
Des „flüssigen Goldes“ beraubt – “Massentierhaltung” für Honig


In unserem heutigen Beitrag erfährst du ungeahnte Fakten über die teils grausame Welt der Honigproduktion.


Bienen sind unfassbar wichtig für unsere Umwelt. Sie bestäuben Blumen/Pflanzen und sorgen für ein gesundes Ökosystem. Viele der rund 600 verschiedenen Wildbienenarten, die hierzulande leben, sind bedroht. Doch heute wollen wir uns mit einer ganz speziellen Bienenart auseinandersetzen, der Honigbiene.

Die Honigbiene ist eine der wenigen Bienenarten, welche nicht bedroht ist. Sie lebt natürlicherweise in Baumhöhlen und erzeugt Honig, um u.a. den Winter zu überleben. Leider wird gerade diese Eigenschaft der Honigproduktion oft ausgenutzt.


Honigwaffeln, Halsbonbons – überall ist er drinnen. Doch wo kommt der Honig eigentlich her und wie wird er produziert? Diese Frage stellen sich nur wenige. Der meiste Honig stammt aus China und der Türkei. Dort werden die armen Tiere – ihres “flüssigen Goldes” wegen – im industriellen Stil regelrecht ausgebeutet. 
Viele der fleißigen Insekten leiden unter Krankheiten und Parasiten, wie der Varroamilbe. Auch einige Expert:innen hinterfragen daher mittlerweile die heutzutage praktizierte Bienenhaltung. Die Varroamilben, die aus Asien eingeschleppt wurden, sind zum größten Teil verantwortlich für das (Honig-)Bienensterben. Honigbienen sind in der Lage, sich gegen diese gefährlichen Parasiten zu verteidigen. Die Bienen können die Milben durch Bisse töten. In herkömmlichen Behausungs-Kästen mangelt es ihnen jedoch oft an der nötigen Energie und Zeit, da ihre Hauptaufgabe meist darin besteht, Vorräte anzulegen.

Gewusst
In der Zeidlerei, einem Handwerk aus dem Mittelalter, wurden bspw. Baumstämme ausgehöhlt und als Bienenstöcke genutzt. Die Bienen gedeihen darin viel besser als in den üblichen, viereckigen Kästen, die seit rund 150 Jahren als Bienenbehausungen Verwendung finden. Die Baumstämme bieten den Bienen eine natürliche(re) Umgebung fürs Überleben.
In den eckigen Kästen – in Fachkreisen “Beuten” genannt – sieht es hingegen anders aus: Innerhalb dieser sind die Insekten i.d.R. vermehrt Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Um dennoch ihre Kernwärme erhalten zu können, sind die Bienen nicht selten gezwungen, ein hohes Maß an zusätzlicher Energie aufzuwenden. Zudem haben sie dadurch weniger Zeit für natürliche, essenzielle Verhaltensweisen wie etwa das Eintragen von Nektar, das Fermentieren von Honig und Erholung, was für die Insekten sehr belastend sein kann.

Es gibt noch eine weitere interessante Hilfe für die Bienen: die Bücherskorpione. Diese kleinen Pseudoskorpione leben schon seit Urzeiten mit den Bienen zusammen. Sie ernähren sich von Dingen, die den Bienen schaden könnten. Leider wurde diese Kooperation durch die moderne Imkerei weitgehend verdrängt.

Der Honig, welcher aus Nektar und Pollen hergestellt wird, dient ihnen auch als Futtervorrat in den kalten Wintermonaten. Sie benötigen diesen als Nahrung für sich selbst und ihre Brut. Doch in der Imkerei wird ihnen der Honig i.d.R. weggenommen und durch Zuckerwasser ersetzt, was Auswirkungen auf das Immunsystem und die Lebensdauer der Tiere hat. Es ist wichtig, dass die Bienen genug Honig haben, um gesund und stark zu bleiben, da Zuckerwasser nicht alle Nährstoffe enthält, die der Honig den Bienen bietet.


Lass Bienen ihr “flüssiges Gold” – Alternativen für Honig sind Agavendicksaft, Reissirup, Ahornsirup etc.

Natürlich gibt es auch vegane Varianten wie Wonig, Coconut Nectar, Sweet Freedom UK etc.


