Vor Kurzem erst sind einige neue Fellnasen im Tierheim Gyula in Ungarn angekommen.
Wir unterstützen das Tierheim schon seit einiger Zeit.
Neben den Neuzugängen gibt es noch einige Alteingesessene, die die Hoffnung auf ein Für-Immer-Zuhause noch nicht aufgegeben haben.
Schau doch mal auf der Website des Tierheims vorbei und erfahre mehr. Dort findest du viele Informationen zur Arbeit für und mit den Fellnasen und erfährst, wie du helfen kannst. Viel Spaß beim Entdecken!
Drohende Unterkühlung: Lass „deinen“ Hund bei Winterkälte nicht im Auto!
Nicht nur brütende Sommerhitze – auch eisige Winterkälte birgt gesundheitliche bzw. potenziell tödliche Gefahren für bspw. in Autos zurückgelassene Vierbeiner: Bei Temperaturen um/unter Null Grad ist daher maximale Vorsicht geboten.
Auch wenn es mancherorts zeitweise langsam etwas milder wird: Noch bäumt sich der Winter immer wieder mit vorherrschenden Minusgraden, Glatteis und Schneetreiben auf. Nicht umsonst gilt der Januar als der (durchschnittlich) kälteste Monat überhaupt. Wo bei sommerlichen Temperaturen im stickigen Auto der Hitzetod droht, können zurückgelassene Hunde jeder Größe und Rasse bei frostiger Kälte eine Unterkühlung (Hypothermie) erleiden, die in einem Notfall münden und zeitnaher tierärztlicher Intervention bedürfen kann. Wie schnell die Winterkälte ins Innere eines (vorgeheizten) geparkten Autos dringt, wird gerne unterschätzt – zum Leidwesen vieler Vierbeiner.
Auch das dichteste, längste Fell sowie eine stattliche Größe sind keinesfalls ein Garant für eine konstante, unbedenkliche Körpertemperatur bei winterlichem Verbleib im Auto: Rasseunabhängig sind wartende und frierende Fellnasen nicht vor drohender Unterkühlung gefeit. Kleinere Hunde kühlen dabei noch schneller aus als größere. Auch gesundheitlich (vor-)belastete, alte, sehr junge, dünnfellige sowie schmächtige Tiere sind meist besonders kälteanfällig. Sinkt die Temperatur eines Hundes auf unter 37,7°C, ist dieser i.d.R. unterkühlt bzw. hypotherm. Ab einer Körpertemperatur von unter 33°C schwinden die Überlebenschancen – es droht akute Lebensgefahr, welche eine umgehende tierärztliche/tierklinische Konsultation unumgänglich macht.
Eine an den jeweiligen Hund sowie die Außentemperatur angepasste zeitliche Limitierung, laufende Standheizung und/oder wärmende Kuscheldecke kann das Unterkühlungs-Risiko zwar minimieren – auf Nummer Sicher gehst du, wenn du „deinen“ Hund / „deine“ Hunde bei eisiger (Winter-)Kälte erst gar nicht (allein) im Auto lässt. Und aufgepasst! – Ein präventives Hochdrehen der Heizung vor Abstellen des Wagens kann die Unterkühlungsgefahr sogar maximieren, aufgrund des dadurch maximierten Temperaturunterschiedes binnen kurzer Zeit.
Nicht nur die Warterei im (abgestellten) Auto lässt viele Fellnasen dieser Tage vermehrt frieren, auch beim ausgedehnten Gassigang oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten bei klirrender Kälte ist so mancher Hund schnell untertemperiert. Ein vehementes Ziehen an der Leine, gezieltes Heimwärtsdrängen und/oder das Aufsuchen von schnee- oder regenfreien Plätzen ist meist ein deutliches Zeichen für kältebedingtes Unwohlsein. Spätestens wenn „dein“ Hund sich in seiner Haltung verkrampft, er ermüdet wirkt, sein Fell sich sträubt und er zittert und/oder winselt, solltest du umgehend (wärmend) reagieren.
Hypothermie-Symptome richtig deuten – woran du erkennst, dass (d)ein Hund akut unterkühlt ist:
„Gesträubtes Fell, um Wärme zu speichern.
Müdigkeit, Schwäche und Muskelsteifheit.
Blasse, bläuliche Maulschleimhaut.
Eiskalte Extremitäten (Ohren, Pfoten, Rute).
Niedrige Körpertemperatur (unter 37,7°C).
Schwacher Puls und erhöhte Herzfrequenz (über 120-180 Schläge pro Minute).
Starkes, ununterbrochenes Zittern am ganzen Körper.“
ACHTUNG: Ist die Unterkühlung bereits fortgeschritten, kann es passieren, dass das Zittern, trotz weiteren Kälteeinflusses, nachlässt. KEINE Entwarnung – hier kann nach wie vor Lebensgefahr bestehen!
