Tierquälerei melden
Wir brauchen dich, dass du uns Tierquälerei meldest, da wir als Verein unsere Augen nicht überall haben können. Du kannst uns dabei helfen und uns auf Tierquälerei aufmerksam machen, damit wir dann unser Bestes geben können, um den Tieren zu helfen. Wir bitten dich, das untenstehende Formular soweit möglich und mit wahrheitsgetreuen Angaben auszufüllen, abzuschicken und so die Tierquälerei zu melden. Wir versichern dir, dass wir alle Angaben völlig vertraulich und anonym behandeln und keinesfalls veröffentlichen oder an Dritte weitergeben. Wir brauchen aber korrekte und konkrete Angaben zu deinem Namen und vor allem deine Kontaktdaten, wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer, da wir dich nur dann kontaktieren und Rückfragen stellen können. Stimmen die von dir gemachten Angaben nicht oder fehlen, können wir die gemeldete Tierquälerei oft nicht weiter bearbeiten und den Tieren kann somit vielleicht nicht geholfen werden.
Dadurch, dass Menschen Tierquälerei gemeldet haben, konnten wir bereits einige Tierschutzskandale aufdecken. Wir bitten dich daher, nicht zu schweigen, wenn du Tierquälerei melden kannst. Fasse dir ein Herz und schreibe uns. Nur mit deiner Hilfe können wir alle relevanten rechtlichen Schritten einleiten, um die Tierquälerei zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
FORMULAR KOMMT HIER REIN
WICHTIGE HINWEISE VORWEG
Täglich werden Tiere gequält und misshandelt, uns erreichen daher jede Woche Nachrichten und Meldungen von Missständen aus dem ganzen Bundesgebiet. Wir versuchen, jedem Fall nachzugehen und unser Bestes zu geben. Nicht immer können wir etwas machen, aber oft haben wir Erfolg, eine Garantie gibt es jedoch nicht. Unsere Missstandsmeldungen werden ehrenamtlich betreut und aufgearbeitet, daher kommen wir auch mal an unsere personellen und zeitlichen Grenzen und können leider nicht überall helfen, obwohl wir es immer versuchen. Es liegt also auch an dir, sich für Tiere stark zu machen und keinesfalls zu zögern, wenn du Tierquälerei siehst. Im folgenden aufklappbaren Abschnitt erhältst du einige ausführlichere Tipps, wie du selbst aktiv werden kannst.
ACHTUNG: Bitte zögere nicht, wenn sich ein Tier direkt in Lebensgefahr befindet, und handle sofort! Informiere die Feuerwehr, Polizei, nahegelegene Tierärzt:innen oder hilf dem Tier, wenn möglich und nötig, selbst. Bring dich und andere hierbei bitte jedoch niemals in Lebensgefahr!
TIPPS ZUM SELBERHANDELN
Jede:r von uns kann etwas für notleidende, vernachlässigte, gequälte oder misshandelte Tiere tun! Denn diese können sich selbst nicht helfen. Hier bekommst du daher einige Ratschläge von uns, was du wie selbst tun solltest und kannst, wenn du Zeug:in von Grausamkeiten gegen Tiere wirst.
1. Sich bilden & informieren!
Wissen verschafft Vorteile! Wer die relevanten Gesetze, Regelungen, Verordnungen und Vorschriften kennt, die/der hat klare Vorstellungen, was mit diesen konform geht und was nicht und wie sie/er eventuell einschreiten kann. Zu betonen ist hierbei zu allererst das deutsche Tierschutzgesetz (TierSchG). Aber auch andere Regularien sind relevant und von Vorteil: Die Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Mindestanforderungen zur Haltung ausgewählter Tierarten), die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) oder spezifischere wie die Tierschutz-Hundeverordnung (Mindestanforderungen zur Hundehaltung).
2. Sich & andere aktivieren!
Konstruktive und freundliche Gespräche bei der Bemerkung von vermuteter Tierquälerei und der (Erst-)Kontakt zu den betreffenden Tierhalter:innen können eine erste produktive Möglichkeit sein, auf diese positiv einzuwirken. Dadurch kann sich direkt die Situation der Tiere verbessern. Solltest du das Gefühl haben, es ließe sich sinnvoll mit den Tierhalter:innen reden, nutze die Gelegenheit auf jeden Fall zuerst, denn jeder weitere Schritt kann von diesen als „Angriff hintenrum“ gedeutet werden. Bitte achte jedoch zu jeder Zeit auf deine eigene Sicherheit, niemand kann erahnen, wie die gegenüberstehende Person reagiert. Bei Unsicherheit nimm dir immer weitere Personen hinzu.
Sollte dieses Vorgehen nicht fruchten oder dir zu “gefährlich” erscheinen, wende dich an das nächstgelegene Tierheim, lokale/regionale Tierschutzorganisationen, das Veterinäramt oder die Polizei. Nicht selten ist der von dir zu beanstandende Fall von Tierquälerei sogar bereits bekannt und weitere Informationen und Hinweise zielführend und wichtig. WICHTIG: Dringend einschreiten solltest du, wenn Tiere in akuter Lebensgefahr schweben. Informiere so schnell wie möglich die nächstgelegene Polizeistelle, Feuerwehr-Station oder Tierarztpraxis. Alles, was du an Tierquälerei live siehst, solltest du unbedingt und ohne Zeitverzögerung zur Anzeige bringen. Du kannst jederzeit bei der örtlichen Polizei Anzeige gegen betreffende Personen erstatten.
