ASP-Zaun-Katastrophe: Noch immer kein Entkommen für die Tiere im Odertal!
Januar 2022:
Ein totes Rotwildkalb liegt im Schneematsch unmittelbar vor den drahtenen Maschen des im Nationalpark Unteres Odertal errichteten ASP-Zauns – Zaunausbeulungen markieren jene Verzweiflung, mit welcher das Jungtier in der Nacht vom 21.01. auf den 22.01.22 mehrere Versuche unternommen hatte, die Installation zu überwinden, um seinem Muttertier in sicheres Terrain zu folgen. Das Kalb teilt sein tödliches Schicksal mit zahlreichen weiteren tierischen Schutzbefohlenen wie etwa Rehen und Mardern, die allesamt regelmäßig an der Zaunkonstruktion scheitern, während sie dem alljährlichen Hochwasser-Aufkommen im Tal entfliehen wollen. Schreie der schieren Todesangst tönen durch das brandenburgische Untere Odertal. Tiere brechen entkräftet zusammen. Kadaver hängen in den Zaunabschnitten oder treiben im Wasser. Tierschützende sind entsetzt und ohnmächtig.
Die Schreie sind nicht verstummt und das Entsetzen weiterhin groß. Ein verschrecktes Reh stürzt sich panikartig vom schmalen, hochwasserbedrängten Deichbereich aus ins eiskalte Nass und schwimmt über einen Zaunabschnitt hinweg. Das Tier hat Glück und kann den bedrohlichen Maschen entgehen, ohne sich dabei zu verheddern – schwimmt in seiner Panik allerdings ins Ungewisse, da kein rettendes Ufer in Sicht. Ob das Reh die Flucht durchs Hochwasser überlebt hat, weiß niemand so genau.
(Enrico Rahn / März 2024)
Heute:
Der habitatszerschneidende „Schutz“zaun, welcher um bzw. durch das Untere Odertal gezogen wurde, der bundesweiten ASP-Seucheneindämmung dienen soll und sich insgesamt über mehrere hundert Kilometer erstreckt, steht noch immer – und gefährdet weiterhin die Unversehrtheit, die Gesundheit und das Leben vieler betroffener Wildtiere – eine Gefahr, die jedes Jahr mit Einbruch des Winters kulminiert, da dieser Hochwasser mit sich bringt und vor allem in seinen Endzügen vermehrt die eingedeichten Auen des Nationalparks im Zuge der Schneeschmelze im Frühjahr füllt. Ein wohlbekanntes Phänomen, das bei Zaunkonzipierung offenbar schlicht ignoriert wurde.
(Privat)
Hintergrund:
Der Nationalpark Unteres Odertal in Brandenburg nahe Schwedt lockt u.a. mit landschaftlichem Idyll, wilder Fauna und ist – als „Flussauen-Nationalpark“ – hierzulande einzigartig. Seit 2021 bereits ist dieses Schutzgebiet, welches an Polen grenzt und zahlreiche Wildtiere beherbergt, nunmehr zerschnitten bzw. umzäunt. Jener „Schutz“zaun, welcher der extensiven Ausbreitung der bei Wildschweinen festgestellten Afrikanischen Schweinepest – kurz „ASP“ – entgegenhalten soll, macht das uckermärkische Kleinod seither regelmäßig zum überfluteten Polder- und Drahtmaschengrab für Rehe, Biber, (Groß-)Vögel, Marder und andere Tiere. Das leidvolle Sterben der Wildtiere in den Fängen der Zaunmaschen und ihr qualvolles Ertrinken konnte in den vergangenen Jahren in erschreckender Vielzahl dokumentiert werden. Allein im ersten Halbjahr 2022 seien rund 77 Rehe infolge der Zaunbarriere qualvoll verendet. „Für viele Wildtiere ist das eine Falle, sie müssen jämmerlich ertrinken“, klagt Kristina – eine engagierte Tierschützerin, die das Geschehen vor Ort dokumentiert und mit uns in Kontakt steht.
Mit dem Erbau des ASP-Zauns hat der Landkreis Uckermark eine Todeslinie durch ein Gebiet gezogen, welches sich – als Nationalpark – dem Schutz des Lebens und der ökologischen Resilienz und Vielfalt verschrieben hat – dieses gleicht, seit der Zaunerrichtung, eher einem riesigen „Tiergehege”. Nutznießer der Einzäunung seien vor allem schweineproduzierende Betriebsstätten – nicht nur solche in Brandenburg, sondern im gesamten Bundesgebiet. Der ASP-Zaun soll ein Durchdringen der schweinespezifischen tödlichen Seuche zu deren Beständen verhindern, und sie folglich vor einer wirtschaftlichen Katastrophe bewahren. Der Zaun dient der Fernhaltung von potenziellen Seuchenträgern – also (ASP-infizierten) Wildschweinen. „Die toten Wildtiere, sagt Kristina, würden von den Verantwortlichen offenbar „als reine Bagatellschäden“ betrachtet.“ Es ist erschreckend, welch tödlichen Einfluss die Fleischindustrie auch außerhalb ihrer quälenden und mordenden Fabriken auf Tiere nimmt.