Ist „dein“ Hund unterkühlt, solltest du diesen sofort ins Warme bringen, deine:n Tierärztin/Tierarzt kontaktieren und ggf. umgehend die nötigen Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten – welche Maßnahmen bei einer Hypothermie von Nöten sind und wie du diese umsetzen musst, erfährst du hier: ERSTE HILFE BEIM HUND – Unterkühlung (erste-hilfe-beim-hund.de)
WICHTIG: Flöße dem unterkühlten Tier keinesfalls Flüssigkeiten unter Zwang ein! Setze den Hund keiner direkten Wärmequelle wie etwa einer Heizung aus!
Einer Hypothermie vorbeugen kannst du, indem du die Gassigang-Einheiten an eisigen Tagen möglichst kurz hältst (dafür ggf. öfter gehen), dafür Sorge trägst, dass „dein“ Vierbeiner nicht in Gewässer hüpft, „dein“ Tier – falls nötig – mit wärmender Funktions-„Kleidung“ ausstattest, und – ganz wichtig: Hunde bei Winterkälte nicht im Auto lässt.
Halte insbesondere bei Minusgraden auch Ausschau nach sich in Autos bzw. Unterkühlungsgefahr befindlichen (Fremd-)Hunden – suche den/die Besitzer:in auf und kontaktiere im Ernstfall ggf. die Polizei.
Die verachtenswerte „Tradition“ des Verzehrs von Hundefleisch reicht in Südkorea weit zurück und sieht sich – in Anbetracht des immanenten unvorstellbaren Tierleids – zunehmend mit kritischen Stimmen Tierschützender konfrontiert. Stimmen, die in der Regierungsriege zu unserer großen Freude jüngst Gehör gefunden haben.
Hauptgegenstand des Protestes aktivistisch Agierender seien vor allem die qualvolle Haltung sowie die barbarischen Schlachtmethoden – bis zu eine Million Hunde im Jahr werden in Südkorea i.d.R. mittels Stromschlag oder Erhängen getötet, nachdem diese minderversorgt ein leidvolles Dasein in dunklen, trostlosen Hundefarm-Gitterverschlägen gefristet haben. Ihr Fleisch wird meist als blutige „Delikatesse“ in Restaurants des ganzen Landes verbracht. Vor allem urbanen Regionen sei der Appetit auf Hunde-Qualfleisch mittlerweile jedoch weitestgehend vergangen.
In einem neuen Beschluss untersagt die parlamentarische Instanz Südkoreas mit Billigung eines gesetzlichen Sonderpostens unter Androhung von strafrechtlichen Konsequenzen künftig sowohl die Zucht, das Schlachten, als auch den Vertrieb von Hunden bzw. deren Fleisch zum „menschlichen Verzehr“, wobei diese Produzierenden wie Handelnden eine „Übergangszeit“ von drei Jahren einräumt. Das gesetzliche Novum bzw. Verbot erfahre vor allem seitens des Präsidenten und „Haus“tierliebhabers Yoon Suk Yeol Zuspruch, und sehe für Verstöße horrende Bußgeld- sowie Gefängnisstrafen vor. Akteur:innen der Südkoreanischen Hundefleisch-Branche würden sich, angesichts des künftigen Verkaufsverbotes, ihrer beruflichen Freiheit beraubt sehen und mit Widerstand drohen.
Tierschützende wie etwa die koreanische Geschäftsführerin der „Humane Society International“ begrüßen den tierschutzforcierenden Beschluss etwa mit den Worten: „“Ich bin überglücklich, dass Südkorea nun dieses traurige Kapitel seiner Geschichte schließt und eine hundefreundliche Zukunft einleitet“ – wir pflichten vollumfänglich bei, auch wenn die geplante dreijährige „Übergangszeit“, welche dem Inkrafttreten der gesetzlichen Neuerung vorangeht, unsere Freude trübt.
Wo Südkorea dem weltweit zurecht verteufelten Verzehr von Hundefleisch einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben plant, geht das millionenfache systematische Produzieren, Ausbeuten, Morden und Verkonsumieren von so genannten „Nutz“tieren, mangels widerständiger Lobby und kollektiver Empathie, weltweit unbehelligt und unaufhörlich weiter. Rund 200 Millionen „Nutz“-Individuen, darunter Schweine, Rinder und Hühner, erfahren allein in Deutschland jährlich (industrialisierte) Monotonie, Trostlosigkeit, Zwang, Beengtheit und Gewalt, um unnötigerweise Tassen und Teller zu füllen oder Fell bzw. Wolle für menschliche Kleidung zu geben.
Hier gilt es, fehlerhafte konditionierte Ansinnen aufzuzeigen, für Gleichwertigkeit in Emotions- und Leidensfähigkeit zu sensibilisieren und kulturell verankerte, speziesistische Manifeste zu korrigieren und ethisch zu überschreiben – Für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!
Streue auch du den veganen Gedanken, der dem Mitgefühl für ALLE LEBEWESEN entspringt.
