☝️🐝 Weidenkätzchen: ✔️Insektennahrung – ✖️keine (Oster-)Deko!

🌿🐝🦋🐦 Silbrig schimmernd und überraschend samtig-weich sprießen sie dieser Tage gen Frühling – die Weidenkätzchen. Zur großen Freude vieler hungriger (Flug-)Insekten – wie etwa „Honig“bienen, Schmetterlingen, Hummeln und weiterer Wildbienenarten – liefern die flauschigen Blüten der Weide, als unverzichtbare Nahrungsquelle zu Frühlingsbeginn, mit als erste ein hohes Maß an Energie in Form von Nektar und dottergelbem Pollen. Sogar (Sing-)Vögel – wie der Zilpzalp und einige Meisenarten – profitieren von den nahrhaften Palmkätzchen – insbesondere von jenen, welche die Salweide hervorbringt. Wo Weidenkätzchen blühen, summt, brummt und zwitschert es. Rund 1000 Insektenarten laben sich im Laufe des Jahres an den Weiden.

🌿✂️❌ Auch Spaziergänger:innen erfreuen sich an den silberigen Frühlings-Kätzchen. Angesichts des nahenden Osterfestes, zücken einige sogar Schere oder Messer und entschneiden die wilden Weiden-Blüten – trotz naturschutzbedingten Verbotes – samt Geäst der Natur bzw. pflücken diese, um sie dekorativ in eine Vase zu drapieren, Kränze zu binden oder Gestecke aufzuhübschen – zum großen Leidwesen zahlloser Insekten bzw. Tiere, welche nach dem entbehrungsreichen Winter auf die flauschigen Pollenträger angewiesen sind.

✔️Insektennahrung – ✖️keine (Oster-)Deko!

🌿🐝🦋🐦 Vor allem nach den Strapazen der kalten Jahreszeit fungieren Frühblüher wie Weiden als erste zuverlässige Energiespender, wie sie derzeit zuhauf angeflogen werden – so betont etwa Christine Margraf vom „Bund Naturschutz in Bayern“: „Etliche blühende Weidenarten sind für die Insekten, die schon unterwegs sind, eine wichtige Nahrungsquelle.“ In einer agrargeprägten und pestizidbelasteten Landschaft ist ein konstantes und flächendeckendes Nahrungsangebot für (gefährdete) Insekten und viele andere Tiere nicht bzw. nur unzureichend gegeben – umso wichtiger ist es, lebensspendende, gehaltvolle Vegetationselemente wie Weiden zu erhalten und zu schonen – und diese nicht zu (österlichen) Dekozwecken der Natur zu entnehmen.

☝️🌿🐝🦋🐦 So verlockend samtig sie auch sein mögen: Belasse Weidenkätzchen und andere Wildblüher in der Natur – den Tieren zuliebe.

🙌❤️🐝🦋🐦 Das karge Nahrungsangebot für (frühe) Insekten und andere Tiere kannst du zudem aufwerten, indem du deinen Garten/Balkon mit heimischen Sträuchern, Kräutern und insektenfreundlichen Frühblühern bestückst – und diesen chemie- sowie mähroboterfrei hältst.

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🐰❓ Wie sieht deine natur- und tierfreundliche Osterdeko aus?

Quellen:

➡️ Warum Sie Weidenkätzchen nicht abschneiden sollten – [GEO]

➡️ Weidenkätzchen in der Natur lassen – BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)

☝️🌿❌✂️ Artenschutz im Januar: Stauden bitte NOCH NICHT zurückschneiden!

🌿❌✂️ Auch wenn es zusehends milder wird, die ersten Frühjahrs-Knospen bereits durch die vereiste Erde brechen und es beim schmucklosen Anblick der verwitterten und kargen Beete und Kübel vielen in den Fingern juckt: Deine Gartenschere solltest du lieber noch nicht zücken, wenn du Natur- und Artenschutz betreiben und auch die kleinsten Tierchen in deinem Garten und/oder auf deinem Balkon schützen und unterstützen möchtest.

