☝️❄️🐶❌🚗 Drohende Unterkühlung: Lass „deinen“ Hund bei Winterkälte nicht im Auto!

☝️❄️🐶🚗 Nicht nur brütende Sommerhitze – auch eisige Winterkälte birgt gesundheitliche bzw. potenziell tödliche Gefahren für bspw. in Autos zurückgelassene Vierbeiner: Bei Temperaturen um/unter Null Grad ist daher maximale Vorsicht geboten.

Auch wenn es mancherorts zeitweise langsam etwas milder wird: Noch bäumt sich der Winter immer wieder mit vorherrschenden Minusgraden, Glatteis und Schneetreiben auf. Nicht umsonst gilt der Januar als der (durchschnittlich) kälteste Monat überhaupt. Wo bei sommerlichen Temperaturen im stickigen Auto der Hitzetod droht, können zurückgelassene Hunde jeder Größe und Rasse bei frostiger Kälte eine Unterkühlung (Hypothermie) erleiden, die in einem Notfall münden und zeitnaher tierärztlicher Intervention bedürfen kann. Wie schnell die Winterkälte ins Innere eines (vorgeheizten) geparkten Autos dringt, wird gerne unterschätzt – zum Leidwesen vieler Vierbeiner.

☝️❄️🐶🚗 Auch das dichteste, längste Fell sowie eine stattliche Größe sind keinesfalls ein Garant für eine konstante, unbedenkliche Körpertemperatur bei winterlichem Verbleib im Auto: Rasseunabhängig sind wartende und frierende Fellnasen nicht vor drohender Unterkühlung gefeit. Kleinere Hunde kühlen dabei noch schneller aus als größere. Auch gesundheitlich (vor-)belastete, alte, sehr junge, dünnfellige sowie schmächtige Tiere sind meist besonders kälteanfällig. Sinkt die Temperatur eines Hundes auf unter 37,7°C, ist dieser i.d.R. unterkühlt bzw. hypotherm. Ab einer Körpertemperatur von unter 33°C schwinden die Überlebenschancen – es droht akute Lebensgefahr, welche eine umgehende tierärztliche/tierklinische Konsultation unumgänglich macht.

☝️❄️🐶❌🚗 Eine an den jeweiligen Hund sowie die Außentemperatur angepasste zeitliche Limitierung, laufende Standheizung und/oder wärmende Kuscheldecke kann das Unterkühlungs-Risiko zwar minimieren – auf Nummer Sicher gehst du, wenn du „deinen“ Hund / „deine“ Hunde bei eisiger (Winter-)Kälte erst gar nicht (allein) im Auto lässt. Und aufgepasst! – Ein präventives Hochdrehen der Heizung vor Abstellen des Wagens kann die Unterkühlungsgefahr sogar maximieren, aufgrund des dadurch maximierten Temperaturunterschiedes binnen kurzer Zeit.

☝️🐶❄️ Nicht nur die Warterei im (abgestellten) Auto lässt viele Fellnasen dieser Tage vermehrt frieren, auch beim ausgedehnten Gassigang oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten bei klirrender Kälte ist so mancher Hund schnell untertemperiert. Ein vehementes Ziehen an der Leine, gezieltes Heimwärtsdrängen und/oder das Aufsuchen von schnee- oder regenfreien Plätzen ist meist ein deutliches Zeichen für kältebedingtes Unwohlsein. Spätestens wenn „dein“ Hund sich in seiner Haltung verkrampft, er ermüdet wirkt, sein Fell sich sträubt und er zittert und/oder winselt, solltest du umgehend (wärmend) reagieren.

☝️❄️🐶❗️Hypothermie-Symptome richtig deuten – woran du erkennst, dass (d)ein Hund akut unterkühlt ist:

❗️„Gesträubtes Fell, um Wärme zu speichern.

❗️Müdigkeit, Schwäche und Muskelsteifheit.

❗️Blasse, bläuliche Maulschleimhaut.

❗️Eiskalte Extremitäten (Ohren, Pfoten, Rute).

❗️Niedrige Körpertemperatur (unter 37,7°C).

❗️Schwacher Puls und erhöhte Herzfrequenz (über 120-180 Schläge pro Minute).

❗️Starkes, ununterbrochenes Zittern am ganzen Körper.“

‼️ ACHTUNG: Ist die Unterkühlung bereits fortgeschritten, kann es passieren, dass das Zittern, trotz weiteren Kälteeinflusses, nachlässt. KEINE Entwarnung – hier kann nach wie vor Lebensgefahr bestehen!

➡️➡️➡️ Ist „dein“ Hund unterkühlt, solltest du diesen sofort ins Warme bringen, deine:n Tierärztin/Tierarzt kontaktieren und ggf. umgehend die nötigen Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten – welche Maßnahmen bei einer Hypothermie von Nöten sind und wie du diese umsetzen musst, erfährst du hier: 👉 ERSTE HILFE BEIM HUND – Unterkühlung (erste-hilfe-beim-hund.de)

‼️ WICHTIG: Flöße dem unterkühlten Tier keinesfalls Flüssigkeiten unter Zwang ein! Setze den Hund keiner direkten Wärmequelle wie etwa einer Heizung aus!

