Maulwurfshügel – ein optisches Ärgernis? Eher ein Beweis für gute Bodenqualität!
Der Maulwurf gilt nicht gerade als „Best Buddy“ der Gärtner:innen – wohl aber als bester Freund der (Garten-)Erde.
Viele Gartenfans stören sich an den Erdhügeln, die der kleine Baumeister entstehen lässt, wenn er mit seinen schaufelförmigen Vorderpfoten emsig den Boden durchwühlt. Auf einem akkuraten Rasen angehäuft, gilt ein Maulwurfshügel oft als Schandfleck – und sein „Bauherr“ als lästiger „Schädling“.
Als kleiner „Erdwerfer“ – sein Name leitet sich vom altdeutschen Wort „Moltewurf“ (Molte = Erde) ab – kann der Maulwurf einfach nicht anders.

Maulwürfe sind echte Gartenhelfer, und ihre Hügel – mal ganz abgesehen von der Optik – wahre Wiesen- und Gartenschätze!
Steckbrief – Europäischer Maulwurf (Talpa europaea):
(Siehe Bild)
Größe/Länge: bis zu 17 Zentimeter
Gewicht: bis zu 120 Gramm
Das kurze dichte Fell des europäischen Maulwurfs ist meist dunkelgrau gefärbt.
Er besitzt winzig kleine Äuglein und ist fast blind. Lediglich zwischen hell und dunkel kann er unterscheiden.
Seine Ohr-Öffnungen verschwinden im Pelz.
Seine Schnauze ist mit Tasthaaren und Tastsinneszellen ausgestattet, die ihm zur Orientierung und Nahrungssuche dienen.
Sein kleines Schwänzchen misst gerade mal rund 3 Zentimeter.
Seine markanten „Schaufel-Pfoten“ dienen ihm als effiziente Grab-Werkzeuge.
Leben: überwiegend unterirdisch, einzelgängerisch, verzweigte Gänge grabend.
Speiseplan: u.a. Insekten, Schnecken und Regenwürmer.
Nachwuchs: weibliche Tiere bringen einmal jährlich bis zu neun Junge zur Welt.
Lebenserwartung: 3-6 Jahre.
Der Europäische Maulwurf steht, als einziger Artvertreter, der hierzulande anzutreffen ist, unter Naturschutz!
Nützliche Hügel:
Gewusst? Die aufgetürmte feine Erde der Maulwurfshügel eignet sich z.B. prima zum Befüllen von Pflanzenkübeln.
☝️ Achte bitte darauf, dass du den Maulwurf nicht störst, wenn du Hügel-Erde in deinem Garten aufsammelst.
Nützlicher Hügelbauer:
Der Maulwurf frisst gerne Pflanzen-„Schädlinge“, die es u.a. auf die Wurzeln deiner Gartenblumen abgesehen haben. Außerdem belüftet er mit seinem Tunnel-System den (Garten-)Boden und fördert dessen Qualität. Sein unterirdisches Revier hält er i.d.R. weitestgehend wühlmausfrei. 
☝️ Freu dich & lass ihn unbehelligt buddeln!
Wo der Maulwurf gräbt, ist der Boden gesund!
Sag`s weiter!
Hast du Maulwurfshügel in deinem Garten?
Quellen:
Maulwurf: Infos im Tierlexikon – [GEOLINO]
Maulwurf als Nützling: Deshalb stört das Tier nicht im Garten (24garten.de)

Helden des Erdreichs auf Abwegen – Heute ist „Tag des Regenwurms„

Wusstest du, dass Regenwürmer, welche hierzulande rund 46 verschiedene Arten zählen und bis zu acht Jahre alt werden können, echte Erdveredler sind? Unermüdlich wühlen sich die glitschigen Gesellen durch ihre bis zu drei Meter langen unterirdischen Röhren-Gänge, lockern, belüften und stabilisieren das Erdreich, reichern dieses mit essenziellen Nährstoffen an und ebnen darüber hinaus Wurzeln den Weg – sehr zur Freude zahlloser Pflanzen und vieler Gärtner:innen.

Ist dir schonmal aufgefallen, dass Regenwürmer sich teilweise in ihrer Farbigkeit unterscheiden? Blass rosa-weiß bis rot-braun: Die Farbintensität der Gliederwürmer ist abhängig von der Tiefe ihres Röhrenhabitats unter der Erde. Je näher sich ein Regenwurm an der Erdoberfläche niederlässt, desto kräftiger ist i.d.R. seine Farbgebung. Seine Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung lässt das „feuchthäutige“ Tier untertags im sicheren Erdreich verweilen – während es sich nachts schon mal außerhalb bzw. oberhalb unterirdischer Gefilde blicken lässt.