🤫🦋🐝🐛🐞💤 *Pssssst* – noch „schlafen“ sie:

🌿❄️ Insbesondere Staudengewächse, wie sie für zahlreiche Tiere ganzjährig von großem Nutzen sind, werden bereits im Herbst von vielen Insekten wie u.a. Ohrwürmern und einigen Wildbienenarten bezogen, damit diese im Schutze hohler Stängel und dichtem Gestrüpp bis zum Einsetzen der Frühlingswärme unbeschadet eisiger Winterwitterung trotzen können. Zudem bergen Staudenüberreste und welke Gräser oft Schmetterlingseier, -raupen, -puppen und adulte (ausgewachsene) Falter – darunter auch den Zitronenfalter, ein wahrer Überwinterungskünstler, der als knallgelber Frühlingsbote oft als erster durch die Gärten flattert. Bis ins Frühjahr hinein stibitzen außerdem (Garten-)Vögel wie etwa Distelfinken und Haussperlinge nahrhafte Samen aus den trockenen Blütenständen der Stauden.

🌼 Blühende Staudenpflanzen wie z.B.:

🌿 Wiesenschafgarbe

🌿 Duftnessel

🌿 Männertreu

🌿 Sonnenhut

🌿 Fetthenne

🌿 Sonnenbraut

…sind bei vielen Tieren bzw. Insekten und Gärtner:innen besonders beliebt und haben Sommer wie Winter ihre Vorzüge. Was wächst und blüht bei dir Staudiges?

☝️🌿❌✂️ Gartenschere liegen lassen – Staudenbeete – falls möglich – bis in den Mai hinein unbehelligt stehen lassen:

➡️ Da viele überwinternde Insekten ihr Schutzdomizil erst im (Spät-)Frühling bei konstanter Wärme verlassen bzw. diesem entschlüpfen, solltest du dich mit dem Rückschnitt von Staudengewächsen noch etwas gedulden.

➡️ Wer die frühzeitige Schnippelei gar nicht lassen kann, der/die sollte staudiges Schnittgut nicht direkt entsorgen, sondern eingezogenen Insekten die Möglichkeit bieten in Ruhe auszuschlafen, indem er/sie Blätter und Stängel bis in den Frühling hinein an einem geschützten Platz im Garten und/oder auf dem Balkon belässt.

🙌❤️🐦🦋🐌🐞 Wie du (Garten-)Tiere im Januar sonst noch unterstützen kannst, und was es beim Übergang in den Frühling im Garten bzw. auf dem Balkon zu beachten gilt, erfährst du u.a. hier: 👉 Naturschutz im Garten: Was im Januar wichtig ist – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de)

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🤔✂️🌿 Wann holst du die Gartenschere frühestens raus?

Quellen:

➡️ Für die Insekten: Stauden im Winter nicht schneiden! – [GEO]

➡️ Bienenfreundliche Stauden: Die besten Arten – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de)

🥜🐦📣 VOGELFÜTTERUNG – recht oder schlecht?

In Deutschland ist das Füttern von Vögeln weit verbreitet, da viele Menschen den Tieren helfen wollen. Doch brauchen Vögel das Winterfutter tatsächlich zum Überleben und tut es ihnen überhaupt gut?

🥜📊😭Über 9️0% der heimischen Vogelarten, insbesondere die seltenen und bedrohten Arten, finden am Futterhäuschen leider keine Unterstützung. Es sind vor allem die häufigen Arten wie Meisen und Amseln, die davon profitieren. Das kann zu einer weiteren Konkurrenz für die bereits benachteiligten Vogelarten führen.

🦉❌❄️Der Rückgang vieler Vogelarten hat gar nicht so viel mit dem winterlichen Nahrungsengpass zu tun. Vögel sind seit Urzeiten daran angepasst. Viel entscheidender ist ein geeigneter Lebensraum.