Mit der nahenden Adventszeit füllen sich zusehends die Wunschzettel: Insbesondere Kinder gestalten diese oft mit der Hoffnung auf ein „tierisches Weihnachtsgeschenk“ – einen schleifentragenden Welpen, ein schnurrendes Kätzchen, ein süßes Kaninchen oder einen knuffigen Hamster…
In ihrer Funktion als großzügiges „Christkind“ scheuen viele Eltern weder Kosten noch Mühen, um ihren Kindern derartige, meist einer fixen Idee entsprungene Wünsche zu erfüllen – und blenden beim Blick in die vorfreudig strahlenden Augen ihrer Kleinen nicht selten aus, dass Tiere keine kurzlebigen „Konsumgüter“, sondern komplexe Lebewesen mit individuellen Bedürfnissen sind, derer man weit über den Weihnachtsabend hinaus höchst verantwortungsvoll begegnen und gerecht werden muss.
Ist die Schleife erstmal abgenommen und der weihnachtliche Zauber nebst anfänglicher Euphorie verflogen, ist auch der Gang ins nächste Tierheim meist schnell angetreten – insbesondere nach den Feiertagen sehen sich viele ohnehin überlastete deutsche Tierheime oft mit einer regelrechten Abgabeflut konfrontiert. Beginnt das „tierische Weihnachtsgeschenk“ nämlich „unbequem“ zu werden, weil es Aufmerksamkeit, einen sauberen Stall, regelmäßige Gassigänge oder tierärztliche Versorgung einfordert, einfach „mieft“, die neue Couch zerkratzt oder gar die Familien-Urlaubspläne „konterkariert“, sind es vor allem die Beschenkten, die dieser oft und schnell überdrüssig werden – und sich ihrer folglich entledigen wollen.
Wo „Haus“tiere aller Art aus einer Weihnachtslaune heraus angeschafft werden, mangelt es, aufgrund von falscher Beratung oder schlichtem Desinteresse, nicht selten an der nötigen, artspezifischen Haltungs- und Pflegekenntnis. Oft werden die „tierischen Geschenke“ über dubiose, vor allem dem illegalen Welpenhandel dienliche Online-Plattformen erworben, welche u.a. billige „Rassenware“ offerieren, die – vornehmlich im Ausland – unter skandalösen und grausamsten Bedingungen in Massen „produziert“ wird, um anschließend mutterlos, meist todkrank und mit gefälschten Papieren an abgelegenen Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus verschachert zu werden. Statt „Welpenspaß“ unterm Weihnachtsbaum warten auf Käufer:innen derart qualvermehrter Tiere vor allem horrende Tierarztrechnungen, während die Welpen oft an ihren zuchtinduzierten Leiden elendig zu sterben drohen. Rund 292 Fälle von illegalem Handel mit mindestens 1230 betroffenen Tieren seien hierzulande allein im Jahr 2022 offiziell dokumentiert worden – „die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen.“ Auch der Kleintier- bzw. Exoten-Bezug aus dem Zoofachhandel ist unweigerlich und grundsätzlich mit der Förderung perfider tierleiderzeugender Zucht- und Handelsstrukturen verbunden – und geht zudem oft mit defizitärer da meist primär verkaufsdienlicher Beratung hinsichtlich „artgerechter“ Pflege und Haltung einher. Ebenso sollte während des Weihnachtstrubels von der Aufnahme eines Tierheim-Tieres möglichst abgesehen werden – dass die Eingewöhnung in ein neues Zuhause immer mit der nötigen Ruhe und Achtsamkeit vonstatten gehen sollte, ist selbsterklärend.
Tiere, die unterm Weihnachtsbaum landen, sind/werden oft unglückliche Tiere. Die Anschaffung eines Lebewesens bedarf ausnahmslos reiflicher Überlegungen und langfristiger Entscheidungen, wie sie nicht zwischen Weihnachtskugeln und Lametta getroffen werden können und sollten. Unter Einbezug aller Familienmitglieder ist die Adoption eines Tieres eingehend und fernab von Weihnachtshektik zu planen – die Vorab-Aneignung von Fachkenntnis die artgerechte Haltung und Pflege betreffend, ist obligatorisch. Niemals sollten (Klein-)Kinder dabei völlig allein mit der Versorgung eines Tieres betraut werden.
Wer kümmert sich? Ist der nötige Platz vorhanden? Wer versorgt das Tier im Urlaubsfall? Wer säubert das Gehege? Wer leert das Katzenklo? Wer geht täglich Gassi? Können anfallende tierärztliche Kosten getragen werden? – Fragen, die es – neben vieler weiterer – vor der verantwortungsvollen Adoption eines tierischen Mitbewohners zwingend zu behandeln und zu beantworten gilt.
Tier-Erlebnisse schenken, statt Tiere: Zum Beispiel im Rahmen eines Tierheim-Besuches können Erwachsene wie Kinder unverbindlich Kontakte zu möglicherweise zukünftigen bellenden, maunzenden oder fiepsenden Familienmitgliedern knüpfen, und diesen – mit bedarfsangepassten (Sach-)Spenden – in Absprache mit dem jeweiligen Tierheim, zeitgleich eine kleine Weihnachtsfreude bereiten.