Regenwürmer machen „Häufchen“ – und zwar sehr wertvolle: Für viele Rasenkultivierende sind die kleinen unförmigen Wurmhäufchen, wie man sie oft auf Wiesen und im Garten findet, ein optisches Ärgernis. Für die Pflanzen- und Bodengesundheit sind sie, als hochwertiger, nährstoffhaltiger Öko-Dünger, ein wahrer Segen. Entfernen solltest du die Regenwurmhäufchen daher nicht. Bis zu 400 fleißige Würmer teilen sich einen Quadratmeter Erdboden und laben sich darin u.a. an „Falllaub, Bakterien, Grünalgen, Pilzsporen und Einzeller“, welche sie auch zersetzen. Die vielen Erdwürmer produzieren dabei gemeinsam jährlich kiloweise wertvolle Häufchen. Hast du schonmal so ein Regenwurmhäufchen entdeckt?


Sicher hast du es auch schon beobachtet: Vor allem, wenn es regnet, befinden sich die Wurmtiere des Öfteren auf gefährlichen Abwegen – und winden sich – sichtlich orientierungslos – am Wegesrand, auf (asphaltierten) Straßen oder kriechen energisch ins Ungewisse. Haben Regenwürmer sich auf versiegelte ungeschützte Flächen verirrt, drohen diese als leichte Beute zu enden, zertreten oder überfahren zu werden oder aber – je nach Witterung – auszutrocknen. Hier kannst du helfen.


Sei Held:in für Erdhelden – Rette Regenwürmer:
Keine Scheu vor Glitschigkeit: Nimm den verirrten Regenwurm vorsichtig mit der Hand oder einem Stöckchen auf und trage diesen von der Straße bzw. dem Weg. Achte dabei stets auf deine eigene Sicherheit.
Hat der Wurm seinen „Glanz“ verloren und wirkt trocken, kannst du ihn z.B. mit etwas Pfützenwasser befeuchten.
Setze den geretteten Regenwurm behutsam und mit ausreichend Abstand zur Straße in eine Grünfläche bzw. auf erdigen Boden.
Bitte NICHT WERFEN!
Bitte auch deine Freund:innen, Regenwürmern auf Abwegen zu helfen – Sag’s weiter!

In deinem Garten kannst du die Helden des Erdreichs fördern, indem du z.B. (auf) heimische Sträucher setzt, tiefes Umgraben vermeidest, auf Chemie-Einsatz verzichtest, ökologisch gärtnerst und einen Kompost anlegst.


Rette und fördere Erdhelden – weil JEDES LEBEN wertvoll ist!
Sag’s weiter!


Hast du schonmal einen Regenwurm gerettet?
Quellen:
Ode an den Regenwurm – warum es sich lohnt Regenwürmern über die Straße zu helfen (bund-stuttgart.de)
Regenwürmer retten – Südwind Magazin (suedwind-magazin.at)


ACHTUNG – ES GEHT LOS: Liebestolle Amphibien auf nächtlicher Wanderschaft!
Sie sind vielerorts recht früh dran dieses Jahr:
Anhaltend milde(re) Temperaturen und tauende Böden lassen derzeit viele Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche aus ihrer Winterruhe „erwachen“ – und animieren die paarungswilligen Tiere zur alljährlichen nächtlichen Wanderschaft gen Laichgewässer. So können in einigen Regionen Deutschlands – bspw. im Berliner Raum – bereits vermehrt quakende Wanderaktivitäten bei mild-feuchter Witterung beobachtet werden.

Um ihren Liebesakt vollziehen und ihre Laichstränge und -ballen in Seen, Tümpeln und Teichen ablegen zu können, müssen die Amphibien meist einige gefährliche Hürden nehmen und nicht selten (hochfrequentierte) Straßen und/oder Wege überqueren, auf welchen ihre Wanderaktivitäten oft ein jähes Ende nehmen. Zahllose der liebestollen Lurche werden zur Wanderhochzeit überfahren – oder verenden qualvoll infolge des Strömungsdruckes, der von (zu) schnell fahrenden Autos (ab 30 Stundenkilometer aufwärts) ausgeht – „Wenn man mit dem Auto zu nah an Kröten oder Fröschen vorbeifährt, platzen durch den Unterdruck die Organe der Tiere.“ – mahnt Brigitte Wegmann vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Risiken, die bundesweit viele ehrenamtliche „Amphibien-Lots:innen“ auf den Plan rufen. Mit dem Errichten von Kröten- bzw. Leitzäunen an Wanderschwerpunkten und geleisteter Überquerungshilfe im Eimer versuchen sie, dem tausendfachen Lurch-Tod auf dem Asphalt Herr zu werden.


OBACHT! Die Wanderaktivitäten der Amphibien erstrecken sich i.d.R. bis Ende April – bis dahin ist, insbesondere auf waldnahen Straßen, vermehrt Vorsicht geboten:


Nimm Rücksicht auf wandernde Amphibien und ehrenamtliche Helfer:innen – halte Ausschau nach entsprechenden Straßenschildern und fahre während der Krötenwanderung – insbesondere bei Dämmerung und in der Nacht – stets achtsam, vorausschauend und bremsbereit. Passe – wenn nötig und möglich – die Geschwindigkeit an. Weise auch andere auf die Wanderaktivitäten der Amphibien hin.