(Privat)
Bereits 2022, als die Problematik zunehmend auch medial an Brisanz gewann, hatte sich eine ganze Interessengemeinschaft von Tierschützenden zusammengefunden, welche das skandalöse Geschehen im Unteren Odertal u.a. geschlossen detailliert und akribisch dokumentierte und an politische Instanzen sowie an Sachverständige heran trug – mit der Hoffnung auf zeitnahe rettende Intervention. Auch wir standen in ständigem Kontakt mit den Agierenden, berichteten regelmäßig und eingehend und wandten uns in Form eines offenen Briefes fordernd an die (regional-)politischen Entscheidungsträger:innen – adressiert an Frau Karina Dörk, Landrätin LK Uckermark & Frau Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg:Mit der Weiterleitung an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft involvierten wir außerdem eine übergeordnete Instanz. Mit einem Flyer, welcher 10.000 mal gedruckt und im betroffenen Gebiet verteilt wurde, gaben wir Bürger:innen – in Zusammenarbeit mit den ansässigen Tierschützenden – Instruktionen zur Rettung der Zaunopfer an die Hand. Mit der Hashtag-Aktion „#RettetDieTiereImOdertal“ machten/machen wir ferner via Social Media geballt auf die Not der ertrinkenden Tiere aufmerksam.
Trotz aller Bemühungen, einer flankierenden Petition, der Expertisen von wildtierkundigen Sachverständigen und einer eklatanten Zielverfehlung der drahtenen Maßnahme fand die Zaunproblematik bei den Entscheidungsträger:innen lediglich stiefmütterliche Beachtung: Statt den lebensrettenden Forderungen nach einem weitläufigen Zaunversatz bzw. einer (Teil-)Entfernung nebst einer Bauartanpassung nachzugehen, war man lediglich Willens, einen partiellen Versatz zu avisieren. Dieser beschränkt sich auf gerade mal 10 km Zaunstrecke – bei einer Zaungesamtlänge von rund 120 km, die den Nationalpark einfasst. Temporäre Zauntor-Öffnungen bzw. Durchlässe wurden veranlasst, die – laut Bezeugender – kaum bis gar keinen Effekt hatten/haben – nur selten würden die Tore geöffnet. Das eigenmächtige Öffnen sei Bürger:innen unterdessen strikt untersagt. Was Fürsprecher:innen als „Weiße Zone“ bezeichnen, wird weiterhin jedes Jahr aufs Neue zur Todeszone für zahllose Wildtiere. Rechtsmittel wurden bzw. werden ausgeschöpft, um die Tiere im Odertal zu retten – wobei der „Wildtierschutz Deutschland e.V.“ im zentralen Verfahren federführend ist, und die Justiz beharrlich prokrastiniert.
Derweil stoßen die gegenwärtigen Bemühungen Tierschützender mediale Größen für Berichterstattungen zur Transparentmachung zu gewinnen auf wenig Gegenliebe. Immerhin – die „TAZ“ hat das skandalöse Geschehen zusammengefasst: ➡️ Seuchenbekämpfung im Nationalpark: Unruhe im Unteren Odertal – taz.de
Noch immer kein Entkommen für die Tiere im Odertal:
Dem Schwarzwild, welchem die Zäunung gilt – von diesem aber nachweislich überwunden wird, stelle man u.a. vermehrt waidmännisch nach – die Tiere würden kurzerhand abgeschossen werden. Dabei kämen spezielle „Kastenfallen“ und Drohnen zum Einsatz, um sie zu orten und einzufangen – man wolle den Nationalpark „quasi wildschweinleer schießen“, klagt Kristina. Ein ansässiger orts- und bestandskundiger Jäger bezeichne das Ziel der Volldezimierung des Schwarzwildes in „der Kernzone des Nationalparks“ für „illusorisch“. Die (eingezäunten) Tiere des Odertals drohen nicht nur dem alljährlichen Hochwasseraufkommen zum Opfer zu fallen – sie finden sich auch zeitweise im „Kugelhagel“ wieder.