Terraristik & Exotenhaltung: Tierleid im Glaskasten
Hund und Katze reichen längst nicht mehr: Was die „Heim“tierhaltung betrifft, kann es vielen Menschen hierzulande gar nicht exotisch genug sein. Eingeglaste Mikro-Dschungel oder -Wüsten in Form von größeren und kleineren Terrarien füllen teilweise Keller, Hobbyräume und/oder Wohnzimmer und bilden in manchen Fällen ganze „Heimzoos“. Meist üppig bepflanzt, hell ausgeleuchtet, eingestreut und dekorativ ausgekleidet, sollen sie dem trauten Heim Exotik einhauchen und – je nach Optik, „Seltenheitswert“ und Gefährlichkeitsgrad des „tierischen Besatzes“ – für Faszination und/oder Nervenkitzel sorgen.
Vor allem teilweise aus aller Welt stammende terrestrische (landbewohnende) Tiere wie Reptilien, so etwa Schlangen und Bartagamen, Amphibien wie bspw. Frösche und Unken, Wirbellose wie Vogelspinnen und Skorpione sowie (exotische) Kleinsäuger wie etwa Gerbils, fristen oft ein trostloses artwidriges Dasein hinter (Plexi-)Glas. Allesamt hochkomplexe, hinsichtlich ihrer Habitatsbedingungen anspruchsvolle und leidensfähige Geschöpfe, welche, ihres Ursprungs entsprechend, exakt an sie angepasste klimatische Bedingungen sowie adäquate Luftfeuchtigkeit, Futtermittel und Bodenbeschaffenheit benötigen, um ein artgerechtes und gesundes Leben führen zu können. Ein Leben, wie es ihnen innerhalb eines Terrariums i.d.R. verwehrt bleibt und resultierend oft von Leidensdruck geprägt ist. Vielen Exotenhaltenden mangelt es, aufgrund von Nachlässigkeit oder schlichtem Desinteresse, an nötiger Fachkenntnis, was die Verpflegung sowie den korrekten artspezifischen Umgang mit den empfindsamen Geschöpfen betrifft. Anders als domestizierte Tiere, können Exoten wie Reptilien menschlicher Nähe und „Zuneigung“ zudem i.d.R. nichts abgewinnen – vielmehr können die Tiere massiven Stress erleiden, wenn sie betatscht oder auf den Arm genommen werden und sich infolge physisch bedrängt oder gar bedroht sehen – Exoten sind keine „Streicheltiere“!
Längst ist die Terraristik – als kostenintensive Haltungsform – zu einer beachtlichen Wirtschaftssparte erwachsen, die nicht nur von der Veräußerung der Behältnisse selbst, zugehöriger Gerätschaften und Ausstattungselemente profitiert, sondern vor allem auch mit dem Handel der terrarienbewohnenden Exoten großen Reibach macht. Wo die Nachfrage stetig steigt und die Nachzucht verschiedener Arten mit hohem finanziellen Aufwand und vielen Schwierigkeiten verbunden ist, werden nicht selten auch Wildfänge zum Verkauf angeboten, die ihrer natürlichen Umgebung zuvor gewaltsam entrissen wurden, in welcher sie als unverzichtbare Öko-Akteure fungiert und ein Leben fernab von (plexi)gläsernen Barrieren geführt haben. Nicht alle raren Exoten genießen internationalen Schutzstatus – oft ist dieser national beschränkt und spielt dem globalen Handel mit gefährdeten Arten somit in die Karten. Insbesondere extrem seltene und daher teils noch unentdeckte Arten sind von internationalen „Handelsregulierungen“ i.d.R. ausgenommen und können daher zur leichten Beute für kriminelle Händler:innen und perfide profitorientierte Strukturen werden – darunter vor allem Reptilien und Amphibien, wie sie von fernen Ländern aus nach Europa geschmuggelt, um letztlich, nebst Nachzuchten, in Zoohandlungen oder auf entsprechenden Messen – wie etwa der weltgrößten „Börse für Terrarientiere“ – der „Terraristika“ in Hamm – als in winzige Plastikboxen gesperrte „Wühltischware“ offeriert zu werden, während die Bestände in ihren Ursprungsländern meist zusehends schwinden. Viele Tiere überleben die Transportstrapazen nicht – und gehen, mangels hinreichender Versorgung oder aufgrund von Verletzungen und/oder Stresseinwirkung elendig zugrunde, noch bevor sie in den Handel gelangen.
Ein nicht minder grausames und ebenso tierleidförderndes Parallel-Geschäft stellt die Zucht sowie die Veräußerung von so genannten „Futtertieren“ dar, welche „Terrarien“-Tieren i.d.R. lebendig zum Fraß vorgeworfen werden. Heuschrecken, Grillen u.a. werden zuhauf in kleine Behältnisse gepfercht, wo sie meist ohne ausreichend Bewegung und Futter dahinhinvegetieren und nicht selten verenden. Als „Schlangenfutter“ gezüchtete und gehandelte Mäuse und Ratten ereilt oft ein ähnlich qualvolles, tierschutzwidriges Schicksal.