🚯⛰️🕊️Der Verlust und die Verschlechterung ihrer Lebensräume sind die Hauptgründe für den Rückgang vieler heimischer Vogelarten. Eine Winterfütterung kann leider nicht die ernsthaft bedrohten Vogelarten retten. Es ist daher wichtig, sich auch für den Schutz und die Erhaltung ihrer Lebensräume einzusetzen.

🦆⚔️🌳Im nächsten Frühjahr entsteht tatsächlich ein noch härterer Konkurrenzkampf um Nahrung und Brutplätze. Das liegt daran, dass auch schwache und kranke Vögel den Winter dank der Fütterung überlebt haben. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir den Vögeln helfen können. Ein Naturgarten ist eine tolle Idee, um auch auf kleinstem Raum viel für den Vogelschutz zu tun.

👥🌱🐦Das Füttern hat natürlich auch positive Seiten und kann dem Individum helfen, den Winter besser zu überstehen. Wenn du also Vögel füttern möchtest, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:

1️⃣ Füttere nur bei dauerhaft geschlossener, hoher Schneedecke und gleichzeitigem Frost unter minus fünf Grad.🌨️🌡️

2️⃣ Achte auf Sauberkeit am Futterplatz und reinige ihn am besten täglich, um Krankheiten zu vermeiden.🏡🧽‼️

3️⃣ Wirf das Futter niemals auf den Boden, da es sich mit dem Vogelkot vermischen und zu tödlichen Krankheiten führen kann. Ein Futtersilo ist eine gute Option.🐾🥜

4️⃣. Vermeide das Füttern von Speiseresten, da sie Gewürze und Salz enthalten, die den Vögeln schaden.🍟🍿❌

5️⃣. Geeignetes Vogelfutter sind Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Obst, Rosinen, Futterringe und Futterknödel (ohne Netz) und achtet bitte darauf, dass kein Rinderfett verwendet wird.🌻🌾🍇✅

Fütterst du im Winter Vögel? 🐦🥜

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Quellen:

➡️https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Voegel-richtig-fuettern,voegelfuettern100.html

➡️https://www.nationalgeographic.de/tiere/2023/11/pro-und-contra-sollte-man-voegel-im-winter-fuettern

➡️https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/voegel-fuettern/

➡️https://www.br.de/nachrichten/wissen/so-helfen-sie-voegeln-durch-den-winter-voegel-richtig-fuettern,RjCuTci

🫅✨ Das Wintergoldhähnchen – Der „Kleine Prinz“ unter den Vögeln

Im kahlen, schneetragenden Astwerk verrät es sein prominenter, leuchtend gelb bis orangefarbener Scheitel-Streifen: Wo das Wintergoldhähnchen ungeübten Augen zwischen sommerlichem Grün meist verborgen bleibt, kannst du das flinke Federbällchen jetzt bei grauer Winterkulisse vielerorts nahezu mühelos entdecken und beobachten.

🤏✨ Europas Kleinster:

Mit einem Fliegengewicht von fünf bis sechs Gramm und einer Körpergröße von gerade mal acht bis neun Zentimetern lässt das knopfäugige Wintergoldhähnchen mit dem markanten dunklen „Zügelstreif“ – als Europas kleinster (Sing-)Vogel – sogar den winzigen Zaunkönig groß aussehen. Während Olivgrün und Ocker-Weiß sein eher dezentes Federkleid färbt, ist es vor allem der auffällig gelborange-goldene schwarz-gerahmte Scheitel, der den geflügelten Winzling zum „Kleinen Prinzen“ unter den Vögeln macht, und ihm seinen lateinischen Namen „Regulus regulus“ – zu Deutsch „kleiner König/Prinz“ – eingebracht hat. Wobei weibliche Tiere eher gelb und männliche i.d.R. kräftig orange gescheitelt sind.

