🥜🐦📣 VOGELFÜTTERUNG – recht oder schlecht?
In Deutschland ist das Füttern von Vögeln weit verbreitet, da viele Menschen den Tieren helfen wollen. Doch brauchen Vögel das Winterfutter tatsächlich zum Überleben und tut es ihnen überhaupt gut?
🥜📊😭Über 9️0% der heimischen Vogelarten, insbesondere die seltenen und bedrohten Arten, finden am Futterhäuschen leider keine Unterstützung. Es sind vor allem die häufigen Arten wie Meisen und Amseln, die davon profitieren. Das kann zu einer weiteren Konkurrenz für die bereits benachteiligten Vogelarten führen.
🦉❌❄️Der Rückgang vieler Vogelarten hat gar nicht so viel mit dem winterlichen Nahrungsengpass zu tun. Vögel sind seit Urzeiten daran angepasst. Viel entscheidender ist ein geeigneter Lebensraum.
🚯⛰️🕊️Der Verlust und die Verschlechterung ihrer Lebensräume sind die Hauptgründe für den Rückgang vieler heimischer Vogelarten. Eine Winterfütterung kann leider nicht die ernsthaft bedrohten Vogelarten retten. Es ist daher wichtig, sich auch für den Schutz und die Erhaltung ihrer Lebensräume einzusetzen.
🦆⚔️🌳Im nächsten Frühjahr entsteht tatsächlich ein noch härterer Konkurrenzkampf um Nahrung und Brutplätze. Das liegt daran, dass auch schwache und kranke Vögel den Winter dank der Fütterung überlebt haben. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir den Vögeln helfen können. Ein Naturgarten ist eine tolle Idee, um auch auf kleinstem Raum viel für den Vogelschutz zu tun.
👥🌱🐦Das Füttern hat natürlich auch positive Seiten und kann dem Individum helfen, den Winter besser zu überstehen. Wenn du also Vögel füttern möchtest, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:
1️⃣ Füttere nur bei dauerhaft geschlossener, hoher Schneedecke und gleichzeitigem Frost unter minus fünf Grad.🌨️🌡️
2️⃣ Achte auf Sauberkeit am Futterplatz und reinige ihn am besten täglich, um Krankheiten zu vermeiden.🏡🧽‼️
3️⃣ Wirf das Futter niemals auf den Boden, da es sich mit dem Vogelkot vermischen und zu tödlichen Krankheiten führen kann. Ein Futtersilo ist eine gute Option.🐾🥜
4️⃣. Vermeide das Füttern von Speiseresten, da sie Gewürze und Salz enthalten, die den Vögeln schaden.🍟🍿❌
5️⃣. Geeignetes Vogelfutter sind Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Obst, Rosinen, Futterringe und Futterknödel (ohne Netz) und achtet bitte darauf, dass kein Rinderfett verwendet wird.🌻🌾🍇✅
Fütterst du im Winter Vögel? 🐦🥜
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Quellen:
➡️https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Voegel-richtig-fuettern,voegelfuettern100.html
➡️https://www.nationalgeographic.de/tiere/2023/11/pro-und-contra-sollte-man-voegel-im-winter-fuettern
➡️https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/voegel-fuettern/
➡️https://www.br.de/nachrichten/wissen/so-helfen-sie-voegeln-durch-den-winter-voegel-richtig-fuettern,RjCuTci

Das Wintergoldhähnchen – Der „Kleine Prinz“ unter den Vögeln
Im kahlen, schneetragenden Astwerk verrät es sein prominenter, leuchtend gelb bis orangefarbener Scheitel-Streifen: Wo das Wintergoldhähnchen ungeübten Augen zwischen sommerlichem Grün meist verborgen bleibt, kannst du das flinke Federbällchen jetzt bei grauer Winterkulisse vielerorts nahezu mühelos entdecken und beobachten.

Europas Kleinster:
Mit einem Fliegengewicht von fünf bis sechs Gramm und einer Körpergröße von gerade mal acht bis neun Zentimetern lässt das knopfäugige Wintergoldhähnchen mit dem markanten dunklen „Zügelstreif“ – als Europas kleinster (Sing-)Vogel – sogar den winzigen Zaunkönig groß aussehen. Während Olivgrün und Ocker-Weiß sein eher dezentes Federkleid färbt, ist es vor allem der auffällig gelborange-goldene schwarz-gerahmte Scheitel, der den geflügelten Winzling zum „Kleinen Prinzen“ unter den Vögeln macht, und ihm seinen lateinischen Namen „Regulus regulus“ – zu Deutsch „kleiner König/Prinz“ – eingebracht hat. Wobei weibliche Tiere eher gelb und männliche i.d.R. kräftig orange gescheitelt sind.