Wie man hört, zieht sich das Hochwasser gegenwärtig zurück – der trockene Sommer zeichnet dann ein trügerisches Bild der Sicherheit, das – wie jedes Jahr – gegen Jahresende verblassen wird. Spätestens bei Wintereinbruch kehrt das Hochwasser sukzessive zurück und die Zaunbarriere wird erfahrungsgemäß erneut zahllose Tiere in den Tod zwingen. Ertrunkene oder anderweitig zu Tode gekommene Zaunopfer – verendete Tiere – erblickt man hingegen kaum noch – diese würden durch Spezialfirmen kurzerhand eingesammelt und entsorgt werden, was das Bild noch trügerischer macht.
(Enrico Rahn / 2022)
„Darf man wirklich der Fleischindustrie einen Nationalpark opfern?“, fragt Kristina. „Ich finde, nein.“ – Dem pflichten wir vollumfänglich bei und fordern ein promptes Handeln der Verantwortlichen – Rettet (endlich!) die Tiere im Odertal!
ANIMALS UNITED-Aktionsgruppe RAVENSBURG gegen „JAGEN und FISCHEN“
TIERE SIND KEIN FREIWILD!
Am vergangenen Sonntag – 14.01.2024 – schloss sich unsere Aktionsgruppe RAVENSBURG der durch die V-Partei³ initiierten Demo gegen die „JAGEN und FISCHEN“-Messe am Augsburger Messezentrum an, welche jedes Jahr Scharen von Jagd- und Angelwütigen in ihre Hallen lockt, um (Hobby-)Tiermord in Wald, Flur sowie am Gewässer zu zelebrieren und dafür zu akquirieren. JAGEN UND FISCHEN | Messe Augsburg
Bei Schneetreiben und eisigen Temperaturen harrten unsere Aktivist:innen stundenlang tapfer vor dem Haupteingang der Messe aus, und machten insbesondere Messebesuchende mittels Bannern, Plakaten, Stimmgewalt und bloßer Präsenz darauf aufmerksam, dass Tiere kein Freiwild sind.
Unsere Aktionsgruppe berichtet:
„Gemeinsam mit fast 40 anderen Aktivist:innen versammelten wir uns am vergangenen Sonntag, 14.01.24 trotz klirrender Kälte auf dem Messegelände Augsburg, um gegen die Messe „Jagen und Fischen“ zu demonstrieren, die dort seit 1987 jährlich stattfindet.
„Natur erleben“, das diesjährige Motto der Messe, mutet angesichts der millionenfachen Tötung von Wildtieren und Fischen allein in Deutschland regelrecht zynisch an. Unter dem Deckmantel der Naturverbundenheit dreht sich auf der Messe alles um die Interessen von Jäger:innen und Fischer:innen. Mit Bannern, Plakaten und Sprechgesängen haben wir Aktivisti uns lautstark für das eingesetzt, was in dieser Gleichung ignoriert wird: Die Interessen und Rechte der Tiere. Etwas schade war, dass mit dem Messepublikum kaum ein konstruktiver Austausch zu Stande kam. Wir erregten zwar Aufmerksamkeit und zogen viele Blicke auf uns und unsere Message, das kommunikative Repertoire der Besucher:innen beschränkte sich allerdings größtenteils auf abfällige Gesten oder infantiles „Jetzt ein Hirschgulasch/Rehbraten!“-Gejohle. Beinahe amüsant war da der Musikant, der sich vor uns aufbaute und versuchte, mit seinem Alphorn gegen uns anzublasen (wir waren lauter ).
Jagd und Fischerei sind weder ethisch vertretbar noch ökologisch notwendig, deshalb werden wir auch im nächsten Jahr wieder vor Ort sein, um das Messepublikum daran zu erinnern, dass Tiere kein Freiwild, keine Trophäen und keine Nahrungsmittel sind!“
Wir freuen uns, am vergangenen Sonntag für unser ANTI-„JAGEN und FISCHEN“-Bestreben laut und präsent gewesen zu sein – und für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!
Du hast Lust, mit uns gemeinsam für Tierrechte Schnee und Kälte zu trotzen und unsere bundesweiten Aktionen ehrenamtlich zu unterstützen und zu bereichern? Dann schließe dich einer unserer Bestands-Aktionsgruppen an – oder baue deine eigene auf HIER geht’s direkt zur Registrierung:Aktionsgruppen – ANIMALS UNITED e.V.
Bitte weitersagen!