Befördere liebestolle Lurche sicher über die Straße – werde ehrenamtliche:r Amphibien-Lots:in: Viele für den Amphibienschutz aktive Naturschutz-Ortsgruppen freuen sich stets über ambitionierten Zuwachs jeden Alters:
Amphibien-Retter werden – BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)


Melde (noch) krötenzaunlose Straßenstellen, welche vermehrt von wandernden Amphibien genutzt werden – z.B. hier:
Beobachtung – BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)


Viele Amphibien gelten hierzulande als gefährdet – sie brauchen unsere Hilfe und Rücksichtnahme daher mehr denn je.


Gib OBACHT! Denn Mitleid ist zu wenig!
Sag’s weiter!

Hast du dieses Jahr schon wandernde Amphibien entdeckt?
Quellen:
Nachrichten zur Amphibienwanderung 2024 – NABU
Amphibien – BUND Naturschutz Kreisgruppe München (bn-muenchen.de)
Kröten wandern wieder: Appell an Autofahrer (morgenpost.de)
Luftsog lässt die Kröten platzen (merkur.de)



Artenschutz im Januar: Stauden bitte NOCH NICHT zurückschneiden!


Auch wenn es zusehends milder wird, die ersten Frühjahrs-Knospen bereits durch die vereiste Erde brechen und es beim schmucklosen Anblick der verwitterten und kargen Beete und Kübel vielen in den Fingern juckt: Deine Gartenschere solltest du lieber noch nicht zücken, wenn du Natur- und Artenschutz betreiben und auch die kleinsten Tierchen in deinem Garten und/oder auf deinem Balkon schützen und unterstützen möchtest.





*Pssssst* – noch „schlafen“ sie:

Insbesondere Staudengewächse, wie sie für zahlreiche Tiere ganzjährig von großem Nutzen sind, werden bereits im Herbst von vielen Insekten wie u.a. Ohrwürmern und einigen Wildbienenarten bezogen, damit diese im Schutze hohler Stängel und dichtem Gestrüpp bis zum Einsetzen der Frühlingswärme unbeschadet eisiger Winterwitterung trotzen können. Zudem bergen Staudenüberreste und welke Gräser oft Schmetterlingseier, -raupen, -puppen und adulte (ausgewachsene) Falter – darunter auch den Zitronenfalter, ein wahrer Überwinterungskünstler, der als knallgelber Frühlingsbote oft als erster durch die Gärten flattert. Bis ins Frühjahr hinein stibitzen außerdem (Garten-)Vögel wie etwa Distelfinken und Haussperlinge nahrhafte Samen aus den trockenen Blütenständen der Stauden.
Blühende Staudenpflanzen wie z.B.:
Wiesenschafgarbe
Duftnessel
Männertreu
Sonnenhut
Fetthenne
Sonnenbraut
…sind bei vielen Tieren bzw. Insekten und Gärtner:innen besonders beliebt und haben Sommer wie Winter ihre Vorzüge. Was wächst und blüht bei dir Staudiges?



Gartenschere liegen lassen – Staudenbeete – falls möglich – bis in den Mai hinein unbehelligt stehen lassen:
Da viele überwinternde Insekten ihr Schutzdomizil erst im (Spät-)Frühling bei konstanter Wärme verlassen bzw. diesem entschlüpfen, solltest du dich mit dem Rückschnitt von Staudengewächsen noch etwas gedulden.
Wer die frühzeitige Schnippelei gar nicht lassen kann, der/die sollte staudiges Schnittgut nicht direkt entsorgen, sondern eingezogenen Insekten die Möglichkeit bieten in Ruhe auszuschlafen, indem er/sie Blätter und Stängel bis in den Frühling hinein an einem geschützten Platz im Garten und/oder auf dem Balkon belässt.





Wie du (Garten-)Tiere im Januar sonst noch unterstützen kannst, und was es beim Übergang in den Frühling im Garten bzw. auf dem Balkon zu beachten gilt, erfährst du u.a. hier:
Naturschutz im Garten: Was im Januar wichtig ist – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de)
Bitte weitersagen!


Wann holst du die Gartenschere frühestens raus?
Quellen:
Für die Insekten: Stauden im Winter nicht schneiden! – [GEO]
Bienenfreundliche Stauden: Die besten Arten – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de)


Die Arten sterben – auch unter Wasser
Nicht nur zu Lande fordert die menschliche Einflussnahme in Form von Urbanisierung, Ökonomisierung und allgemeiner Naturentfremdung ihren seh-, hör- und spürbaren Tribut: Auch hiesige Gewässer verzeichnen, aufgrund von habitatslimitierenden baulichen Korrektiven, Flusseinfassungen bzw. -Begradigungen sowie extensiver Verschmutzung – wir denken an den Massentod in der Oder 2022 – einen dramatischen wie ökologisch relevanten Populationsschwund, der vor allem in verborgener See- und Flusstiefe vonstatten geht.