3. Dokumentieren & festhalten!
Keine Anklage ohne Beweise! Behauptungen bleiben Behauptungen, wenn sie nicht belegt werden können. Daher ist es wichtig, dass du so viele Beweise der Tierquälerei wie möglich sammelst und alles den Fall Betreffende schriftlich zeitnah und detailliert festhältst. Allen voran: Datum, Uhrzeit und soweit möglich eine exakte Ortsangabe, zu und an welchem sich der Missstand ereignet hat bzw. du ihn oder dessen Auswirkungen wahrgenommen hast. Selbiges gilt für alle Bild- und Videomaterialien und jegliche Interaktionen mit betreffenden Personen, also z.B. wann du wo mit wem geredet hast, um was es ging und welche Ergebnisse daraus hervorgingen. Zusätzliche schriftliche Zeugenaussagen Dritter sowie tierärztliche Gutachten sind von Vorteil, mit letzteren lässt sich besser abschätzen, inwieweit wirklich zu beanstandende Tierquälerei vorliegt.
4. Behördlich melden & hartnäckig sein!
Nur was behördlich gemeldet wird, wird eventuell behandelt! Hierfür hast du grundsätzlich zwei Anlaufstellen: 1. Die Polizei: Diese muss deine Missstandsmeldung aufnehmen, dazu ist sie gesetzlich verpflichtet, lass dir also nichts Gegenteiliges weismachen. Eine mündliche Schilderung reicht hier vorerst. 2. Das lokale/regionale Veterinäramt: Diese Behörde ist zuständig für Missstände und muss Vorwürfen nachgehen. An dieses kannst du deine detaillierten Unterlagen der Beobachtung der Tierquälerei senden. Bleib dabei wahrheitsgetreu, präzise und sachlich.
Mach dir immer eine Kopie von allem, damit du im Nachhinein alles noch verfügbar und überprüfbar bei dir hast! Betone eindringlich, dass dir die Verfolgung des Falls ernst ist und du nicht locker lassen wirst. Melde dich regelmäßig und erkundige dich nach dem Verlauf, damit der Fall nicht an Priorität verliert. Lass dich nicht abspeisen und abwimmeln. Wende dich bei Unzufriedenheit an Vorgesetzte. Wichtig: Aus Datenschutzgründen wirst du keine Auskünfte bekommen, was nicht bedeutet, dass das Veterinäramt nicht bereits aktiv in dem Fall ist oder war. Es herrscht Schweigepflicht. Diese darf dich nicht daran hindern, den Sachbearbeiter:innen den Fall immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Hartnäckigkeit lohnt sich hier!
5. Medien einschalten & öffentlich Druck aufbauen!
Gerade wenn Veterinärämter sich nicht bewegen wollen oder einfach nichts vorangeht, lohnt es sich, die lokalen/regionalen Medien zu informieren. Nicht wenige Redaktionen und Reporter:innen sind durchaus interessiert an Tierschutz- und Tierrechtsthemen und würden über den Missstand informieren. Der dadurch entstehende öffentliche Druck kann Einiges auslösen, sodass sich endlich etwas tut, das Veterinäramt einschreitet oder die betreffenden Tierhalter:innen selbst reagieren. Zudem motiviert die mediale Berichterstattung vielleicht andere, ähnliche Missstände in ihrer Tier”haltung” zu beheben und weitere, sich ebenso für Tiere einzusetzen und Missstände und Tierquälerei von nun an zu melden. Der Weg über die Medien lohnt also nicht selten. Beachten solltest du jedoch, dass es schnell zu einer Brandmarkung der betreffenden Tier”halter:innen” kommen kann. Deshalb sollte der Schritt in die Öffentlichkeit zuletzt und gut überdacht erfolgen!
6. Uns einschalten!
Sollten alle Stricke reißen oder das Ganze deine Größenordnung überschreiten, kannst du dich jederzeit an uns wenden. Auch wenn wir nichts versprechen können, werden wir unser Bestes geben, um die von dir beobachtete Tierquälerei zu beenden. Wichtig: Wir sind keine Behörde und können daher nicht in Gebäude eindringen oder Tiere beschlagnahmen. Auch wir müssen den Weg über Behörden wählen.
Lass dich nicht von dem ganzen Aufwand abschrecken und bleib hartnäckig! Die Tiere brauchen dich und danken es dir! Viel Erfolg und danke!
AUF WAS ACHTEN?