✨☀️❄️ Anders als sein naher und ihm optisch ähnelnder Verwandter, das ebenso kleine Sommergoldhähnchen, kannst du das Wintergoldhähnchen hierzulande mit ein wenig Glück das ganze Jahr über antreffen und beobachten, wenn es insektensuchend goldhähnchenflink durchs Geäst hüpft, Felder und Wiesen anfliegt oder dein Futterhäuschen plündert. Ihre Leibspeise – Spinnen und Insekten – sammeln die geschickten Miniatur-Vögel vorzugsweise von Blatt- und Nadelunterseiten ab.

✨🥰 Goldiger Winzling:

Mit seinem kugeligen, flaumigen Körper, seinem feinen Schnäbelchen, seinen großen Äuglein und seinem kecken Blick sorgt das Wintergoldhähnchen in hiesigen (Nadel-)Wäldern, Parks und Gärten für Entzücken, und versetzt so manche:n mit seinem hellen „sri-sri-sri“ in einen regelrechten „Zuckerschock“.

✨🪺 Gleich zweimal im Jahr – April wie Juni – legt Mama-Wintergoldhähnchen insgesamt bis zu zwölf Eier in ihr vornehmlich aus Flechten, Moosen und Zweigen gefertigtes kugelförmiges Nest, welches meist gut versteckt, napfartig zwischen dichtem Nadelgeäst hängt. Ihr Gelege, das inkl. Nest nicht selten mehr als doppelt so viel wiegt wie sie selbst, betten die Goldhähnchen-Eltern innenseitig in flauschige, weiche Federn. Die ausgeklügelte Materialzusammensetzung wie Platzierung des Nestes garantiert dabei beste Stabilität, Isolierung und stets geschützte Vogelkinder, die im Idealfall ein Maximalalter von vier Jahren erreichen können.

🌨️➡️ Wo der Insektenschwund unaufhaltsam zu sein scheint, erschweren vor allem der schmuddelige Herbst und der eisige Winter den überaus anpassungsfähigen geflügelten (Über-)Lebenskünstlern die Futtersuche. Naturnah gestaltete Gärten, stets gefüllte und geschützt platzierte Futterspender wie -Häuschen und saubere wie eisfreie Vogeltränken bilden hier eine willkommene, hydrierende und energiespendende Ergänzung: Wintergoldhähnchen präferieren vor allem Fettfutter und Proteinhaltiges, verschmähen im Winter aber auch Sämereien nicht. Außerdem schätzen die zutraulichen „Kleinen Prinzen“ es sehr, wenn „ihre“ Futterstelle mit Fichtenzweigen ausgestattet ist.

✨❄️ Wusstest du, dass Wintergoldhähnchen rauen Wintertagen und -Nächten oft eng aneinandergekuschelt trotzen? Die goldgescheitelten Federbällchen schenken einander auf diese Weise lebenspendende Wärme und speichern sie. Goldig, oder?

🥰✨🫅❓ Hast du heuer schon einen gefiederten „Kleinen Prinzen“ entdeckt?

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Quellen:

➡️ Wintergoldhähnchen: So erkennen Sie den kleinen Vogel schnell wieder (24garten.de)

➡️ Vogelporträt: Wintergoldhähnchen – NABU

🪺🎼 „Spracherwerb“ im Ei – Schon vor dem Schlupf zum „Gesangsgenie“

🪺😮 Hättest du gedacht, dass Singvogel-Küken den Grundstock für ihre gesanglichen bzw. stimmlich kommunikativen Fähigkeiten schon vor dem Schlüpfen – also bereits im Embryonalstadium – erlernen können, indem sie im Ei den charakteristischen Gesängen ihrer Mütter lauschen?