Die Arten sterben – auch unter Wasser:
Eine erstmals seit 2009 vorgenommene Aktualisierung der „Roten Liste für Süßwasserfische und Neunaugen“ offenbart Alarmierendes: „Jede zweite deutsche Fischart ist gefährdet oder vom Aussterben bedroht“ – demnach sei die Zahl der 2009 als „gefährdet“ eingestuften heimischen Fischarten binnen 15 Jahren – also bis Ende 2023 – von 22 auf 38 gestiegen. Noch vor einigen Jahren erfreute sich insbesondere die hübsche und flinke Forelle (Salmo trutta), die leider allzu oft am Haken und auf dem Teller landet, mit ihren Unterarten, wie sie hierzulande vor allem durch Seen, Flüsse und Bäche schwimmen, einer stabilen Bestandsdichte mit entsprechend stabilem Status. Wachstumsrückläufe, wie sie vor allem im bayerischen und im baden-württembergischen Raum eklatant seien, haben die resiliente Forelle – darunter die Meer-, See- und Bachforelle (Siehe Bild) in ihrer einst so robusten Populationsdichte geschwächt bzw. destabilisiert – die Lachsfische gelten – wie viele andere Süßwasserfische – in Deutschland mittlerweile als gefährdet. Bezüglich des Artensterbens unter Wasser fungiere die Forelle als repräsentativer Indikator: Laut Christian Wolter – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Berlin – sei die neuerliche Listung der Fische „ein erstes deutliches Warnsignal für größere klimabedingte Biodiversitätsveränderungen in Fließgewässern.“

Wo Fischarten wie der Atlantische Lachs (Salmo salar) und das Meerneunauge (Petromyzon marinus) dem finalen Aussterben in Deutschland gegenwärtig gerade noch so davonschwimmen, seien geschuppte Öko-Akteure wie etwa der Bodensee-Kilch, welcher bereits seit 2009 als ausgestorben oder verschollen gilt, vermutlich unwiederbringlich aus hiesigen Gewässern verschwunden. Besonders endemische Arten wie die Chiemsee-Renke würden sich zusehends rar machen – hier ist konsequentes Augenmerk und Schutz unerlässlich.

Auch wenn vor allem bauliche Eingriffe, Gewässer-Beschmutzung, konkurrierende Invasiv-Arten und klimatische Veränderungen als Kernursachen für das Sterben bzw. Verdrängen heimischer Fischarten angeführt werden – Die Angelwut sollte in diesem Kontext nicht außer Acht gelassen werden: Schätzungsweise rund sechs Millionen (Hobby-)Angler:innen halten (regelmäßig) ihre mit Ködern gespickten Haken in deutsche Binnengewässer wie Seen, Flüsse sowie ins Meer und entreißen dabei zahllose Fische ihrem natürlichen Element. Ein tödlicher „Trend“, welcher sich im Zuge der Corona-Pandemie noch intensiviert hat und als vermeintliches „Naturerlebnis“ deklariert wird, während er hiesige Gewässer potenziell in ökologische Bedrängnis bringt.


Fische leiden:
Was Angelnde beim Ausbringen ihrer Haken oft negieren, um sich der ethischen Reflexion zu entziehen: Fische sind durchaus in der Lage, Schmerzen sowie Emotionsregungen wie etwa Angst und Stress zu empfinden. Allein ihre vermeintliche Stummheit und ihr statischer Ausdruck macht viele Menschen unempfänglich für jenes unermessliche Leid, welchem die Tiere bei gewaltsamer Entnahme aus ihrem nassen Habitat sowie bei Tötung ausgesetzt sind.


Lebensraumerhaltende Interventions- bzw. Schutzkonzepte, Renaturierung sowie eine konsequente, langfristige Gewässerschonung dürften unabdingbar sein, um dem voranschreitenden Artensterben unter Wasser Einhalt zu gebieten und die Bestände (gefährdeter) heimischer Fischarten zu stabilisieren.