Nicht alles, was du als Tierquälerei oder einen Missstand betrachtest, muss gesetzlich wirklich als solches gelten! Zwar gilt grundsätzlich immer das Tierschutzgesetz, bei potentiellen Missständen in verschiedenen Bereichen und Einrichtungen gibt es jedoch jeweils spezifische Dinge, die dein Augenmerk erfordern. So gelten verschiedene Gesetze und gibt es unterschiedliche behördliche Zuständigkeiten. Auf was solltest du grundsätzlich achten?
- Physischer Zustand der Tiere? Wunden?
- Psychische Auffälligkeiten? Abnormales Verhalten?
- Genügend Sicherheitsabstand zu anderen Tieren/Menschen (Zoo, Zirkus & Co.)?
- Genügend Raum und Bewegungsfreiheit?
- Hygienische Bedingungen und Versorgungszustand (Verpflegung & tierärztliche Versorgung)
- Gefährdete Arten (Zoo- und Tierhandel)?
- Verhalten der Tier”halter:innen” und -versorger:innen (Pfleger:innen, Verkäufer:innen, etc.)?
MISSSTÄNDE PRIVATE TIERHALTUNG
Missstände in der privaten “Haltung” von Tieren sind vielfältig und schwer einschätzbar. Oft steckt hinter einer Meldung eine persönliche Racheabsicht, weil Nachbars Hund schon lange mit seinem Gebell nervt oder Konkurrenz zu benachbarten Züchter:innen besteht oder dergleichen. Derartige Meldungen behindern echte und wirklich wichtige Missstandsmeldungen, wo Tiere dringend Hilfe benötigen. So z.B. bei deutlich zu engen Käfigen, Gitterboxen, Stallungen, mangelnder medizinischer Versorgung und gar Wunden, ungenügender oder fehlender Bereitstellung von lebenswichtigen Gütern wie Wasser oder Futter oder mangelnden hygienischen Bedingungen. Was also tun, wenn du Derartiges siehst? Bitte wende dich zu allererst immer an das zuständige Veterinäramt, die Polizei oder einen örtlichen Tierschutzverein. Sie sind verpflichtet, deine Daten vertraulich zu behandeln. Sollten diese nicht reagieren und einschreiten, um den Tieren zu helfen, setze dich bitte mit uns in Kontakt (über untenstehendes Formular)!
Alle Vorwürfe, die du gegen eine:n “Halter:in” erhebst, müssen bewiesen werden. Bilder und Videos sind Momentaufnahmen, die nicht immer alles zeigen, was du wirklich gesehen hast, oder nicht immer alles so zeigen, wie es wirklich ist. Je mehr aussagekräftiges Material in Kombination mit detaillierten Beschreibungen und möglichst exakten Angaben, die alles Essentielle geordnet auf den Punkt bringen, wir bekommen, desto leichter und schneller können wir (re)agieren. Eine exakte Ortsangabe und Anschrift der betroffenen Tiere ist dabei unerlässlich. Nicht immer ist das so leicht zu bewerkstelligen, so z.B. bei Tieren auf Bauernhöfen oder Wiesen und Weiden. Bediene dich hierzu ruhig Google Maps und anderer Tools, um uns einen Kartenausschnitt mit möglichst genauer Markierung des Standortes oder der diesem zugehörigen Koordinaten zukommen zu lassen.
Wichtig: Fotos und Videos + der exakte Standort!
MISSSTÄNDE INDUSTRIELLE TIERHALTUNG
Mastanlagen, Schlachthöfe, Labore, Delfinarien, Zirkusse, Zoos, Zoohandlungen und alle weiteren Orte, an denen Tiere vorsätzlich industriell ausgebeutet werden, können dies nie tun, ohne den Tieren massiv Leid zuzufügen. Die extremen Einzelfälle dabei werden im Volksmund als “Tierquälerei” betitelt. Denn nicht selten werden nicht einmal die gesetzlichen Minimumstandards erfüllt. Hier lässt sich also gut angreifen. Ob als Besucher:in, Praktikant:in, Mitarbeiter:in oder zufällige:r Beobachter:in, nicht selten werden wir alle Zeug:innen von Missständen und Tierleid. Bitte setze dich dann unbedingt mit uns in Kontakt (über untenstehendes Formular)!
Alle Vorwürfe, die du gegen eine:n “Halter:in” erhebst, müssen bewiesen werden. Bilder und Videos sind Momentaufnahmen, die nicht immer alles zeigen, was du wirklich gesehen hast, oder nicht immer alles so zeigen, wie es wirklich ist. Je mehr aussagekräftiges Material in Kombination mit detaillierten Beschreibungen und möglichst exakten Angaben, die alles Essentielle geordnet auf den Punkt bringen, wir bekommen, desto leichter und schneller können wir (re)agieren. Eine exakte Ortsangabe und Anschrift der betroffenen Tiere ist dabei unerlässlich. Nicht immer ist das so leicht zu bewerkstelligen, so z.B. bei Tieren auf Bauernhöfen oder Wiesen und Weiden. Bediene dich hierzu ruhig Google Maps und anderer Tools, um uns einen Kartenausschnitt mit möglichst genauer Markierung des Standortes oder der diesem zugehörigen Koordinaten zukommen zu lassen.
Wichtig: Fotos und Videos + der exakten Standort!