➡ Diese verblüffende Erkenntnis geht aus einer aktuellen Studie eines Forschungsteams „um die Verhaltensbiologin Sonia Kleindorfer von der Universität Wien“ hervor, welche dahingehend acht australische Singvogelarten – zaunkönigähnliche „Staffelschwänze und „Grasschlüpfer“ – untersuchte, und resultierend „eine wichtige Lücke beim Verständnis des Lernprozesses bei Vögeln“ bezüglich des vorgeburtlichen „frühkindlichen Spracherwerbs“ unter stimmlichem Einfluss der Muttertiere zu schließen scheint:

🐦🎼 Im Rahmen der Studie hätten die Forschenden die Stimmen brütender Muttertiere nebst deren Küken „an 13 verschiedenen Standorten in ganz Australien“ zu Vergleichszwecken aufgenommen und seien zu dem Ergebnis gekommen, dass bereits die Embryonen im Ei der arttypischen Gesänge ihrer Mütter lauschen, und diese infolge erlernen würden. Dabei handle es sich mitnichten um ein endemisches- sondern vielmehr um ein universelles Phänomen, welches auch auf europäische Singvogelarten zutreffen dürfte: „Es scheint sich um ein allgemeines Muster zu handeln“, so die studienleitende Verhaltensbiologin.

🐦🪺🎼 Gesangsunterricht durch die Schale:

Auch wenn viele weibliche Singvögel artabhängig weniger melodisch bzw. intensiv tirilieren als ihre männlichen Artgenossen, die vor allem im Frühjahr aus voller Kehle trällern, um die gefiederte Damenwelt zu bezirzen und/oder Revieransprüche geltend zu machen, so sind ihre meist etwas dezenteren Gesänge dennoch hochfunktional – und u.a. für sprachliche Lehrzwecke im Nest und darüber hinaus unerlässlich: „Bei den untersuchten Prachtstaffelschwänzen zeigte sich, dass die eben geschlüpften Küken einen charakteristischen Ruf ihrer Mutter wiederholten – und zwar als Bettelruf. Die Laut-Analysen ergaben weiterhin, dass die Küken mit ihrem Bettelruf die Mutter umso präziser imitieren konnten, je langsamer sie ihn zuvor vorgetragen hatte.“

🪺💤 Weiter scheinen (Singvogel-)Mütter nicht nur als geduldsame „Gesangslehrerinnen“ zu fungieren, sondern zudem die ungeahnte Fähigkeit zu besitzen, ihre (ungeschlüpften) Küken beruhigend in den Schlaf zu zwitschern – so hätten die Untersuchungsauswertungen der Forschenden ferner ergeben, dass sich die „Herzfrequenz“ der Embryonen verlangsamte, wenn diese die Rufe bzw. Stimme ihrer Mutter vernahmen – ist das nicht wahnsinnig faszinierend und niedlich? 😮🥰

➡️ Vogelmütter singen ungeschlüpften Küken Schlaflieder – [GEO]

❤️🪺🎼 Damit (Singvogel-)Paare auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche kleine Gesangsgenies hervorbringen können, kannst du diese bspw. mit einer vogelfreundlichen (Herbst-)Gartengestaltung unterstützen – Mehr dazu erfährst du u.a. hier: 👉 Tipps für den vogelfreundlichen Garten – NABU

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🪺🏠 (Wild-)Vogelnest am Haus – Worauf Du achten solltest

Noch ist die Brutzeit in vollem Gange – diese erstreckt sich alljährlich vom 1. März bis in den späten September hinein und dient nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes – welches diese Kernzeit zur „Vogelschutzzeit“ erklärt – vornehmlich der Bestandsförderung und -Stabilisierung. 👉 § 39 BNatSchG – Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

Vor allem Tauben wie etwa die Stadttaube, die Ringeltaube und die Türkentaube, Haussperlinge sowie Mehl- und Rauchschwalben und auch der Mauersegler präferieren unsere urbanen und ländlichen Bauwerke vermehrt als Niststätten. Sogar Stockenten ziehen hin und wieder den Geranienkasten der gewohnten Teichvegetation vor. Nicht selten werden da Balkone, Loggien und Fassaden zur Kinderstube für Spatz & Co. Bei der Platzwahl und Ausgestaltung ihrer menschennahen Nester sind unsere gefiederten Freunde überaus kreativ. Wo die einen – vornehmlich Tauben – ihre Eier teils in Blumenkübeln bebrüten, bauen andere – wie etwa die Mehlschwalben – ganze Lehmnester an bzw. unter Dachüberhänge.