Anders als sein naher und ihm optisch ähnelnder Verwandter, das ebenso kleine Sommergoldhähnchen, kannst du das Wintergoldhähnchen hierzulande mit ein wenig Glück das ganze Jahr über antreffen und beobachten, wenn es insektensuchend goldhähnchenflink durchs Geäst hüpft, Felder und Wiesen anfliegt oder dein Futterhäuschen plündert. Ihre Leibspeise – Spinnen und Insekten – sammeln die geschickten Miniatur-Vögel vorzugsweise von Blatt- und Nadelunterseiten ab.

Goldiger Winzling:
Mit seinem kugeligen, flaumigen Körper, seinem feinen Schnäbelchen, seinen großen Äuglein und seinem kecken Blick sorgt das Wintergoldhähnchen in hiesigen (Nadel-)Wäldern, Parks und Gärten für Entzücken, und versetzt so manche:n mit seinem hellen „sri-sri-sri“ in einen regelrechten „Zuckerschock“.

Gleich zweimal im Jahr – April wie Juni – legt Mama-Wintergoldhähnchen insgesamt bis zu zwölf Eier in ihr vornehmlich aus Flechten, Moosen und Zweigen gefertigtes kugelförmiges Nest, welches meist gut versteckt, napfartig zwischen dichtem Nadelgeäst hängt. Ihr Gelege, das inkl. Nest nicht selten mehr als doppelt so viel wiegt wie sie selbst, betten die Goldhähnchen-Eltern innenseitig in flauschige, weiche Federn. Die ausgeklügelte Materialzusammensetzung wie Platzierung des Nestes garantiert dabei beste Stabilität, Isolierung und stets geschützte Vogelkinder, die im Idealfall ein Maximalalter von vier Jahren erreichen können.

Wo der Insektenschwund unaufhaltsam zu sein scheint, erschweren vor allem der schmuddelige Herbst und der eisige Winter den überaus anpassungsfähigen geflügelten (Über-)Lebenskünstlern die Futtersuche. Naturnah gestaltete Gärten, stets gefüllte und geschützt platzierte Futterspender wie -Häuschen und saubere wie eisfreie Vogeltränken bilden hier eine willkommene, hydrierende und energiespendende Ergänzung: Wintergoldhähnchen präferieren vor allem Fettfutter und Proteinhaltiges, verschmähen im Winter aber auch Sämereien nicht. Außerdem schätzen die zutraulichen „Kleinen Prinzen“ es sehr, wenn „ihre“ Futterstelle mit Fichtenzweigen ausgestattet ist.

Wusstest du, dass Wintergoldhähnchen rauen Wintertagen und -Nächten oft eng aneinandergekuschelt trotzen? Die goldgescheitelten Federbällchen schenken einander auf diese Weise lebenspendende Wärme und speichern sie. Goldig, oder?



Hast du heuer schon einen gefiederten „Kleinen Prinzen“ entdeckt?
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Quellen:
Wintergoldhähnchen: So erkennen Sie den kleinen Vogel schnell wieder (24garten.de)
Vogelporträt: Wintergoldhähnchen – NABU
„Allerweltsvogel“ auf Rückzug: Spatz, wo bist du?

Wo sind all die Spatzen hin? Vielleicht hast du dich dies in letzter Zeit auch schon mal gefragt…
Wo Haussperlinge (Passer domesticus) – volksmündlich „Spatz“ genannt – früher beinahe allerorts laut tschilpend in ganzen Scharen einzogen, sich in Hecken sammelten, lauthals von Dächern pfiffen und an belebten Plätzen für Entzücken oder aber Murren sorgten, wenn sie nonchalant über Gastro-Tische hopsten, um den ein oder anderen Krümel vom Teller zu stibitzen, scheint das unverkennbare aufgeregte „Gezeter“ der grau-braun gefiederten „Kulturfolger“ mittlerweile vielerorts merklich leiser zu werden.
Ist es dir auch schon aufgefallen? Vor allem in (deutschen) Großstädten macht sich der Spatz zusehends rar(er). Urbane Parkanlagen und Gärten zählen i.d.R. längst nicht mehr so viele Haussperlinge, wie einst. Doch auch in vielen ländlichen Gebieten ist der kleine Vogel mit dem dezenten Federkleid, welcher seit 2002 auf der „Vorwarnstufe der Roten Liste“ rangiert, immer seltener anzutreffen, und das, obwohl dieser vorzugsweise u.a. landwirtschaftliche Bauwerke bezieht.