☝️❄️🐶 Einer Hypothermie vorbeugen kannst du, indem du die Gassigang-Einheiten an eisigen Tagen möglichst kurz hältst (dafür ggf. öfter gehen), dafür Sorge trägst, dass „dein“ Vierbeiner nicht in Gewässer hüpft, „dein“ Tier – falls nötig – mit wärmender Funktions-„Kleidung“ ausstattest, und – ganz wichtig: Hunde bei Winterkälte nicht im Auto lässt.

➡️ Halte insbesondere bei Minusgraden auch Ausschau nach sich in Autos bzw. Unterkühlungsgefahr befindlichen (Fremd-)Hunden – suche den/die Besitzer:in auf und kontaktiere im Ernstfall ggf. die Polizei.

🗣 Bitte weitersagen!

Quellen:

➡️ Hund bei Kälte im Auto: Was Hundehalter wissen sollten (merkur.de)

➡️ Lebensgefährliche Unterkühlung: Hypothermie beim Hund – AGILA

🙌🐶🐱 (Haus-)Tier verunfallt: Keine Scheu vor Erste-Hilfe-Maßnahmen

⚠️ Es ist der Alptraum eines/einer jeden Tierfreundes/Tierfreundin, der leider allzu oft – vor allem bei dunkler Nacht – wahr wird: Ohne jede Vorwarnung gerät plötzlich ein entlaufener Hund, eine streunende Katze oder ein unachtsames Wildtier unter die eigenen – oder fremden Räder, und bleibt leblos und sichtlich lädiert, mitten auf der Straße bzw. am Straßenrand liegen. Jährlich lassen beinahe 200 Millionen Vögel und an die 30 Millionen Säugetiere auf Europas Straßen ihr Leben. Wie viele „Haus“tiere unter den Verkehrsopfern sind, geht statistisch nicht hervor.

Hat man aus Versehen selbst ein Tier erfasst oder wird Zeug:in eines Fahrzeug-Tier-Zusammenpralls, sitzt der Schock meist lähmend tief und verwehrt einem im ersten Moment jede Denk- bzw. Handlungsfähigkeit – zu erschütternd ist der Blick auf das hilflose und nicht selten schwer verletze Wesen, das nach einer Kollision meist dringend schnelle und effektive Hilfe benötigt. Vielen ist es – verständlicher Weise – kaum möglich, in einer solchen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren und aus dem Stegreif die nötigen Maßnahmen einzuleiten. Vor allem aufgrund von fehlendem Know-How und daraus resultierenden Berührungsängsten, sehen sich Unfallbeteiligte oder Unfallbezeugende nicht selten gehemmt oder überfordert, bleiben weitestgehend untätig und überlassen die kollidierten, teils schwer verletzten und mitten auf dem Asphalt blutenden und sterbenden Seelen sich selbst. Viele verendete Tiere, darunter vor allem Katzen, wie man sie tragischerweise des Öfteren am Straßenrand sichtet, hätten – mit einem Minimum an Erste-Hilfe-Kenntnissen – vermutlich gerettet werden können. Grundsätzlich kann eine Hilfsverweigerung von tierschutzgesetzlicher Relevanz sein – insbesondere dann, wenn das Tier durch das eigene Fahrzeug zu Schaden gekommen ist.

☝️ Auch wenn es vielleicht etwas Mut erfordert: Keinesfalls solltest du dich scheuen, einem verunfallten Lebewesen zu helfen, sofern deine eigene Sicherheit gewährleistet bleibt. Der größte Fehler, den du in einer solchen Notsituation machen kannst, ist, die Not zu ignorieren und untätig zu bleiben.

🙌 Damit du im Fall des Falles weißt, wie du strategisch und überlegt agieren kannst, erklären wir dir, wie grundlegende, Sicherungs-, Bergungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort und dem verunfallten bzw. verletzten (Haus-)Tier durchzuführen sind:

📞 Wähle die 110 und setze die Polizei über die Situation in Kenntnis.

➡️ Sichere die Unfallstelle: Vor allem, wenn das Unfallopfer an einer gefährlichen, stark befahrenen Straßen-Stelle liegt, solltest du diese regelhaft absichern, um dich dem Tier zuwenden zu können, ohne dich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

➡️ Nähere dich vorsichtig dem Unfallopfer: Panik und Schmerz machen unberechenbar. Halte eine Decke, ein Shirt oder eine Jacke bereit, wenn du dich dem verletzten Tier langsam näherst und mit beruhigender Stimme Kontakt zu diesem aufnimmst. Der/die unter Schock stehende und vom Aufprall verwirrte Katze bzw. Hund könnte u.U. mit Abwehr reagieren, drohen oder einen Fluchtversuch unternehmen. Daher bietet es sich an, das Unfallopfer vorsichtig mit Stoff zu bedecken. Das Abdecken hat zudem einen beruhigenden Effekt und vermittelt Sicherheit. Checke, ob das Tier bei Bewusstsein ist.