Terraristik bzw. Exotenhaltung bedeutet i.d.R. Tierleid hinter (Plexi-)Glas, fördert Naturplünderung, gefährdet den globalen Artenschutz und sollte konsequent aus (deutschen) Haushalten verbannt werden! – Wir fordern dahingehend ein dezidiertes Ausstellungs- sowie Handelsverbot!
Die beste Hamsterhaltung ist möglichst artgerecht, aber was bedeutet das eigentlich? Grundsätzlich sollte man sich am Ursprung des Tieres orientieren – also woher die Art kommt und wie deren Bedürfnisse aussehen.
Hamster haben mit ihren anderthalb bis drei Jahren eine recht kurze Lebenserwartung. Du solltest sie daher gut im Auge behalten. Auch weil sie als „Beutetiere“ Schmerz und Erkrankung vergleichsweise spät anzeigen. Daher sind regelmäßige Stuhlgang- und Gewichtskontrollen sowie eine tierärztliche Untersuchung jedes halbe Jahr unerlässlich.
In der Regel sind Hamster Einzelgänger. Es kann Ausnahmen geben, aber nur unter sehr speziellen Umständen. Werden sie dennoch in Paaren oder Gruppen gehalten, kommt es leicht zu Verletzungen oder Tod.
Außerdem sind die Tiere nacht- und dämmerungsaktiv. Werden sie am Tag gestört, löst das Stress aus. Achte also auf ihre “Nachtruhe”.
Das Gehege spielt eine entscheidende Rolle, wenn es “deinem” Nager so richtig gut gehen soll. Offiziell empfohlen ist ein Gehege von mindestens 100x50x50cm. Generell gilt aber: je größer desto besser. Leider werden im Verkauf oft kleinere Größen angeboten – also aufgepasst. Terrarien oder Aquarien bzw. sogenannte Nagarien (wichtig sind dabei Höhe und gute Belüftung) eignen sich ebenfalls als neues Heim. Gitter sind allgemein ein Tabu. Wer Platz hat, kann den Kleintieren noch einen sicheren Auslaufbereich zur Verfügung stellen, um ihren hohen Bewegungsdrang auch vollends auszulasten.
Das Gehegeinventar sollte generell aus unbehandeltem Holz bestehen. Dazu gehören: mind. 3 Verstecke, Sandbad, Laufrad (groß genug, dass sich der Rücken nicht biegt – sprich ein Durchmesser von 20-28 cm bei Zwerg- und Mittelhamster. Manche fordern aber auch ein Mindestmaß von 25 cm Durchmesser.) Mehrkammerhaus, stets saubere Tränke und Näpfe sowie genug Streu.
Bei der Ernährung gibt es Einiges zu beachten. Oft führt eine falsche Ernährung zu Krankheit oder frühem Tod des Hamsters. Diabetes ist beispielsweise ein häufiges Problem, da viele Hamster überfüttert werden.
Hamster brauchen täglich frisches Wasser, Saftfutter und Körnerfutter. Das Körnerfutter sollte mit 1 – 2 TL, je nach Hamstergröße, die Hauptnahrung sein. Das Saftfutter sollte möglichst klein geschnitten werden, wobei der Gemüseanteil den Obstanteil überwiegt. Kräuter, Blätter und Blüten in getrockneter oder frischer Form sind sehr willkommen. Hinzu kommt 2 – 3 x pro Woche eine Proteinquelle. Auf Trockenfrüchte und “bunte” Leckerchen (Knabberstangen, Joghurtdrops,…) ist zu verzichten, da sie sehr kalorien- und zuckerreich sind.
Für ein Nagetier, wie den Hamster, ist das Nagematerial unverzichtbar. Die Zähne dieser Tiere wachsen im Laufe ihres Lebens immer weiter und können bei mangelnder Abnutzung – durch zum Beispiel Nagematerial – zu Verletzungen führen.
Ein wichtiger Punkt sind Unverträglichkeiten, denn je nach Art des Hamsters variieren diese. Daher sollte man sich vorab genauestens darüber informieren. Beispielsweise sind Steinobst, exotische Früchte, Rettich, Radieschen, Klee und Kohlarten sowie Einiges mehr vom Speiseplan zu streichen.
Wie bei allen anderen “Haus”tieren, ist die Adoption eines Hamsters aus dem Tierheim bzw. dem Tierschutz einem Neukauf immer vorzuziehen. Auch sollte dir stets bewusst sein, dass Kleinnager wie Hamster keine “Kuscheltiere”, sondern sensible Individuen mit arteigenen Bedürfnissen und Präferenzen sind, mit deren Haltung und Pflege vor allem Kinder nicht alleine betraut werden sollten.