Auch Wasserlebewesen wie Fische haben ein Recht auf Leben und Lebensqualität!
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Quellen:
Sterben Lachs und Forelle bald aus? | National Geographic
Forellenarten in Deutschland, Beschreibung der 4 Arten der Forellen (heimische-tiere.de)
Überfischung durch Freizeitangler – Schutz für Hecht, Dorsch und Aal – SWR Kultur
Angeln so beliebt wie nie (giessener-allgemeine.de)
Die lautlosen Schreie der Fische – Ethik.Guide (ethikguide.org)
🤫🕊️RUHE und FRIEDEN den Bergbewohnern!
❄️🏔️Bei den frostigen Temperaturen verlocken die Berge – vor allem wenn Schnee liegt – zu einem Besuch. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass die Wildtiere in den Bergen in dieser strengen Winterzeit ums Überleben kämpfen. Worauf du also bei deinem Besuch achten solltest, erfährst du hier.
☝️🐦🦊Normalerweise sind die Wildtiere in den Bergen perfekt an das raue Klima angepasst. Wenn wir uns aber rücksichtslos verhalten, willkürlich in ihren Lebensraum eindringen oder sie verschrecken, kann das für sie tödlich enden.
🚧😟Sich abseits der markierten Wege zu bewegen, kann die Tiere stören oder erschrecken und damit ihre Überlebensfähigkeit beeinträchtigen. Besonders in der Winterzeit, wenn die Nahrung knapp ist, kann dies für die Tiere lebensbedrohlich sein.
🤝💚Es gilt, sich stets respektvoll zu verhalten und die Tiere sowie deren Lebensraum zu schützen. Es liegt in unserer Verantwortung, die Biodiversität der Alpen und anderer Gebirge zu bewahren und das Aussterben weiterer bedrohter Arten, wie beispielsweise der Birkhühner und Raufußhühner, zu verhindern.
❤️👉Hier eine kleine Liste, was du bei deiner nächsten Ski- oder Schneeschuhtour beachten solltest:
➡️Beachte Routenempfehlungen und Hinweise der DAV-Kampagne „Natürlich auf Tour“.
➡️Respektiere Schutz- und Schongebiete für Tiere und Pflanzen und vermeide Lärm.
➡️Weiche Wildtieren aus, beobachte sie aus der Distanz und halte Hunde angeleint.
➡️Meide Gipfel, Rücken und Grate im Hochwinter vor 10 Uhr und nach 16 Uhr.
➡️Bleibe in Waldgebieten und an der Waldgrenze auf üblichen Skirouten sowie Forst- und Wanderwegen und halte Abstand zu Baum- und Strauchgruppen.
➡️Schone Aufforstungen und Jungwald, indem du sie meidest.
➡️Reise umweltschonend an, nutze öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften und blockiere keine Zufahrten.
➡️Plane eher mehrtägige Aufenthalte statt vieler Tagestouren und nimm deinen Müll wieder mit nach Hause.
➡️Plane Touren mit Führer:innen und Karten, die das DAV-Gütesiegel „Natürlich auf Tour“ tragen.
➡️Beachte die Regeln für Skitouren.
🙌🥳So stellst du sicher, dass du deine Wintertouren im Einklang mit der Natur genießt. Viel Spaß wünschen wir euch!
Quellen:
https://www.alpenverein.de/artikel/10-tipps-was-du-auf-wintertour-beachten-solltest_6c23bffc-ddb2-4e27-83d2-2ef2a5b1e78e
https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/umwelt/naturvertraeglicher-bergsport-im-winter
https://www.alpenverein.de/artikel/schutz-gefaehrdete-tiere-im-winter_db1461a8-e9b3-4db6-b89e-3239cfee2125
https://www.instagram.com/alpenverein_muenchen_oberland/
🥜🐦📣 VOGELFÜTTERUNG – recht oder schlecht?
In Deutschland ist das Füttern von Vögeln weit verbreitet, da viele Menschen den Tieren helfen wollen. Doch brauchen Vögel das Winterfutter tatsächlich zum Überleben und tut es ihnen überhaupt gut?
🥜📊😭Über 9️0% der heimischen Vogelarten, insbesondere die seltenen und bedrohten Arten, finden am Futterhäuschen leider keine Unterstützung. Es sind vor allem die häufigen Arten wie Meisen und Amseln, die davon profitieren. Das kann zu einer weiteren Konkurrenz für die bereits benachteiligten Vogelarten führen.
🦉❌❄️Der Rückgang vieler Vogelarten hat gar nicht so viel mit dem winterlichen Nahrungsengpass zu tun. Vögel sind seit Urzeiten daran angepasst. Viel entscheidender ist ein geeigneter Lebensraum.
🚯⛰️🕊️Der Verlust und die Verschlechterung ihrer Lebensräume sind die Hauptgründe für den Rückgang vieler heimischer Vogelarten. Eine Winterfütterung kann leider nicht die ernsthaft bedrohten Vogelarten retten. Es ist daher wichtig, sich auch für den Schutz und die Erhaltung ihrer Lebensräume einzusetzen.
🦆⚔️🌳Im nächsten Frühjahr entsteht tatsächlich ein noch härterer Konkurrenzkampf um Nahrung und Brutplätze. Das liegt daran, dass auch schwache und kranke Vögel den Winter dank der Fütterung überlebt haben. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir den Vögeln helfen können. Ein Naturgarten ist eine tolle Idee, um auch auf kleinstem Raum viel für den Vogelschutz zu tun.
👥🌱🐦Das Füttern hat natürlich auch positive Seiten und kann dem Individum helfen, den Winter besser zu überstehen. Wenn du also Vögel füttern möchtest, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:
1️⃣ Füttere nur bei dauerhaft geschlossener, hoher Schneedecke und gleichzeitigem Frost unter minus fünf Grad.🌨️🌡️
2️⃣ Achte auf Sauberkeit am Futterplatz und reinige ihn am besten täglich, um Krankheiten zu vermeiden.🏡🧽‼️
3️⃣ Wirf das Futter niemals auf den Boden, da es sich mit dem Vogelkot vermischen und zu tödlichen Krankheiten führen kann. Ein Futtersilo ist eine gute Option.🐾🥜
4️⃣. Vermeide das Füttern von Speiseresten, da sie Gewürze und Salz enthalten, die den Vögeln schaden.🍟🍿❌
5️⃣. Geeignetes Vogelfutter sind Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Obst, Rosinen, Futterringe und Futterknödel (ohne Netz) und achtet bitte darauf, dass kein Rinderfett verwendet wird.🌻🌾🍇✅
Fütterst du im Winter Vögel? 🐦🥜
Bitte weitersagen!
Quellen:
➡️https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Voegel-richtig-fuettern,voegelfuettern100.html
➡️https://www.nationalgeographic.de/tiere/2023/11/pro-und-contra-sollte-man-voegel-im-winter-fuettern
➡️https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/voegel-fuettern/
➡️https://www.br.de/nachrichten/wissen/so-helfen-sie-voegeln-durch-den-winter-voegel-richtig-fuettern,RjCuTci
💀🐺😢 Nur TOTE Wölfe sind GUTE Wölfe?!
❗🩸Seit dem 1. Dezember ist in der Schweiz der Abschuss von 12 der insgesamt 32 Wolfsrudeln genehmigt worden.
🐺🛡️✊ Eigentlich ist der Wolf durch die Berner Konvention geschützt, einem völkerrechtlichen Vertrag zum Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere in Europa. Verschiedene Tierschutzorganisationen haben deshalb beim Europarat Beschwerde eingelegt, um sicherzustellen, dass dieser Schutz auch eingehalten wird.
🛑🫷 Ein kleiner Erfolg ist zu verzeichnen. Mittlerweile wurde in Graubünden die Ermordung der Wölfe gestoppt. Abschüsse sind dort aufgrund der Beschwerden vorerst nicht mehr erlaubt. In Wallis wurde der Abschuss von zumindest drei der Rudel gestoppt.
🧑🌾🐑💥Viele Menschen sind dem Wolf gegenüber negativ eingestellt, da vom Menschen (aus-)genutzte Herdentiere, wie beispielsweise Schafe, Beute dieses Prädators sind. Außerdem wächst mit der Population des Wolfs auch die Angst vor diesem. Daher der erschreckende Entschluss der Wolfstötung als vermeintliche “Lösung” des Problems.
🙅🤝 Doch dies ist weder eine nachhaltige Vorgehensweise, noch ist diese ethisch vertretbar. Ein friedliches und schussfreies Zusammenleben mit dem Wolf ist möglich! Durch ihre lange Abwesenheit hat der Mensch den richtigen Umgang mit den Wölfen verlernt. Besonders die Unwissenheit sowie die multimediale Stimmungsmache sorgen vielerorts für Furcht und Verunsicherung.
🤏💥Bei einem Waldspaziergang von einem Wolf angegriffen zu werden ist äußerst unwahrscheinlich. Seit ihrer Rückkehr vor 20 Jahren, gab es keine tödlichen Unfälle oder aggressive Annäherung seitens der Wölfe. Solltest du dennoch einen treffen, gilt es, Ruhe zu bewahren und dem Wolf Zeit zum Rückzug zu geben. Keinesfalls solltest du auf ihn zugehen, ihn füttern oder gar versuchen, ihn zu streicheln. Wegrennen ist ebenfalls nicht empfehlenswert, denn dies könnte – wie bei vielen Beutegreifern der Fall – u.U. seinen Jagdinstinkt aktivieren.
🐕👍 Seit Ewigkeiten gilt der Wolf als “Feind” der Weidetierhaltenden. Doch durch effektive Schutzmaßnahmen können Weidetiere mittlerweile gut geschützt werden.
❗☠️❗Es ist unwahrscheinlich, dass durch die Ermordung freigewordene Reviere nicht von jungen Wölfen übernommen werden. Schlussfolgernd: Grausame Wolf-Abschüsse werden jedes Jahr durchgeführt. Meist sind junge Wölfe für die Risse verantwortlich, da sie noch unerfahren sind und versuchen, leicht an Nahrung zu gelangen. Mit probaten Schutzmaßnahmen können potentielle, weidende “Beutetiere” effektiv vor möglichen Wolfs-Angriffen geschützt werden.
😤✋❌ Wir sind absolut schockiert über dieses Wolfsmassaker. Derartige Handlungen müssen gestoppt werden, um den Schutz und Erhalt der Wolfspopulation zu gewährleisten.
Bitte weitersagen!
Quellen:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweiz-woelfe-abschuss-100.html#:~:text=Zw%C3%B6lf%20der%20insgesamt%2032%20Wolfsrudel,Krieg%2C%20also%20das%20ist%20schlimm.
https://www.spiegel.de/panorama/woelfe-schweiz-genehmigt-abschuss-von-12-der-32-wolfsrudel-a-4f525268-718e-4f79-b123-692453c2afc8
https://chwolf.org/woelfe-in-der-schweiz/artenschutz/rechtlicher-status-ch
https://www.ifaw.org/de/action/leben-mit-wolfen-in-deutschland
https://www.focus.de/experts/experte-erklaert-so-gelingt-das-zusammenleben-mit-dem-wolf-in-deutschland_id_200088099.html
„Allerweltsvogel“ auf Rückzug: Spatz, wo bist du?