Deinen veganen „Honig“ kannst du auch ganz einfach selbst herstellen:
Hier findest du einige Rezeptideen für veganen Honig zum selber machen.
Veganer Honig (Vonig) – selbst gemacht aus Kräutern und Blüten (smarticular.net)
Bitte weitersagen!
Quellen:
➡️Wie weit fliegt ein Bienenvolk für ein Glas Honig? | Bee Careful (bee-careful.com)
➡️Imkerei, Bienenzucht und Honig: Aktuelle Daten zur weltweiten Entwicklung – Statistisches Bundesamt (destatis.de)
➡️Erschöpfte Bienen: Soll ich sie mit Zuckerwasser aufpäppeln? – Tiere und Pflanzen – FOCUS online
➡️Artgerechter Bau für Bienen – W wie Wissen – ARD | Das Erste
➡️ Was wir über Honig gelernt haben und warum machen Bienen Honig? (toffundzuerpel.de)


Nach jahrelangem Leerstand: Kein Tierleid mehr im Schweine-Horror-Hochhaus!

Gegen Ende der 60er Jahre als rund 25 Meter hohes „Prestige-Objekt“ und „moderne Tierhaltung“ praktizierender Vorzeigebetrieb errichtet, verkam das einst in landwirtschaftlichen Kreisen gerühmte Schweine-Hochhaus in Maasdorf (Sachsen-Anhalt) nach Betriebsstilllegung, die u.a. aus investigativ dokumentierten massiven Tierschutzverstößen resultierte – deren Publizierung den schaurigen Betonklotz letztlich als schweinequälendes Skandal-Hochhaus entlarvte, ab 2018 zum verwitterten und vergessenen „Lost Place“. Einer verlassenen Tierqualruine, deren verstaubtes verrottendes Folter-Inventar bis heute an das Leid jener Individuen erinnert, die in diesem Objekt des Grauens jahrzehntelang und zu Tausenden Schmerz, Willkür, Qual und Tod erfuhren.


Systematische Tierquälerei auf sechs Etagen:
Rund 500 „Zucht“sauen nebst deren Abkömmlinge – insgesamt an die 3000 Individuen – seien in der betongrauen Horror-Anlage teils in käfigartigen Stall-Einheiten laufend gehalten und gequält worden. Der Transport bzw. die Umstallung der Tiere innerhalb der vertikalen Zuchtstätte erfolgte mittels Aufzügen. Das Tierleid habe sich dabei keinesfalls auf das ohnehin defizitäre und tierschutzrelevante Haltungskonzept beschränkt: Regelmäßig und nachweislich waren Sauen wie Ferkel Tritten, Misshandlungen und gewaltsamer Tötungen durch Mitarbeitende ausgesetzt. „Du verdammtes Vieh“, schrie ein Arbeiter, bevor er ein kleines Ferkel gewaltsam in eine Kiste schmetterte.“
„Wie katastrophal die Bedingungen teilweise waren, deckten Tierschützer zwischen 2013 und 2018 auf. Der Verein „Deutsches Tierschutzbüro“ veröffentlichte Bildmaterial, auf dem verletzte und kranke Tiere in zu kleinen Käfigen eingepfercht waren. Versteckte Kameras filmten, wie Mitarbeiter Ferkel auf den Boden schlugen, um sie zu töten.“


Nachdem die durch die Betreiber:innen 2018 avisierte Objekt-Sanierung bzw. „Modernisierung“ nicht erfolgte, die vor allem auch in Reaktion auf die geballte gesellschaftliche wie justizielle Skandal-Resonanz zur Debatte stand, liegt das einstige Schweine-Horror-Hochhaus seit nunmehr 5 Jahren brach – und das wird es wohl weiterhin. Denn die – wie jüngst durch das Landesverwaltungsamt bekannt gegeben – mittlerweile erloschene Betriebserlaubnis schließe jegliche Wiederinbetriebnahme der in ihrem Baukonzept europaweit „einzigartigen“ Tierqual-Stätte aus. „Das Schweine-Hochhaus in Maasdorf darf nicht mehr zur Schweinezucht genutzt werden. Die Betriebserlaubnis ist ausgelaufen und das Aus somit besiegelt.“ Die Erhaltung des Gebäudes ausschließlich zu Mahnzwecken wäre wünschenswert.



Das „Schweinehochhaus“ ist – zu unserer großen Freude – somit (hoffentlich) Geschichte. Die Massentierhaltung allerdings nicht: Auch wenn hiesige überdimensionierte Massentier(zucht)anlagen heutzutage nicht (mehr) in die Höhe, sondern zuhauf in die Länge gebaut werden, sind diese, ihr Haltungs- bzw. Produktionskonzept betreffend, keinesfalls weniger tierschutzrelevant und skandalträchtig! Wir fordern ein finales AUS für die gesamte (Massen-)Tierindustrie!