Viele Eltern meinen, ein Hamster sei das ideale Geschenk bzw. “Haus”tier für ihr Kind. Er ist klein, braucht nicht viel Platz und hat eine kürzere Lebenserwartung als Hund oder Katze. Leider werden die Hamster oft falsch gehalten.
Hamster haben ein großes Bewegungsbedürfnis. Ein Gehege sollte daher nicht zu klein sein. Das Gehege für einen Goldhamster beispielsweise sollte mindestens einen qm groß sein. Ist dieses zu klein, kann es zu Verhaltensstörungen kommen.
Ebenfalls häufige Fehler sind das zu kleine Hamsterrad, das Halten im Gitterkäfig (Sturzgefahr) oder das Zusammenhalten mit einer Katze. Ein Hamsterrad, das zu klein ist, schadet der Wirbelsäule und bei Gitterkäfigen besteht eine hohe Sturzgefahr, da die Tiere begeisterte Kletterer sind. Warum die Kleintiere sich nicht mit Katzen vertragen, ist vermutlich selbsterklärend. Hinzu kommt, dass Hamster nachtaktiv und damit für die meisten Kinder höchst ungeeignet sind. Denn eine Störung am Tage löst extrem viel Stress bei ihnen aus und in der Nacht ist für die Kinder Schlafenszeit.
Aufgrund ihrer Größe und dem niedlichen Aussehen werden die Nager unterschätzt und ihre Bedürfnisse oft nicht ernst genommen.
Auf Social Media findet man Videos, in denen Hamster wie Puppen zum “Tanzen” gebracht werden. Sie werden durch absurde Labyrinthe gejagt und den Zuschauer:innen ist beim Ansehen überhaupt nicht klar, welche Methoden verwendet werden oder unter welchem Stress die Tiere stehen. Stattdessen feiern sie die Zurschaustellung der süßen Tiere.
Besonders perfide ist der “How did your Hamster die”-Trend auf TikTok. Bei diesem Trend erzählen die Leute begeistert und zur Belustigung der anderen, wie ihr Hamster gestorben ist. Zum Beispiel: “mein Bruder hat meinen Hamster mit dem Staubsauger eingesaugt” oder “Als Kind habe ich meinen Hamster die Treppe runtergeworfen, weil ich dachte er wäre ein Flughörnchen“.
Um die Hamster indirekt vor dem Trend im Netz zu schützen, hilft es schon, nicht auf das Video zu klicken, gleich weiter zu scrollen, so wenig wie möglich damit zu interagieren und es bei der Plattform zu melden. Eines sollte klar sein: Tiere sind keine Spielzeuge und sollten Kindern nicht ohne hinreichende Aufsicht, Haltungskompetenz und Aufklärung überlassen werden.
Aus Fluss gerettet: Ohrenloser „RIO“ braucht deine Hilfe
Rios gebrochener Blick spricht Bände – Unvorstellbare Grausamkeit ist dem liebenswürdigen Tier widerfahren, welches in letzter Sekunde aus einem Fluss geborgen werden konnte, während es sich mit letzter Kraft an einem Baumstamm fest krallte und verzweifelt um sein Leben kämpfte…
Völlig abgemagert, entkräftet und mit bewegungsunfähigen Hinterläufen traf „RIO“ sodann im ungarischen Tierheim Gyula ein, welches wir, in Funktion als Dachorganisation, seit vielen Jahren betreuen und unterstützen. Tierheim Gyula – ANIMALS UNITED e.V.
Rios geschundener Hundekörper trägt zahllose Blessuren der Gewalt und Verwahrlosung (Siehe Bilder) – so weist sein Hinterteil haarlose Stellen auf, während seine hervorstehenden Rippen ein Bild des Hungers und der Unterernährung zeichnen. Rio hat keine Ohr(-Muscheln) mehr, da seine Peiniger:innen ihm diese abgeschnitten haben. Obwohl der süße Schatz sich mit seiner Aufnahme im Tierheim Gyula sicher und wohlumsorgt weiß, wirkt das Erlebte und seine tiefgreifenden Traumata weiterhin merklich nach.
Das Tierheim Gyula, welches gegenwärtig um die Stabilisierung des Tieres bemüht ist, berichtet gerührt: „Wie so oft handelt es sich bei RIO – trotz seiner offensichtlich unglaublich schlimmen Erfahrungen mit Menschen – um eine so gutmütige und vertrauensvolle Seele. Es ist einfach unglaublich. Hier vereinen sich so viele unterschiedliche Gefühle, dass man sie gar nicht in Worte fassen kann.“
Um „Rio“ mental und physisch gesunden zu lassen, bedarf es, neben viel Zeit und Einfühlungsvermögen, natürlich auch kostenintensiver tiermedizinischer Basis- und Folgeversorgung. Schon mit einer kleinen Spende kannst du „Rio“ zu neuer Lebensqualität verhelfen – diese kannst du ganz einfach via „betterplace“ oder über das Gyula-Konto leisten:
Gemeinsam machen wir weiter – Für „RIO“, den (Auslands-)Tierschutz und für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!
