nachrichten - Hamburg


đŸš«â—ïž Das Aussetzen von „Haustieren“ stellt hierzulande eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld bestraft wird! „GemĂ€ĂŸ § 3 Abs. 3 TierSchG ist es verboten, ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurĂŒckzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen.👉 https://www.anwalt24.de/


🙌 Das kannst DU tun, um ausgesetzte gebrochene Herzen zu retten und zu unterstĂŒtzen:

👐 Biete Tierheimen deine ehrenamtliche Hilfe an

📩 Achte auf herumstehende Kartons, Taschen und Boxen an Straßen, RaststĂ€tten, WaldrĂ€ndern usw.

👂 Achte auf GerĂ€usche wie Fiepsen, Wimmern und Jaulen

🗑 Schaue in MĂŒlleimer und Container

🌳 Kontrolliere GebĂŒsche und ZĂ€une, gucke hinter KlohĂ€uschen und in StraßengrĂ€ben, solltest du an einer RaststĂ€tte Halt machen

☎ Solltest Du ein ausgesetztes Tier auffinden, sichere es und setze dich mit Polizei und Tierschutzvereinen und/oder einem Tierheim in der NĂ€he in Verbindung.


💔 Ob Hund, Katze oder Kaninchen. Tiere geraten unter massiven Stress, wenn sie ihrem Zuhause und/oder ihrer Bezugsperson entrissen und ausgesetzt werden! Tiere sind keine „LĂŒckenbĂŒĂŸer“ oder gar Bespaßungsobjekte auf Zeit. Tiere sind leidensfĂ€hige Geschöpfe, deren Schutz, Obhut und Unversehrtheit - ein Tierleben lang - in unserer Verantwortung liegt!