Der industrialisierten Tierquälerei kannst du ein Ende setzen, indem du dem Konsum entsprechender Erzeugnisse abschwörst – GO VEGAN! Denn Mitleid ist zu wenig!

Erfahre MEHR:
Ernährung – ANIMALS UNITED e.V.
Bitte weitersagen!
Quellen:
Aus für Schweine-Hochhaus in Maasdorf: Tierschützer jubeln (mdr.de)
Video: Das Schweinehochhaus bei Köthen – Vom DDR-Stolz zum Tierschutzskandal (volksstimme.de)
Schweinehochhaus – Wikipedia
Das Schweinehochhaus bei Halle – ein Jahr nach dem Skandal – Utopia.de
#WorldCageFreeDay: Zeigt her eure Hände – für ein Ende der europäischen Käfig-Ära!



Ob Sauen in Kastenständen, Kälber in Kälberiglus oder „Lege“hennen, Kaninchen, Wachteln, Enten und Gänse in Käfigen: Zahllose leidensfähige und freiheitsliebende Individuen fristen allein in Deutschland ein durch beengende Gitter limitiertes, qualvolles Dasein in den Untiefen der tierindustriellen Maschinerie. Europaweit betrifft dies rund 300 Millionen Lebewesen!

Mit unserem aktiven Wirken mit und für die Bündnis-Kampagne „End the Cage Age“, welche von „Compassion in World Farming“ initiiert und u.a. von der renommierten Primatenforscherin Dr. Jane Goodall unterstützt wird, kämpfen wir, gemeinsam mit vielen weiteren Tierschutz-/Tierrechtsorganisationen, für ein zeitnahes Ende der tierquälerischen Gitter-Tristesse in der (Intensiv-)Tierhaltung in allen denkbaren Sparten. Im Rahmen unserer gemeinsamen europaweiten Forderung üben wir kontinuierlich Druck auf politische Instanzen aus und nehmen diese, hinsichtlich ihres Tierschutzauftrages, dezidiert in die Verantwortung – nicht zuletzt mit der kampagnenbegleitenden Europäischen Bürgerinitiative (EBI), im Zuge welcher sich 1,4 Millionen EU-Bürger:innen mit ihrer Unterschrift für ein Ende der unsäglichen Käfig-Ära positioniert haben: 👉Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ (europa.eu)
Bündnis-Kampagne „End the Cage Age“:
https://www.endthecageage.eu/en/

Damit die Ausstiegspläne, welche die EU-Kommission 2021 in Reaktion auf den EBI-Erfolg avisiert hat, ambitioniert und konsequent in die Realität umgesetzt werden, und diese zeitnah den Vorschlag zur Überarbeitung der Tierschutzgesetzgebung vorlegt, gilt es, weiterhin kontinuierliche Forderungspräsenz zu zeigen – für ein käfigfreies Europa!

Hoch die Hände für ein Käfig-Ende – Nutze zum heutigen „World Cage Free Day“ mit uns gemeinsam Social Media als gittersprengenden „Bolzenschneider“:
Schnapp dir einen schwarzen Stift und zeichne das „END THE CAGE AGE“-Emblem auf deine Handfläche (Siehe Bild). Mach ein Foto von dir damit und poste dieses HEUTE auf deinen Social Media-Kanälen (Facebook, Insta, Twitter/X) mit den Hashtags #endthecageage und #stopthesuffering – und stelle deinen Post in den Privatsphäre-Einstellungen auf „öffentlich“. Tagge – wenn du möchtest – gerne auch uns, damit wir deine Hand ggf. reposten können.
Damit du mit deiner Message auf Twitter (X) die richtigen Adressaten erreichst, solltest du diese textuell in deinem Post taggen: @vonderleyen, @marossefcovic, @vdombrovskis, @pvankemseke, @skyriakidesEU, @jwojc
Los geht’s!
Fordere auch all deine Freund:innen dazu auf, es dir gleichzutun, und Social Media heute ebenfalls für die („Nutz“-)Tiere mit Emblem-Hand-Fotos und # zu fluten.