Die Arten sterben – auch unter Wasser
Nicht nur zu Lande fordert die menschliche Einflussnahme in Form von Urbanisierung, Ökonomisierung und allgemeiner Naturentfremdung ihren seh-, hör- und spürbaren Tribut: Auch hiesige Gewässer verzeichnen, aufgrund von habitatslimitierenden baulichen Korrektiven, Flusseinfassungen bzw. -Begradigungen sowie extensiver Verschmutzung – wir denken an den Massentod in der Oder 2022 – einen dramatischen wie ökologisch relevanten Populationsschwund, der vor allem in verborgener See- und Flusstiefe vonstatten geht.
Die Arten sterben – auch unter Wasser:
Eine erstmals seit 2009 vorgenommene Aktualisierung der „Roten Liste für Süßwasserfische und Neunaugen“ offenbart Alarmierendes: „Jede zweite deutsche Fischart ist gefährdet oder vom Aussterben bedroht“ – demnach sei die Zahl der 2009 als „gefährdet“ eingestuften heimischen Fischarten binnen 15 Jahren – also bis Ende 2023 – von 22 auf 38 gestiegen. Noch vor einigen Jahren erfreute sich insbesondere die hübsche und flinke Forelle (Salmo trutta), die leider allzu oft am Haken und auf dem Teller landet, mit ihren Unterarten, wie sie hierzulande vor allem durch Seen, Flüsse und Bäche schwimmen, einer stabilen Bestandsdichte mit entsprechend stabilem Status. Wachstumsrückläufe, wie sie vor allem im bayerischen und im baden-württembergischen Raum eklatant seien, haben die resiliente Forelle – darunter die Meer-, See- und Bachforelle (Siehe Bild) in ihrer einst so robusten Populationsdichte geschwächt bzw. destabilisiert – die Lachsfische gelten – wie viele andere Süßwasserfische – in Deutschland mittlerweile als gefährdet. Bezüglich des Artensterbens unter Wasser fungiere die Forelle als repräsentativer Indikator: Laut Christian Wolter – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Berlin – sei die neuerliche Listung der Fische „ein erstes deutliches Warnsignal für größere klimabedingte Biodiversitätsveränderungen in Fließgewässern.“
Wo Fischarten wie der Atlantische Lachs (Salmo salar) und das Meerneunauge (Petromyzon marinus) dem finalen Aussterben in Deutschland gegenwärtig gerade noch so davonschwimmen, seien geschuppte Öko-Akteure wie etwa der Bodensee-Kilch, welcher bereits seit 2009 als ausgestorben oder verschollen gilt, vermutlich unwiederbringlich aus hiesigen Gewässern verschwunden. Besonders endemische Arten wie die Chiemsee-Renke würden sich zusehends rar machen – hier ist konsequentes Augenmerk und Schutz unerlässlich.
Auch wenn vor allem bauliche Eingriffe, Gewässer-Beschmutzung, konkurrierende Invasiv-Arten und klimatische Veränderungen als Kernursachen für das Sterben bzw. Verdrängen heimischer Fischarten angeführt werden – Die Angelwut sollte in diesem Kontext nicht außer Acht gelassen werden: Schätzungsweise rund sechs Millionen (Hobby-)Angler:innen halten (regelmäßig) ihre mit Ködern gespickten Haken in deutsche Binnengewässer wie Seen, Flüsse sowie ins Meer und entreißen dabei zahllose Fische ihrem natürlichen Element. Ein tödlicher „Trend“, welcher sich im Zuge der Corona-Pandemie noch intensiviert hat und als vermeintliches „Naturerlebnis“ deklariert wird, während er hiesige Gewässer potenziell in ökologische Bedrängnis bringt.
Fische leiden:
Was Angelnde beim Ausbringen ihrer Haken oft negieren, um sich der ethischen Reflexion zu entziehen: Fische sind durchaus in der Lage, Schmerzen sowie Emotionsregungen wie etwa Angst und Stress zu empfinden. Allein ihre vermeintliche Stummheit und ihr statischer Ausdruck macht viele Menschen unempfänglich für jenes unermessliche Leid, welchem die Tiere bei gewaltsamer Entnahme aus ihrem nassen Habitat sowie bei Tötung ausgesetzt sind.
Lebensraumerhaltende Interventions- bzw. Schutzkonzepte, Renaturierung sowie eine konsequente, langfristige Gewässerschonung dürften unabdingbar sein, um dem voranschreitenden Artensterben unter Wasser Einhalt zu gebieten und die Bestände (gefährdeter) heimischer Fischarten zu stabilisieren.
Auch Wasserlebewesen wie Fische haben ein Recht auf Leben und Lebensqualität!
❗🩸Seit dem 1. Dezember ist in der Schweiz der Abschuss von 12 der insgesamt 32 Wolfsrudeln genehmigt worden.