🪺 Wo genistet wird, fallen nicht nur Federn – mit dem vermehrten Aufkommen an Nistmaterial und Kot werden Vogelnester an Haus und Balkon nicht selten zum schmutzenden und piepsenden Ärgernis für einige Menschen, dabei bietet so ein hausnahes Bruttreiben in der Regel die einmalige Gelegenheit, den wundervollen und hochinteressanten Entwicklungsprozess vom kleinen Ei zum flüggen Jungtier – aus respektvoller Entfernung – zu beobachten, welcher in der Regel ohnehin nur wenige Wochen in Anspruch nimmt. Zudem ist einem möglichen „Kotproblem“ bei Bedarf mit dem vorsichtigen Anbringen eines sogenannten „Kotbretts“ unterm Nest denkbar simpel beizukommen – dies bietet sich insbesondere bei Schwalbennestern an: 👉 Anleitung Kotbrett\374 (nabu.de)

🪺☝️ Worauf Du zwingend achten solltest, wenn ein (Wild-)Vogel deinen Balkon bzw. deine Hausfassade als Kinderstube auserkoren hat:

Ist das Nest auf dem Balkon oder an anderer hausnaher Stelle erstmal gebaut und bereits mit Eiern bestückt, ist eine eigenmächtige Entfernung von Gesetzes wegen strikt untersagt. Sollte eine Nestentfernung bzw. -Umsiedlung aus Sicherheits- oder sonstigen Gründen unumgänglich sein, ist im Vorgang in jedem Fall eine entsprechende Genehmigung bei der für die jeweilige Stadt bzw. den entsprechenden Landkreis zuständigen Naturschutzbehörde einzuholen – mit dieser ist eingehend Rücksprache zu halten.

🪺❤️ Um das Brutgeschäft an deinem Haus bzw. auf deinem Balkon nicht unnötig zu stören und Eltern- sowie Jungtiere nicht zu verschrecken oder zu irritieren, solltest Du stets die nötige Distanz zum Nest wahren und darauf achten, dass Pflanzenpflege wie Blumengießen und weitere Tätigkeiten nahe der Brutstätte möglichst ruhig und unaufgeregt vonstatten gehen. Auch sollte dein Balkon in dieser Phase möglichst wenig frequentiert werden. Wenn du dich am Anblick der Heranwachsenden und ihrer eifrig fütternden Eltern erfreuen möchtest, tu dies bitte immer aus (für die Tiere) sicherer Entfernung.

🐦 Um weitere, der jeweiligen nistenden Vogelart dienliche Schutz- sowie etwaige Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen, bietet es sich zudem an, mit (Wild-)Vogelexpert:innen in Kontakt zu treten bzw. diese zurate zu ziehen.

➡️ Nisthilfen statt „Wildnisten“: Mit dem Anbringen von artgerechten Nistkästen kannst du gefiederten Freunden stabile Alternativen zum „Wildnisten“ auf Balkon & Co anbieten: 👉 Den perfekten Nistkasten finden? (deutschewildtierstiftung.de)

🪺🏠 Wo moderne Fassaden an Siedlungsgebiete angepassten Wildvögeln kaum noch brauchbare Nistplätze bieten, ist es besonders wichtig, dass wir sie auf unseren Balkonen, in unseren Gärten und an unseren Dächern gewähren lassen.

👉 Was tun, wenn Vögel ein Nest bauen, wo es stört? – [GEO]

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