Bitte weitersagen!
Welt-Katzen-Tag: Das ungeahnte Leid der „Straßentiger“
Straße statt Stube:
Längst nicht jede Katze hat hierzulande Grund zum Schnurren. Wo heißgeliebte Stubentiger ein komfortables Leben im warmen Körbchen genießen können und quietschende Spielzeuge, stets gut gefüllte Näpfe und zuverlässige Dosenöffner:innen ihr Eigen nennen, irren zahllose verlorene Seelen als heimatlose Streuner durch die Straßen des Landes, suchen an „Lost-Places“ Obdach und kämpfen tagtäglich gegen Krankheit, Hunger und unermessliche Not. Scheu auf leisen Pfoten und mit zahlreichen Lädierungen in den Untiefen urbaner und ländlicher Strukturen unterwegs, bleibt ihr Elend meist unentdeckt. Wo wohlbehütete „Haus“katzen ein stolzes Alter von 20 Jahren und mehr erreichen können, fordert die Härte des Straßenlebens nicht selten bereits nach sechs leidvollen Monaten ihren Tribut.
Den heutigen Welt-Katzen-Tag möchten wir jenen „Straßentigern“ widmen, welche sich – vor allem in Folge von vagen Kastrations-Regelungen – hierzulande millionenfach verwildert und völlig auf sich allein gestellt durchschlagen und – krankheits- und hungergeplagt – meist viel zu früh ihren Gang über die Regenbogenbrücke antreten müssen.
„Das Leid der Straßenkatzen ist immens“ – fazitiert ein großer, erstmals publizierter und auf Tierheim- und Bürger:innen-Aussagen sowie einer Kastrations-Umfrage basierender „Katzenschutzreport“, welcher das Elend der hiesigen Straßentiger „zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland“ erklärt. Da die Tiere meist im Verborgenen leiden und versterben, gestalte sich eine exakte Datenerhebung schwierig – dennoch zeichnet sich ein erschreckend eklatantes Bild des Elends ab, welches einer zeitnahen Intervention auf Bundesebene bedarf.
Die extensive und leidbringende Streuner-Problematik sei u.a. Folge der nicht vorhandenen, flächendeckenden Kastrationspflicht, welche seitens Tierschützender schon lange und dezidiert gefordert wird. Bislang kämen leidmindernde Kastrations-Regelungen ortsabhängig lediglich – wenn überhaupt – in regionalem „Ermessen“ zum Tragen und seien maximal von leidlimitierendem Effekt. Einen umfangreichen, wirkungsvollen Streuner-Schutz in Form von verbindlichen Reproduktions-Reglementierungen hätten deutsche Gesetzlichkeiten bislang nicht hinreichend implementiert.
Die wachsende deutsche Straßenkatzen-Population, die schätzungsweise an die 2 Millionen Tiere zählt, ist i.d.R. dem hohen Aufkommen an unkastrierten “Haus”katzen geschuldet – eine Umfrage, welche im Rahmen des „Katzenschutzreports“ initiiert wurde, lässt vermuten, dass deutschlandweit etwa rund 10 Prozent der „15,2 Millionen Katzen, die ein Zuhause haben, fortpflanzungsfähig“ sind. Schon ein einzelnes unkastriertes Tier könne eine regelrechte Populations-Explosion entzünden – „binnen zehn Jahren können es theoretisch 200 Millionen Nachkommen sein.“
Nur die wenigsten Straßentiger haben das Glück, von Menschen zugefüttert zu werden, die sich ihrer erbarmen und die karge und unzureichende Kost, die Straße und Feld unzuverlässig abwirft, anreichern. So autark Katzen auch wirken mögen – von ein paar Mäusen allein können sie nicht leben. So bleiben die Wunden der Straßentiger, welche sie nicht nur bei unerbittlichen Revierkämpfen davontragen, meist unversorgt, ihre teils lebensbedrohlichen Krankheiten meist unbehandelt, ihr struppiges Fell ungebürstet, ihre laufenden Nasen verstopft, und ihre Bäuchlein nicht selten leer.
Stube statt Straße – Schnurren statt Leid!
Die Implementierung einer flächendeckenden Kastrationspflicht ist, angesichts des immensen, allgegenwärtigen und millionenfachen Leids deutscher „Straßentiger“, unumgänglich! Mit einer bundesweiten Katzenschutzverordnung, die eine ebensolche Kastrationspflicht sowie die Kennzeichnung und Registrierung der Tiere vorsieht, lässt sich dem Elend der vergessenen Streuner beikommen.
Schau nicht weg – nimm die Obrigkeiten deiner Stadt bzw. Gemeinde in die Verantwortung und mach dich JETZT für die Katzenschutzverordnung stark – mehr dazu erfährst du bei „Politik für die Katz`“: Startseite | Politik für die Katz‘ (politik-fuer-die-katz.de)
Berliner Löwen- bzw. Wildschweinfahndung: Raubtiere gehören nicht in Menschenhand!