🐺🛡️✊ Eigentlich ist der Wolf durch die Berner Konvention geschützt, einem völkerrechtlichen Vertrag zum Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere in Europa. Verschiedene Tierschutzorganisationen haben deshalb beim Europarat Beschwerde eingelegt, um sicherzustellen, dass dieser Schutz auch eingehalten wird.
🛑🫷 Ein kleiner Erfolg ist zu verzeichnen. Mittlerweile wurde in Graubünden die Ermordung der Wölfe gestoppt. Abschüsse sind dort aufgrund der Beschwerden vorerst nicht mehr erlaubt. In Wallis wurde der Abschuss von zumindest drei der Rudel gestoppt.
🧑🌾🐑💥Viele Menschen sind dem Wolf gegenüber negativ eingestellt, da vom Menschen (aus-)genutzte Herdentiere, wie beispielsweise Schafe, Beute dieses Prädators sind. Außerdem wächst mit der Population des Wolfs auch die Angst vor diesem. Daher der erschreckende Entschluss der Wolfstötung als vermeintliche “Lösung” des Problems.
🙅🤝 Doch dies ist weder eine nachhaltige Vorgehensweise, noch ist diese ethisch vertretbar. Ein friedliches und schussfreies Zusammenleben mit dem Wolf ist möglich! Durch ihre lange Abwesenheit hat der Mensch den richtigen Umgang mit den Wölfen verlernt. Besonders die Unwissenheit sowie die multimediale Stimmungsmache sorgen vielerorts für Furcht und Verunsicherung.
🤏💥Bei einem Waldspaziergang von einem Wolf angegriffen zu werden ist äußerst unwahrscheinlich. Seit ihrer Rückkehr vor 20 Jahren, gab es keine tödlichen Unfälle oder aggressive Annäherung seitens der Wölfe. Solltest du dennoch einen treffen, gilt es, Ruhe zu bewahren und dem Wolf Zeit zum Rückzug zu geben. Keinesfalls solltest du auf ihn zugehen, ihn füttern oder gar versuchen, ihn zu streicheln. Wegrennen ist ebenfalls nicht empfehlenswert, denn dies könnte – wie bei vielen Beutegreifern der Fall – u.U. seinen Jagdinstinkt aktivieren.
🐕👍 Seit Ewigkeiten gilt der Wolf als “Feind” der Weidetierhaltenden. Doch durch effektive Schutzmaßnahmen können Weidetiere mittlerweile gut geschützt werden.
❗☠️❗Es ist unwahrscheinlich, dass durch die Ermordung freigewordene Reviere nicht von jungen Wölfen übernommen werden. Schlussfolgernd: Grausame Wolf-Abschüsse werden jedes Jahr durchgeführt. Meist sind junge Wölfe für die Risse verantwortlich, da sie noch unerfahren sind und versuchen, leicht an Nahrung zu gelangen. Mit probaten Schutzmaßnahmen können potentielle, weidende “Beutetiere” effektiv vor möglichen Wolfs-Angriffen geschützt werden.
😤✋❌ Wir sind absolut schockiert über dieses Wolfsmassaker. Derartige Handlungen müssen gestoppt werden, um den Schutz und Erhalt der Wolfspopulation zu gewährleisten.
YAAY! Der brandneue ANIMALS UNITED „BLICKPUNKT“ ist da!
Druckfrisch erstrahlt die aktuelle Ausgabe unseres Vereins-Magazins „BLICKPUNKT“ in vollem Glanz und wartet nur darauf, von dir gelesen zu werden!
Tierrechte im Blick: In unserem „BLICKPUNKT“ lassen wir das ANIMALS UNITED-Jahr 2023 für dich noch einmal komprimiert Revue passieren – und informieren dich über Aktuelles und Geplantes.
26 Seiten geballte Tierrechtsambition – Das erwartet dich in unserer Neuausgabe:
Langsam neigt sich das Jahr 2023 dem Ende zu und die Zeit für einen Jahresrückblick ist gekommen: Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie fand 2023 wieder unsere jährliche Großdemo für einen tierfreien Zirkus in München statt. Mit unseren Workshops schulten wir zahlreiche zukünftige Tierschutzlehrer:innen. Und auch im Bereich Auslandstierschutz konnten wir die Situation der Tiere vor Ort in Ungarn, der Ukraine und weiteren Ländern verbessern und vielen Schützlingen aus dem Tierheim Gyula den Start in ein neues Leben ermöglichen. Dies alles und viele weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit findest du in unserem Blickpunkt.
Lies Bewegendes, Aufregendes, Erstaunliches, Mitreißendes und Informatives für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig! Mach’s dir gemütlich und schmökere in unserem brandneuen „BLICKPUNKT“.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen, Entdecken und Informieren!