Wo sind all die Spatzen hin? Vielleicht hast du dich dies in letzter Zeit auch schon mal gefragt…
Wo Haussperlinge (Passer domesticus) – volksmündlich „Spatz“ genannt – früher beinahe allerorts laut tschilpend in ganzen Scharen einzogen, sich in Hecken sammelten, lauthals von Dächern pfiffen und an belebten Plätzen für Entzücken oder aber Murren sorgten, wenn sie nonchalant über Gastro-Tische hopsten, um den ein oder anderen Krümel vom Teller zu stibitzen, scheint das unverkennbare aufgeregte „Gezeter“ der grau-braun gefiederten „Kulturfolger“ mittlerweile vielerorts merklich leiser zu werden.
Ist es dir auch schon aufgefallen? Vor allem in (deutschen) Großstädten macht sich der Spatz zusehends rar(er). Urbane Parkanlagen und Gärten zählen i.d.R. längst nicht mehr so viele Haussperlinge, wie einst. Doch auch in vielen ländlichen Gebieten ist der kleine Vogel mit dem dezenten Federkleid, welcher seit 2002 auf der „Vorwarnstufe der Roten Liste“ rangiert, immer seltener anzutreffen, und das, obwohl dieser vorzugsweise u.a. landwirtschaftliche Bauwerke bezieht.