Wo Mensch, da Spatz:
Der Spatz ist ein überaus geselliger und standorttreuer (Über-)Lebenskünstler, welcher seit jeher von menschlich geschaffenen (baulichen) Strukturen profitiert – neben Baumhöhlen und Büschen, hat der Sperling vor allem die Nischen unserer Dächer und Gemäuer zu präferierten Nistplätzen auserkoren, während er oft mit Vorliebe aufpickt, was Mensch an Nahr- und Schmackhaftem fallen lässt bzw. anbaut. Früher galten die possierlichen Vögel daher vielerorts als unliebsame diebische „Schmarotzer“, welchen man, meist mit tödlicher Absicht, intensiv nachstellte. Heute ist der niedliche Haussperling mit seinem charakteristischen „Tschilp“ aus unseren Dörfern, Parks, Gärten und Städten glücklicherweise nicht mehr wegzudenken.


Der (adulte) Spatz ernährt sich primär vegetarisch – also von Körnern, Sämereien, Früchten und Gräsern – die hungrigen Schnäbelchen seiner Jungtiere hingegen stopft er mit proteinreichen Insekten, wenn er denn welche findet. Eben dieser aus extensiver Urbanisierung und naturferner Flächennutzung resultierende Insektenschwund ist es, der – neben überpflegten Gärten und modernisierten Bauwerken – nicht nur aus den „Allerweltsvögeln“ zusehends „Raritäten“ zu machen droht. Denn wo übermähte Wiesen kaum ein Blümchen hervorbringen, abgedichtete Fassaden nicht mehr als Kinderstube taugen und versiegelte Flächen nicht zum Staubbaden einladen, da (bald) kaum ein „Tschilp“ oder anderweitiges Gezwitscher mehr.
Als Standvogel, der von einer beschwerlichen Reise in den Süden absieht, ist der Spatz auch im Winter bei Schneegestöber in deinem Garten, auf deinem Balkon oder im Park anzutreffen. Auch wenn er gegenwärtig (noch) zu den häufigsten Gartenvögeln zählt, kannst bzw. solltest du – sofern die Möglichkeit gegeben ist – den Haussperling, wie andere Wildvögel auch, insbesondere zur kalten Jahreszeit unterstützen:


Stauden, die du den Winter über unbehelligt stehen lässt, versorgen Spatzen und andere (Sing-)Vögel mit nahrhaften Samen. Darüber hinaus freuen sich Haussperling & Co ganzjährig über saubere Frischwasser-Tränken sowie über schmackhafte Energielieferanten wie bspw. Sonnenblumenkerne und andere Sämereien, die du – geschützt und hygienisch platziert – anbieten bzw. auslegen kannst. Mit einer naturnahen Gartengestaltung kannst du (Sing-)Vögel sowie andere Tiere zudem ganzjährig locken und nähren. Erfahre mehr:
Vögel füttern im Winter: Das sollten Sie wissen – [GEO]

Wie du ein „Spatzen-Mehrfamilienhaus“ bauen kannst, um den Haussperlingen, inmitten von für sie meist unbrauchbaren da nischenfreien Fassaden, einen geeigneten Nistplatz zu schaffen, erfährst du HIER:
Bauanleitung Spatzenhaus – NABU
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Ist dir auch schon aufgefallen, dass der Spatz sich zusehends rar macht?
Quellen:
Der Haussperling: Der Spatz lebt gesellig – NABU
Wo sind die Spatzen? Warum sich der Sperling rar macht | kraut&rüben (krautundrueben.de)