Bitte weitersagen!
Zugunsten der Schießwut: Skandal um Deutschen Engagementpreis
Wo die (Hobby-)Jägerschaft in Wald und Flur unter tödlichem Büchseneinsatz die blutigen, naturwidrigen wie perfiden Regeln vorgibt, so profitierte diese – genauer gesagt ein Verdener Jagdverband – jüngst und skandalträchtigerweise von einer äußerst fragwürdigen letztlich zu ihren Gunsten und Ungunsten des Tierschutzes unternommenen Regeländerung bei der Verleihung des diesjährigen Publikumspreises im Rahmen des Deutschen Engagementpreises. Selbiger wird alljährlich durch den „Bundesverband Deutsche Stiftungen e.V.“ ausgelobt bzw. vergeben, um „bürgerschaftliches Engagement“ zu würdigen.
„In mehreren Kategorien bestimmt die Jury einen Gewinner. Zusätzlich gibt es einen Publikumspreis, bei dem die Öffentlichkeit für ein Projekt aus einer Liste abstimmen kann. Das Projekt mit den meisten Stimmen bekommt den Preis.” – Möchte man zumindest meinen.
Nach allen Regeln der Jägerschaft?!?
Mit 25.339 generierten Stimmen erlangte Tierschützerin Simone Schmidt mit ihrer „Rehkitzhilfe Franken e.V., die sich der Rettung von Rehkitzen und damit dem unverfälschten Tierschutz verschrieben hat, spielend den Finalist:innenrang im entsprechenden Preissektor – während die zweitplatzierte „Jägerschaft des Landkreises Verden e.V.“ – insbesondere gegen Ende der Abstimmungsphase – um mehrere Tausend Stimmen zurückfiel. Skandal! Trotz der eklatanten Stimmenüberlegenheit und einhergehender Erlangung des ersten Platzes durch die „Rehkitzhilfe Franken e.V.“, entschied sich die Jury kurzerhand zur Splittung des mit 10.000€ bezifferten Preisgeldes und damit zur Pervertierung der eigenen Regularien zugunsten der Verdener Jägerschaft, welche letztlich 5.000€ einsackte und sich gegenwärtig prätentiös medial feiern lässt.Eine beträchtliche Summe, die dem Schutz und der Rettung von Rehkitzen hätte zuteilwerden können und – regelhaft – auch sollen. In Tierschützer:innenkreisen sei von möglichen manipulativen Einwirkungen bzw. einer Jury-Infiltration durch die Jägerschaft die Rede.
Ihre offensichtlich von Willkür geprägte Entscheidung begründet die preisverleihende Institution in einem Social Media-Beitrag mit angeblich wogenglättender Intention – so wolle man, in Reaktion auf die vorangegangene „Kontroverse“, ein „Zeichen der Versöhnung und des gegenseitigen Verständnis für unterschiedliche Formen des Engagements“ setzen – Den entsprechenden Facebook-Post findest du hier: https://www.facebook.com/100070470993797/posts/399149302444100/
Mit ihrer Regeländerung die Preisgeldverteilung betreffend, agieren die Verantwortlichen nicht nur gegen den Willen jener Abstimmenden, welche das tierrettende Wirken der „Rehkitzhilfe Franken e.V.“ dahingehend klar präferieren – diese setzen zudem implizit ein unreflektiertes Statement Pro (Hobby-)Jagd, Schießwut bzw. waidmännischer, blutiger Machenschaften in Wald und Flur, welche dem Tier- und Naturschutz in aller Regel zuwiderlaufen.
Im Gespräch mit Simone Schmidt von der „Rehkitzhilfe Franken e.V.“ erfuhren wir, dass man – bezüglich der Ungereimtheiten um den diesjährigen Publikumspreis – seitens des Vereins vor allem Ruhe einkehren lassen und sich daher vorerst zurückziehen wolle.
Nach allen Regeln der Jägerschaft?!?Wir sind fassungslos und fordern dahingehend eine umfassende Stellungnahme, „Deutscher Engagementpreis“ !
Wie denkst du über die Entscheidung der Preisausrichtenden zugunsten der Jägerschaft?
Das Licht der zweiten Kerze auf unserem Adventskranz gilt – zum heutigen Tag der Tierrechte – vor allem jenen Geschöpfen, welche weltweit und mit einer beschämenden und meist tödlichen Selbstverständlichkeit zu Konsumgütern, Versuchsobjekten, Zielscheiben und Unterhaltungssklaven degradiert werden – und nach welchen wir unser ganzes Streben und Wirken ausrichten – Denn Mitleid ist zu wenig!