Wir freuen uns darauf, heute zahlreiche Hände zu sehen – für ein Ende der europäischen Käfig-Ära und für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!
Bitte weitersagen!
Daunen – wie Gänse und und Enten für unseren Komfort bezahlen
Hinter so mancher wolkig weicher Bettdecke verbirgt sich eine recht unbequeme Wahrheit. Denn damit wir es mollig warm haben, müssen Gänse und Enten teuer bezahlen.
Was sind Daunen überhaupt? Wir unterscheiden zwischen zwei Arten der Feder – Konturfedern und Unterfedern. Die Unterfedern sind das, was wir als Daunen bezeichnen. Sie haben einen kürzeren Kiel, ihre Ästchen verhaken sich nicht ineinander, bleiben dadurch elastisch und weich. So entstehen Hohlräume zwischen den Ästchen, die als Isolator fungieren. Daunen sind demnach vor allem in Bettdecken, Kissen, Schlafsäcken sowie Outdoor- und Winterkleidung zu finden. Um an diese Federn zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Den Lebendrupf und den Rupf nach der Tötung.
Der Lebendrupf bei Gänsen ist in der EU gesetzlich verboten. Es gibt jedoch ein Schlupfloch: die Mauser. In dieser Zeit lösen sich die Federn von selbst ab und den Betrieben dürfen, die Federn “abzubürsten“. Diese Prozedur ist sehr schmerzhaft für die Gänse. Zum einen sind sie nie alle gleichzeitig in der Mauser. Hinzu kommt, dass ihnen oft Knochen gebrochen werden oder sie Fleischwunden erleiden. Häufig werden diese ohne Betäubung wieder zusammengenäht. Leider gewinnen die Daunen der lebend gerupften Tiere an „Qualität“, je häufiger das Tier seiner Federn beraubt wird und bringen damit das meiste Geld.
Die meisten Daunen stammen jedoch aus der Massentierhaltung von Enten. Dort haben die Wasservögel keinen Zugang zu Wasserstellen oder Tageslicht. Durch ihr unnatürliches Gewicht stürzen viele und werden von ihren Artgenossen totgetrampelt. Die Stopfleberproduktion ist ähnlich grausam. Den Gänsen wird gewaltsam ein Rohr in den Hals gerammt, sie leben in winzigen Einzelkäfigen oder Käfigbatterien und für Krankheitserreger sind diese Orte ein wahres Paradies.

Auch die Umwelt leidet. Denn die Massentierhaltung verbraucht Unmengen an Lebensmitteln. Grund sind vor allem der räuberische Anbau und der Transport. Außerdem werden Daunen häufig mit Teflon beschichtet, um ihrer Anfälligkeit gegenüber Feuchte vorzubeugen. Somit wird neuer Sondermüll produziert – wir haben ja noch nicht genug davon.
Anstatt also Daunenprodukte zu kaufen sollten wir auf Alternativen aus Naturstoffen, wie Baumwolle, Kapok und Hanf oder Kunstfasern, wie Polyester, Acryl, Viskose sowie Lyocell zurückgreifen.
Quellen:
DAUNEN | soko (soko-tierschutz.org)
Wo unsere Daunendecken herkommen – quarks.de


Grillenpulver und Käferpaste: Massentierhaltung im Kleinformat

Seit Tagen schon krabbeln Insekten wie die Hausgrille (Acheta domesticus) und der Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) durch die Medien und sorgen bei vielen für Ekel – jene Tierchen, welche ab Januar laut EU-Verordnung in vornehmlich pulverisierter Form und limitierter Menge allerlei Lebensmittel-Erzeugnissen beigemischt werden dürfen, um diese mit Nährstoffen und Proteinen anzureichern.
Sie seien das „Essen der Zukunft“: Seit 2021 ist vermehrt Insektenhaltiges in den Geschäften der EU zu finden – das Angebot, welches sich bislang weitestgehend auf Mehlwürmer und Europäische Wanderheuschrecken in Form von „Insektenburger“ oder „Insekten-Snacks“ beschränkte, werde nun durch Grille und Käfer erweitert – insbesondere Letztere müssen Verbraucher:innen im Kleingedruckten der Zutatenverzeichnisse ihrer präferierten Produkte explizit erlesen: Wo „teilweise entfettetes Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille)“ und „gefrorene Larven/Paste aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)“ oder „getrocknete Larven/Pulver aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)“ o.ä. draufsteht, ist Insekt drin.