Es war unüberhörbar: Ein lautes „ROAR“ hallte seit Donnerstag mit Nachdruck durch die deutsche Medienwelt und weit darüber hinweg: Ein vielfach publiziertes, in Kleinmachnow im Süden Berlins entstandenes Video zeigt in einer kurzen Sequenz ein imposantes Tier – die Physionomie des mächtig anmutenden Wesens ließ zuerst vermuten, dass es sich um eine Löwin handelt VIDEO: Rätsel um Löwenvideo – das soll jetzt ein Wildschwein sein – Aus aller Welt – FOCUS online
Mit einem polizeilichen Großaufgebot und unter Zuhilfenahme moderner Technik wurde im Südwesten Berlins bzw. im Brandenburger Raum extensiv nach dem vermeintlichen „Raubtier“ gefahndet, die Bürger:innen Kleinmachnows wurden zu höchster Vorsicht angehalten, ein 200-Personen starker Such-Trupp durchkämmte u.a. unwegsame Waldgebiete, spezialisierte „Tierspurensucher:innen“ seien geordert worden – mehr als 30 Stunden sei man in „Löwen-Fahndungs-Mission“ zugange gewesen – Hier geht’s zum Live-Ticker: Liveticker zur „freilaufenden Raubkatze“: Bürgermeister verteidigt große Suchaktion | rbb24
Da das gesichtete, vorerst als Löwin identifizierte Tier weder aus einer zoologischen Einrichtung noch aus einem Zirkus entflohen sein konnte – dies hätten im Vorgang entsprechende Befragungen ergeben – habe man vielerorts vermutet, dass die vermeintliche Raubkatze aus einer Privathaltung entkommen sei, welche auf bundesweiter Ebene keinem generellen bzw. einheitlichen Verbot unterliegt. Demnach zähle – laut behördlichem Meldestatus – allein Brandenburg 23 gehaltene Löwen – diese würden in Zirkussen, Zoos und bei einem/einer privaten Halter:in ihr trauriges Dasein in Gefangenschaft fristen.
„Wie in Brandenburg, gibt es auch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt keinerlei Beschränkungen oder gar Verbote. Und auch in den übrigen Ländern gibt es Schlupflöcher. So hat Nordrhein-Westfalen zwar ein Gesetz zur Haltung von Gifttieren. Andere gefährliche Tiere, wie etwa Löwen oder Krokodile, könnten dagegen ohne jede Einschränkung gehalten werden.“
Die dürftigen gesetzlichen Vorgaben, welche die (Privat-)Haltung von Großkatzen wie Löwen regeln und inhaltlich auf dem „Säugetiergutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums“ – welches sich unter anderem an „tiergartenbiologischen Erfahrungen“ orientiere – basieren, gestehen den freiheitsliebenden und teils sozialkomplexen Raubtieren – bei Einzel- oder Paarhaltung – eine Außengehege-Mindestfläche von gerade mal 200 Quadratmetern zu, was, in Anbetracht dessen, dass die stolzen Mähnenträger mit ihren Rudeln in freier Wildbahn bis zu 400 Quadratkilometer große Reviere ihr eigen nennen, unhaltbar und hochgradig beschämend ist. Mit einem gesetzlich verlangten Innengehege-Mindestmaß, welches sich, bei einer Höhe von geforderten 2,5 Metern, auf lächerliche 20 Quadratmeter Grundfläche beläuft, dürfte ein gesetzeskonformes Raubkatzengehege aus Löwensicht einer Schuhschachtel gleichen. Säugetiergutachten des BMEL: BMEL – Tierschutz – Haltung von Säugetieren
Wildtiere wie Raubkatzen sind weder Zirkus-, noch Zoo-, noch „Haus“tiere!
Eine artgerechte Haltung von Wildtieren wie Löwen ist in keinem der genannten Settings möglich und geht artübergreifend i.d.R. mit einem erheblichen Leidensdruck einher, welcher sich in eklatanten Verhaltensstörungen und weiterer gravierender Symptombilder manifestieren kann.
Während die tierschutzwidrige Gefangenhaltung die mentale wie physische Gesundheit eingesperrter Wildtiere gefährden kann, so zeigt der aktuelle Fall der vermeintlichen „Berliner Löwin“, welche sich letztlich als „Berliner Wildschwein“ entpuppt hat, welch potenzielle Gefahr die Haltung von Wildtieren wie Großkatzen in Zoos, Zirkussen und im privaten Setting für die Allgemeinheit birgt – die großangelegte Fahndung nach der „entkommenen Löwin mit Borsten“ hielt schließlich fast zwei Tage das halbe Land in Atem und beanspruchte polizeiliche Großkapazitäten über 30 lange und aufreibende Stunden.
Wir fordern ein dezidiertes, bundesweites Raubkatzen-(Privat-)Haltungsverbot!
Fordere mit uns, und strafe Tiergefängnisse wie Zoos und Zirkusse mit (Wild-)Tierdressur mittels Boykott ab.