(Wild-)Vogelnest am Haus – Worauf Du achten solltest
Noch ist die Brutzeit in vollem Gange – diese erstreckt sich alljährlich vom 1. März bis in den späten September hinein und dient nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes – welches diese Kernzeit zur „Vogelschutzzeit“ erklärt – vornehmlich der Bestandsförderung und -Stabilisierung.
§ 39 BNatSchG – Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
Vor allem Tauben wie etwa die Stadttaube, die Ringeltaube und die Türkentaube, Haussperlinge sowie Mehl- und Rauchschwalben und auch der Mauersegler präferieren unsere urbanen und ländlichen Bauwerke vermehrt als Niststätten. Sogar Stockenten ziehen hin und wieder den Geranienkasten der gewohnten Teichvegetation vor. Nicht selten werden da Balkone, Loggien und Fassaden zur Kinderstube für Spatz & Co. Bei der Platzwahl und Ausgestaltung ihrer menschennahen Nester sind unsere gefiederten Freunde überaus kreativ. Wo die einen – vornehmlich Tauben – ihre Eier teils in Blumenkübeln bebrüten, bauen andere – wie etwa die Mehlschwalben – ganze Lehmnester an bzw. unter Dachüberhänge.
Wo genistet wird, fallen nicht nur Federn – mit dem vermehrten Aufkommen an Nistmaterial und Kot werden Vogelnester an Haus und Balkon nicht selten zum schmutzenden und piepsenden Ärgernis für einige Menschen, dabei bietet so ein hausnahes Bruttreiben in der Regel die einmalige Gelegenheit, den wundervollen und hochinteressanten Entwicklungsprozess vom kleinen Ei zum flüggen Jungtier – aus respektvoller Entfernung – zu beobachten, welcher in der Regel ohnehin nur wenige Wochen in Anspruch nimmt. Zudem ist einem möglichen „Kotproblem“ bei Bedarf mit dem vorsichtigen Anbringen eines sogenannten „Kotbretts“ unterm Nest denkbar simpel beizukommen – dies bietet sich insbesondere bei Schwalbennestern an:
Anleitung Kotbrett\374 (nabu.de)

Worauf Du zwingend achten solltest, wenn ein (Wild-)Vogel deinen Balkon bzw. deine Hausfassade als Kinderstube auserkoren hat:
Ist das Nest auf dem Balkon oder an anderer hausnaher Stelle erstmal gebaut und bereits mit Eiern bestückt, ist eine eigenmächtige Entfernung von Gesetzes wegen strikt untersagt. Sollte eine Nestentfernung bzw. -Umsiedlung aus Sicherheits- oder sonstigen Gründen unumgänglich sein, ist im Vorgang in jedem Fall eine entsprechende Genehmigung bei der für die jeweilige Stadt bzw. den entsprechenden Landkreis zuständigen Naturschutzbehörde einzuholen – mit dieser ist eingehend Rücksprache zu halten.

Um das Brutgeschäft an deinem Haus bzw. auf deinem Balkon nicht unnötig zu stören und Eltern- sowie Jungtiere nicht zu verschrecken oder zu irritieren, solltest Du stets die nötige Distanz zum Nest wahren und darauf achten, dass Pflanzenpflege wie Blumengießen und weitere Tätigkeiten nahe der Brutstätte möglichst ruhig und unaufgeregt vonstatten gehen. Auch sollte dein Balkon in dieser Phase möglichst wenig frequentiert werden. Wenn du dich am Anblick der Heranwachsenden und ihrer eifrig fütternden Eltern erfreuen möchtest, tu dies bitte immer aus (für die Tiere) sicherer Entfernung.
Um weitere, der jeweiligen nistenden Vogelart dienliche Schutz- sowie etwaige Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen, bietet es sich zudem an, mit (Wild-)Vogelexpert:innen in Kontakt zu treten bzw. diese zurate zu ziehen.
Nisthilfen statt „Wildnisten“: Mit dem Anbringen von artgerechten Nistkästen kannst du gefiederten Freunden stabile Alternativen zum „Wildnisten“ auf Balkon & Co anbieten:
Den perfekten Nistkasten finden? (deutschewildtierstiftung.de)

Wo moderne Fassaden an Siedlungsgebiete angepassten Wildvögeln kaum noch brauchbare Nistplätze bieten, ist es besonders wichtig, dass wir sie auf unseren Balkonen, in unseren Gärten und an unseren Dächern gewähren lassen.
Was tun, wenn Vögel ein Nest bauen, wo es stört? – [GEO]
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