Wo Mensch, da Spatz:
Der Spatz ist ein überaus geselliger und standorttreuer (Über-)Lebenskünstler, welcher seit jeher von menschlich geschaffenen (baulichen) Strukturen profitiert – neben Baumhöhlen und Büschen, hat der Sperling vor allem die Nischen unserer Dächer und Gemäuer zu präferierten Nistplätzen auserkoren, während er oft mit Vorliebe aufpickt, was Mensch an Nahr- und Schmackhaftem fallen lässt bzw. anbaut. Früher galten die possierlichen Vögel daher vielerorts als unliebsame diebische „Schmarotzer“, welchen man, meist mit tödlicher Absicht, intensiv nachstellte. Heute ist der niedliche Haussperling mit seinem charakteristischen „Tschilp“ aus unseren Dörfern, Parks, Gärten und Städten glücklicherweise nicht mehr wegzudenken.


Der (adulte) Spatz ernährt sich primär vegetarisch – also von Körnern, Sämereien, Früchten und Gräsern – die hungrigen Schnäbelchen seiner Jungtiere hingegen stopft er mit proteinreichen Insekten, wenn er denn welche findet. Eben dieser aus extensiver Urbanisierung und naturferner Flächennutzung resultierende Insektenschwund ist es, der – neben überpflegten Gärten und modernisierten Bauwerken – nicht nur aus den „Allerweltsvögeln“ zusehends „Raritäten“ zu machen droht. Denn wo übermähte Wiesen kaum ein Blümchen hervorbringen, abgedichtete Fassaden nicht mehr als Kinderstube taugen und versiegelte Flächen nicht zum Staubbaden einladen, da (bald) kaum ein „Tschilp“ oder anderweitiges Gezwitscher mehr.
Als Standvogel, der von einer beschwerlichen Reise in den Süden absieht, ist der Spatz auch im Winter bei Schneegestöber in deinem Garten, auf deinem Balkon oder im Park anzutreffen. Auch wenn er gegenwärtig (noch) zu den häufigsten Gartenvögeln zählt, kannst bzw. solltest du – sofern die Möglichkeit gegeben ist – den Haussperling, wie andere Wildvögel auch, insbesondere zur kalten Jahreszeit unterstützen:


Stauden, die du den Winter über unbehelligt stehen lässt, versorgen Spatzen und andere (Sing-)Vögel mit nahrhaften Samen. Darüber hinaus freuen sich Haussperling & Co ganzjährig über saubere Frischwasser-Tränken sowie über schmackhafte Energielieferanten wie bspw. Sonnenblumenkerne und andere Sämereien, die du – geschützt und hygienisch platziert – anbieten bzw. auslegen kannst. Mit einer naturnahen Gartengestaltung kannst du (Sing-)Vögel sowie andere Tiere zudem ganzjährig locken und nähren. Erfahre mehr:
Vögel füttern im Winter: Das sollten Sie wissen – [GEO]

Wie du ein „Spatzen-Mehrfamilienhaus“ bauen kannst, um den Haussperlingen, inmitten von für sie meist unbrauchbaren da nischenfreien Fassaden, einen geeigneten Nistplatz zu schaffen, erfährst du HIER:
Bauanleitung Spatzenhaus – NABU
Bitte weitersagen!
Ist dir auch schon aufgefallen, dass der Spatz sich zusehends rar macht?
Quellen:
Der Haussperling: Der Spatz lebt gesellig – NABU
Wo sind die Spatzen? Warum sich der Sperling rar macht | kraut&rüben (krautundrueben.de)


Terraristik & Exotenhaltung: Tierleid im Glaskasten
Hund und Katze reichen längst nicht mehr: Was die „Heim“tierhaltung betrifft, kann es vielen Menschen hierzulande gar nicht exotisch genug sein. Eingeglaste Mikro-Dschungel oder -Wüsten in Form von größeren und kleineren Terrarien füllen teilweise Keller, Hobbyräume und/oder Wohnzimmer und bilden in manchen Fällen ganze „Heimzoos“. Meist üppig bepflanzt, hell ausgeleuchtet, eingestreut und dekorativ ausgekleidet, sollen sie dem trauten Heim Exotik einhauchen und – je nach Optik, „Seltenheitswert“ und Gefährlichkeitsgrad des „tierischen Besatzes“ – für Faszination und/oder Nervenkitzel sorgen.