In Anlehnung und Duplizität an und mit dem Tag der Menschenrechte, steht der heutige internationale Tag der Tierrechte, der seit 1998 alljährlich am 10. Dezember erweiternd begangen wird, im Zeichen des Antispeziesismus, der Bewusstseinsschaffung bzw. -Erweiterung und der globalen aktivistischen und bildenden Präsenz für Tiere und ihre Rechte.
FÜR TIERRECHTE – DENN MITLEID IST ZU WENIG!
Tiere existieren um ihrer Selbst Willen, und nicht, um dem Menschen als Nahrung, Kleidung, für Forschungszwecke, zur Unterhaltung oder anderweitig zu dienen. Wir sprechen uns dezidiert dagegen aus, dass Menschen Tiere für ihre Zwecke gebrauchen und für ein Lebensrecht für alle empfindungsfähigen Tiere – frei von Schmerz und Leid und erfüllt von Glück, Freude, Freiheit und Unversehrtheit. Jedes Leben ist dabei gleichermaßen zu berücksichtigen. Jedes Tier ist ein eigenständiges Individuum und kein „Konsumgut“, welches Mensch nach seinem Willen verwenden und verbrauchen darf. Völlig gleich, ob es einen Nutzen für den Menschen hat, für den Menschen nicht wichtig erscheint, als süß und kuschelig oder als gefährdete Spezies angesehen wird. Unter Rechten für Tiere verstehen wir nicht primär Rechte im Sinne der von Menschen geschaffenen Gesetze, sondern vielmehr moralische Rechte, die nicht aufhebbar sind. Vor allem das vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist der Grund für die Abwesenheit von Rechten für Tiere. Wir fordern diese daher ein, um einen Wandel herbeizuführen.
Du willst Tieren mit uns gemeinsam zu Rechten verhelfen?
Landtagswahlen in Bayern & Hessen – Dein Votum für die Tiere
Die wohlwollende Politisierung von tierschutzrelevanten industriellen, jagdlichen wie privaten Sparten auf Bundes- wie auf Landesebene ist fundamental, um mittels gesetzlicher Ausrichtung „Haus“- „Nutz“- wie Wildtiere effektiv und nachhaltig zu schützen.
Gerade Bayern hält in Sachen Tierschutz teils vehement an antiquierten Handhabungen bzw. Haltungskonzepten fest – Stichwort: Anbindehaltung
Vor allem in Bayern fristen viele „Milch“kühe ein trauriges Dasein an Ketten: Mittels Anbindevorrichtungen werden die Tiere in vornehmlich bayerischen Stallungen verschiedener Größenordnungen – saisonal-temporär oder auch ganzjährig – am Hals fixiert. Die rückständige Anbindehaltung, welche gegenwärtig vermehrt in Kombination mit begrenzten, kurzweiligen und teils optionalen Auslaufeinheiten genutzt wird, verwehrt Kühen jegliche Form von artgerechter Aktions- und Verhaltensdynamik – mehr als stupides Hinlegen und Aufstehen erlauben die restriktiven Ketten nicht. Die Tiere, welche dieser (Dauer-)Fixierung ausgesetzt sind, sehen sich folglich mit permanenter Reizarmut sowie mit körperlicher und mentaler Unterforderung konfrontiert, was mit einem erheblichen Leidensdruck einhergeht. Meist in liegender Form ausharrend, leiden die Kühe regelmäßig an schmerzhaften Schwellungen und Druckstellen – auch werden deren Gelenke massiv in Mitleidenschaft gezogen und ihre generelle Krankheitsanfälligkeit steigt unweigerlich. Sozial-interaktionelle Begegnungen mit Artgenossen, welcher sich Rinder bei entsprechender Möglichkeit i.d.R. genussvoll hingeben, werden durch die Fixierung auf ein Mindestmaß reduziert. Die Körperpflege kann nicht mehr in adäquatem Maße ausgeführt werden. Vielen Anbindeställen mangelt es zudem an ausreichend Lichteinfall, optimalen klimatischen Verhältnissen und Liegeflächen.
Neben der Anbindehaltung gibt es noch viele weitere defizitäre Posten, die einer tierschutzkonformen Optimierung und damit eines maximalen politischen Augenmerks bedürfen.
Umso wichtiger ist es, dass deine Stimme im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen am kommenden Sonntag – 08.10.23 – an politische Interessensvertreter:innen geht, welche dem Tierschutz spartenübergreifend einen adäquaten Stellenwert einräumen und dahingehend entsprechende Konzipierungen bereit halten bzw. umzusetzen gewillt sind.