Fleischersatz, Pizza und Getreideriegel: Bei welchen Produkten du die Zutatenliste künftig genauer studieren solltest, bevor du diese in deinen Einkaufskorb legst, erfährst du u.a. hier:
Neue Insekten in Lebensmitteln zugelassen – worauf Sie jetzt achten müssen – FOCUS online
Zur Deklaration von insektenhaltigen „Fleischanalogen“ versichert Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg: „Solche Produkte dürfen dann nicht mehr als „vegan“ gekennzeichnet werden, da sie damit natürlich tierische Inhaltsstoffe enthalten.“ Nicht nur für uns Veganer:innen, auch für Allergiker:innen ist künftig vermehrt Achtung geboten.

Als „Nahrungsmittel“ werden Insekten weltweit ihres hohen Gehaltes an Mineralstoffen, Spurenelementen und Proteinen wegen geschätzt – bei etwa einem Viertel der Weltbevölkerung würden sie regelmäßig auf dem Teller landen. „Einige Heuschrecken enthalten zum Beispiel mehr als doppelt so viel Eiweiß wie Rinder- oder Hühnerfleisch“. Ihre Produktion ist weniger platz- und kostenintensiv, und gilt als ergiebiger und wesentlich umwelt- und klimaschonender als die Haltung und Verarbeitung von fleischliefernden „Nutz“tieren. In Sorge im die globale Nahrungssicherheit, die insbesondere angesichts des primär ursächlichen Fleischkonsums wächst, werden Insekten als künftiger „massentauglicher Ersatz zu Fleisch und Fisch“ und als „Proteinquelle der Zukunft“ erprobt und beworben. Schon allein in Anbetracht der ethischen Verwerflichkeit, ist dieses Konzept aus unserer Sicht ebenso wenig zukunftsfähig, wie die gegenwärtige systemische Ausbeutung von leidensfähigen Geschöpfen wie etwa Hühnern, Schweinen und Rindern.

Massentierhaltung im Kleinformat: Wo ein Großteil der „Speiseinsekten“ aus dem südostasiatischen Raum oder Kanada importiert wird, entstehen auch in Europa immer mehr Insektenfarmen – so findet man diese zum Beispiel in Spanien, den Niederlanden und in Deutschland – hierzulande gelten Insekten bislang noch als so genanntes „Novel Food“ (neuartige Lebensmittel).
Insekten in Lebensmitteln jetzt in der EU zugelassen – [GEO]
Die in Europa als beigemengtes „Insektenmehl“ oder „Insektenburger“ erhältlichen Krabbeltierchen stammen meist aus „industriellen Produktionssystemen“, welche täglich tonnenweise Individuen „produzieren“ würden, die i.d.R. kistenweise gehalten und gezüchtet werden. Insekten wie Grillen und Heuschrecken stellen, anders als oft vermutet, durchaus hohe Ansprüche an ihre Lebensumgebung – so müssen etwa „Lichtverhältnisse“, „Luftfeuchtigkeit“ und Temperatur an die jeweilige Art angepasst werden. Haben die Tiere die gewünschte Größe bzw. das gewünschte Entwicklungsstadium erreicht, werden sie meist mittels Kälte- oder Hitzeeinfluss getötet, und anschließend in die gewünschte Form getrocknet, vermahlen oder aber zu einer Art „Paste“ verarbeitet. Spezifische „Haltungsvorschriften“ für Insekten würden in Deutschland bislang nicht existieren – diese sind für die Gewährleistung des Tierwohls aber unentbehrlich.
Insekten- BZfE
EU lässt weitere Krabbeltiere zu: Welche Insekten dürfen im Essen landen? – n-tv.de

Tierleid durch Tierleid ersetzen?!? – Auch Insekten sind wahrscheinlich schmerzempfindsam und verfügen über ungeahnte kognitive Fähigkeiten: Im Rahmen einer Studie sind Forschende, anhand der Analysierung von nozizeptiven Vorgängen, zu der Erkenntnis gekommen, dass Insekten, insbesondere in Folge von Verletzungen, möglicherweise Schmerzen empfinden:
Neue Studie: Insekten können wahrscheinlich Schmerzen empfinden (tierchenwelt.de)
Absteigende Kontrolle der Nozizeption bei Insekten? | Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences (royalsocietypublishing.org)


Dass für die Lebensmittelindustrie gezüchtete und getötete Insekten leiden, kann nicht ausgeschlossen werden – die Massenproduktion der Tierchen ist daher zwingend auch in einem ethischen Kontext zu betrachten und zu problematisieren.

Genieße insekten- und tierleidfrei – GO VEGAN!
Rein pflanzliche Eiweißquellen findest du z.B. HIER:
Die besten veganen Eiweißquellen | EAT SMARTER