Vor allem teilweise aus aller Welt stammende terrestrische (landbewohnende) Tiere wie Reptilien, so etwa Schlangen und Bartagamen, Amphibien wie bspw. Frösche und Unken, Wirbellose wie Vogelspinnen und Skorpione sowie (exotische) Kleinsäuger wie etwa Gerbils, fristen oft ein trostloses artwidriges Dasein hinter (Plexi-)Glas. Allesamt hochkomplexe, hinsichtlich ihrer Habitatsbedingungen anspruchsvolle und leidensfähige Geschöpfe, welche, ihres Ursprungs entsprechend, exakt an sie angepasste klimatische Bedingungen sowie adäquate Luftfeuchtigkeit, Futtermittel und Bodenbeschaffenheit benötigen, um ein artgerechtes und gesundes Leben führen zu können. Ein Leben, wie es ihnen innerhalb eines Terrariums i.d.R. verwehrt bleibt und resultierend oft von Leidensdruck geprägt ist. Vielen Exotenhaltenden mangelt es, aufgrund von Nachlässigkeit oder schlichtem Desinteresse, an nötiger Fachkenntnis, was die Verpflegung sowie den korrekten artspezifischen Umgang mit den empfindsamen Geschöpfen betrifft. Anders als domestizierte Tiere, können Exoten wie Reptilien menschlicher Nähe und „Zuneigung“ zudem i.d.R. nichts abgewinnen – vielmehr können die Tiere massiven Stress erleiden, wenn sie betatscht oder auf den Arm genommen werden und sich infolge physisch bedrängt oder gar bedroht sehen – Exoten sind keine „Streicheltiere“!

Längst ist die Terraristik – als kostenintensive Haltungsform – zu einer beachtlichen Wirtschaftssparte erwachsen, die nicht nur von der Veräußerung der Behältnisse selbst, zugehöriger Gerätschaften und Ausstattungselemente profitiert, sondern vor allem auch mit dem Handel der terrarienbewohnenden Exoten großen Reibach macht. Wo die Nachfrage stetig steigt und die Nachzucht verschiedener Arten mit hohem finanziellen Aufwand und vielen Schwierigkeiten verbunden ist, werden nicht selten auch Wildfänge zum Verkauf angeboten, die ihrer natürlichen Umgebung zuvor gewaltsam entrissen wurden, in welcher sie als unverzichtbare Öko-Akteure fungiert und ein Leben fernab von (plexi)gläsernen Barrieren geführt haben. Nicht alle raren Exoten genießen internationalen Schutzstatus – oft ist dieser national beschränkt und spielt dem globalen Handel mit gefährdeten Arten somit in die Karten. Insbesondere extrem seltene und daher teils noch unentdeckte Arten sind von internationalen „Handelsregulierungen“ i.d.R. ausgenommen und können daher zur leichten Beute für kriminelle Händler:innen und perfide profitorientierte Strukturen werden – darunter vor allem Reptilien und Amphibien, wie sie von fernen Ländern aus nach Europa geschmuggelt, um letztlich, nebst Nachzuchten, in Zoohandlungen oder auf entsprechenden Messen – wie etwa der weltgrößten „Börse für Terrarientiere“ – der „Terraristika“ in Hamm – als in winzige Plastikboxen gesperrte „Wühltischware“ offeriert zu werden, während die Bestände in ihren Ursprungsländern meist zusehends schwinden. Viele Tiere überleben die Transportstrapazen nicht – und gehen, mangels hinreichender Versorgung oder aufgrund von Verletzungen und/oder Stresseinwirkung elendig zugrunde, noch bevor sie in den Handel gelangen.

Ein nicht minder grausames und ebenso tierleidförderndes Parallel-Geschäft stellt die Zucht sowie die Veräußerung von so genannten „Futtertieren“ dar, welche „Terrarien“-Tieren i.d.R. lebendig zum Fraß vorgeworfen werden. Heuschrecken, Grillen u.a. werden zuhauf in kleine Behältnisse gepfercht, wo sie meist ohne ausreichend Bewegung und Futter dahinhinvegetieren und nicht selten verenden. Als „Schlangenfutter“ gezüchtete und gehandelte Mäuse und Ratten ereilt oft ein ähnlich qualvolles, tierschutzwidriges Schicksal.


Terraristik bzw. Exotenhaltung bedeutet i.d.R. Tierleid hinter (Plexi-)Glas, fördert Naturplünderung, gefährdet den globalen Artenschutz und sollte konsequent aus (deutschen) Haushalten verbannt werden! – Wir fordern dahingehend ein dezidiertes Ausstellungs- sowie Handelsverbot!
Bitte weitersagen!
Quellen:
Terrarientiere: Into the wild! – Ethik.Guide (ethikguide.org)
Reptilienschmuggel: Handel ohne Grenzen • Pro Wildlife
„Wildtiere als Wühltischware“: Tierschutzorganisation kritisiert „Terraristika“ in Hamm