Dein Votum für die Tiere:
Anhand von Wahlprüfsteinen kannst du vorab in Erfahrung bringen, inwieweit die Tierschutzambitionen der einzelnen Parteien ausgereift sind:
Unser neuer Imagefilm – danke für die tatkräftige Unterstützung!
In der Vergangenheit haben wir uns gemeinsam für Tierschutz und für Tierrechte eingesetzt. Das werden wir natürlich auch weiterhin tun!
Der neue Imagefilm ist ein Sinnbild unserer gemeinsamen Bemühungen und dem, was wir zusammen bereits geschafft haben.
Dank deiner Unterstützung können wir weiter an einer Verbesserung der Lebensumstände für die Tiere arbeiten. Beispielsweise in Form von Rettungsaktionen, tierärztliche Versorgung oder Aufklär- und Kampagnenarbeit im Rahmen von unterschiedlichen Tierrechtsthemen. Deswegen ein herzliches Dankeschön für deine Unterstützung, sei es finanziell oder vor Ort auf der Straße!
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Meilenstein gegen Trophäenjagd erreicht –Unterschreibe JETZT die Petition!
#SchützenStattSchiessen – dies fordern wir, gemeinsam mit „Pro Wildlife e.V.“, weiteren Tierrechts- und Tierschutzorganisationen und vielen hochkarätigen Forschenden und Prominenten in einem gegen den Jagdtrophäenimport gerichteten Appell-Brief, welcher im Mai dieses Jahres an die Bundesumweltministerin Steffi Lemke, als politische Akteurin mit entsprechender Reglementierungs-Handhabe, versandt wurde – wir berichteten:https://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/pfbid02mzMF3dyo3JpXrU3AKubvSjMWs4BuarU1dMGpx37f51yZPa1Qn891csg7AsUaQYx1l
Die eindringlichen, appellativen Zeilen des Offenen Briefes, welche in eine flankierende Petition eingebettet sind, bringen fordernd zum Ausdruck, was die Deutsche Regierung, in Ermangelung von Verbots-Regelungen, bislang gekonnt zu ignorieren scheint: „Jedes Jahr sterben weltweit zahlreiche Tierarten unwiederbringlich aus. Dieses menschengemachte globale Artensterben ist eine der größten, wenn nicht sogar die größte Krise unserer Zeit. Wir sind schockiert, dass Trophäenjäger*innen Eisbären, Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden und Tiere vieler weiterer bedrohter und geschützter Arten, um deren Überleben Ranger*innen und Artenschutzorganisationen Tag für Tag kämpfen, noch immer abschießen und ihre Trophäen als blutiges Souvenir nach Deutschland einführen dürfen…“
Hättest du gedacht, dass Deutschland – nach den USA – zweitgrößter Importeur von Jagdtrophäen und damit EU-weiter „Spitzenreiter“ ist? Das ist – nicht nur angesichts der akuten global-ökologischen Labilität – hochgradig beschämend! Zudem zerschlagen die auf vornehmlich „kapitale“ und „schmucke“ männliche Tiere fokussierten trophäenjadlichen Aktivitäten ganze Populationsstrukturen – das ist skandalös und inakzeptabel!
Gemeinsam mit zahlreichen Mitwirkenden fordern wir die Bundesregierung daher auf, ihrer angeblichen „Pionier-Rolle“ hinsichtlich des Tier- und Artenschutzes konsequent und adäquat gerecht zu werden, den ethisch verwerflichen schutzunterminierenden und tiermordenden Trophäenkult nicht weiter zu unterstützen – und resultierend einen sofortigen Jagdtrophäenimport-Stopp nebst eines Jagdreisen-Verkaufsverbotes zu verhängen!
Meilenstein gegen Trophäenjagd erreicht:
Über 75.000 Menschen haben sich binnen weniger Monate mit der Unterzeichnung der briefbegleitenden Petition für ein entsprechendes Verbot ausgesprochen und fordern: „Frau Bundesministerin, stoppen Sie Jagdtrophäenimporte!“ Mehr dazu erfährst du in der u.a. durch uns unterstützen, jüngst publizierten Pressemitteilung, welche diesen erfreulichen „breiten Widerstand gegen Trophäenjagd“ aufgreift: Breiter Widerstand gegen Trophäenjagd – Was nun, Frau Lemke? • Pro Wildlife
Mit DEINER HILFE zum nächsten Meilensteinfür die (artengeschützten) Tiere:
Poste #SchützenStattSchiessen und motiviere deine Social Media-Community dazu, die verbotsfordernde Petition ebenfalls zu unterzeichnen und zu streuen – für ein zeitnahes Jagdtrophäenimportverbot & FÜR TIERRECHTE. DENN MITLEID IST ZU WENIG!