➡️ Ist das Tier bewusstlos, bewahre Ruhe und prüfe vorab Funktionen wie Puls und Atmung – bei Hunden, Katzen und Kleinsäugern kannst du den Puls an der Innenseite des Hinterbeines erfühlen. Bewegungen des Brustkorbes verraten dir, ob das Tier atmet. Falls Puls/Atmung nicht vorhanden, starte sofort mit der Reanimation unter Beachtung der ABC-Regel:

🫁 A für „Airway“ (Atmewege): „Schau ins Maul, entferne falls notwendig Fremdkörper. Ziehe dazu die Zunge zwischen den Zähnen nach außen.“

🗣 B für „Breathing“ (Beatmen): „Du kannst das Tier auch durch eine Mund-zu-Nase-Technik beatmen. Dazu ziehst Du die Zunge zwischen den Zähnen nach außen und hältst die Schnauze geschlossen. Zum eigenen „Schutz“ kannst Du auch ein leichtes Tuch darüber halten. Zur Beatmung sind 8 bis 12 Atemzüge pro Minute ausreichend. Ob die Beatmung erfolgreich war, siehst Du, wenn sich der Brustkorb hebt und senkt.“ Beachte hierbei, dass Tiere wie Katzen und Hunde ein wesentlich geringeres Lungenvolumen aufweisen als wir Menschen. Passe deine Beatmungsstärke dementsprechend an.

🫀 C für „Circulation“ (Kreislauf): „Schlägt das Herz des Tieres nicht mehr, musst Du sofort mit einer Herzdruckmassage mit einem Rhythmus von ca. 60-80 Kompressionen pro Minute beginnen. Nach 30 Kompressionen kannst Du das Tier ein- bis zweimal beatmen. Bei kleineren Hunden und Katzen kannst Du den Brustkorb mit einer Hand komprimieren, bei größeren Hunden in Seitenlage auf einem ebenen und stabilen Untergrund.“ Bei sehr kleinen (Jung-)Tieren reicht ggf. der Einsatz eines Daumens.

WICHTIG❗️ Auch wenn du dich an eine Beatmung nicht rantrauen solltest – führe zwingend eine Herzdruckmassage durch!

👉 Katze oder Hund angefahren – wer zahlt dann eigentlich? (deine-tierwelt.de)

🩹🩸 Verletzungen erstbehandeln – Blutungen stillen: Sollte das verunfallte Tier stark bluten, lege einen Druckverband an. Decke die Wunde dafür möglichst steril ab, drücke eine aufgerollte Mullbinde auf die blutende Wunde und fixiere diese mit einer weiteren Mullbinde. Falls du kein Verbandsmaterial o.ä. zur Hand haben solltest, kannst du versuchen, die Blutung mit der Hand bzw. den Fingern unter Kontrolle zu bringen. Offene Verletzungen sollten – wenn möglich – mit einem leichten Verband bedeckt werden.

➡️➡️➡️ Für Tierhaltende bietet es sich grundsätzlich an, einen professionellen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren, um die nötigen Fertigkeiten zu erlernen und für Tier-Notsituationen gewappnet zu sein – entsprechende Kurseinheiten werden z.B. von Hundetrainer:innen angeboten: 👉 Erste Hilfe Hund – Hundetraining mit Franzi (hundetraining-mit-franzi.de)

☝️ Auch wenn das Tier nach dem Unfall fit und agil wirken sollte: Der anschließende Gang zu einem/einer Tierarzt/Tierärztin bzw. einer Tierklinik ist, aufgrund von möglichen inneren Verletzungen oder dem plötzlichen Einsetzen eines lebensbedrohlichen Schockzustandes, Pflicht. Mit Decken, Kissen, oder einer Jacke, einem ausgepolsterten Korb oder Karton kannst du den Transport für das Tier schonend gestalten. Diesen Part übernimmt ggf. auch die Polizei. Alle weiteren nötigen Interventionsschritte leitet in der Regel der/die behandelnde Tierarzt/Tierärztin ein.

👉 https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/katzen/gesundheit-und-vorsorge-bei-katzen/schnelle-hilfe-kann-katzenleben-retten?fbclid=IwAR3FxQ2o2yyV7Q1YO9D-D2tWCliRLpSd6tdCRWP2K5_LRrFxS6pkwtaQDuI

🙌🦌 Welche Maßnahmen du bei verunfallten Wildtieren ergreifen solltest, erklären wir dir HIER: 👉https://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/497634325741460

🗣 Bitte weitersagen!